Flutnothilfe

Naturkatastrophen wie die große Flut dieser Tage mobilisieren Tausende und wecken das Bedürfnis zu helfen. Da aber nicht jeder Hilfswillige einen persönlichen Bezug hat, um seine Hilfe zu adressieren, sind dies immer auch die Tage der professionellen Spendensammler. Mit Spendenaufrufen in den Medien, Straßensammlungen und – wenn’s gar nicht anders geht – auch dem Besuch an der Haustür, versuchen sie möglichst viele Euro einzusammeln.

Aber wo bleiben die Euro?
Denn was im ersten Moment so altruistisch klingt, ist im Laufe der Jahre zu einem einträglichen Geschäft geworden. Mitleid verkauft sich gut. Aus dem einfachen „Spenden sammeln“ früherer Tage wurde eine Spendenindustrie mit angegliedertem Spaß- und Charity-Angebot.

Deshalb lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.
Eine Industrie muss verwaltet werden, es entstehen Kosten. Wofür diese Kosten entstehen und wer letztlich das gespendete Geld tatsächlich erhält, bleibt jedoch oft diffus. Nur wenn hin und wieder ein Skandal die heile Spendenwelt erschüttert, wird deutlich, dass längst nicht der größte Teil der Spenden-Euros auch bei denen ankommt, für die sie gedacht waren.

Wo also bleiben die Euro?
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Sehr geehrte Herren,

Ihr Institut, die Commerzbank AG, Frankfurt, verdankt sein Überleben in und nach der Finanzkrise allein der Tatsache, dass der Staat und damit die Bürger, die Steuerzahler, für sie in die Bresche gesprungen sind. Hierzu ein kleiner Rückblick:

2008: Finanzkrise Commerzbank nimmt Rettungspaket in Anspruch

2009: Commerzbank: Schwere Bürde für die Zukunft

2010: Och, das bisschen Hilfe

2011: Commerzbank mangelhaft vor Finanzkrise geschützt

2012: Wieder Millionengehalt: Blessings Zeit der Bescheidenheit ist vorbei

2013: Commerzbank zahlt die Steuerzahler aus

Ein Grund für die massive öffentliche Hilfe war die (vermeintliche) Erkenntnis, dass Banken wie die Commerzbank „systemrelevant“ sind.
Systemrelevant bedeutet lt. wikipedia:

„Als systemrelevant oder too big to fail (englisch: „Zu groß, um zu scheitern“) bezeichnet man Unternehmen, aber auch andere Institutionen wie etwa Staaten oder Städte, die so groß sind, dass ihre Insolvenz für die Volkswirtschaft teurer ist als die gemeinschaftlichen Kosten für die Rettung vor der Insolvenz. Als systemische Einrichtungen würden sie rechtzeitig vom Staat oder von internationalen staatlichen Organisationen durch eine Staatsintervention (Bail-out) gerettet, um eine weiterreichende Gefahr für die gesamte Volkswirtschaft bzw. das gesamte Wirtschaftssystem durch ihre Insolvenz abzuwenden. Dies gilt insbesondere für den Bankensektor, aber auch für große Industrieunternehmen.[1]

Die Frage der Systemrelevanz stellt sich auch in diesen Tagen. Allerdings auf eine etwas andere Art.
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