0 Wie steht es um die Eigenverantwortung der Eier- und Tierproduzenten?

Quelle: pixelio; Foto: Nico Lubaczowski

Quelle: pixelio; Foto: Nico LubaczowskIm Beitrag mit Link zur tagesaktuellen Liste belasteter Eier

Link zur tagesaktuellen Liste belasteter Eier!

Tausende Tonnen dioxinverseuchter Fette, die eigentlich nur für Maschinen benutzt werden dürfen, wurden in Deutschland an Tiere verfüttert und landen auf diesem Weg jetzt in unseren Küchen und auf dem Frühstückstisch. Und was ist mit den über 1.000 Produkten, in denen Ei verarbeitet ist? Handelt es sich um einen kriminellen Einzelfall oder ist es die neueste üble Machenschaft einer profitgierigen Industrie? Oder sind gar die Verbraucher selbst schuld (oder zumindest mitschuldig) auf ihrer Suche nach immer billigeren Lebensmitteln(!)?

Und wie steht es um die Eigenverantwortung der Eier- und Tier“produzenten“ (ein Berufsstand, der sich selbst einmal „Züchter“ nannte). Muss nicht, wer täglich 85.000 Hühner oder mehrere tausend Schweine füttert, ein EIGENINTERESSE an der Qualität des verarbeiteten Futters haben? Da Eigeninteresse aber auch fehlgeleitet sein kann (siehe den aktuellen Fall) und freiwillige Selbstkontrollen selten oder nie auf Dauer funktionieren: Wo sind die Vorschriften für eine generelle, archivierte und bei jeder Anlieferung fällige Futterkontrolle auf Qualität und Inhaltsstoffe in sämtlichen Tierzuchtbetrieben?

In diesem Zusammenhang gilt es auch dringend aufzuklären, auf welche Art die missbräuchlich verwendeten Fette angeboten wurden. Hat der/haben die betroffenen Lieferanten ihre Betrugsware zu marktüblichen Preisen angeboten (durch den Betrug also ausschließlich eigennützig ihre Margen vergrößert) oder wurden die Fette zu Preisen unterhalb der üblichen Marktpreise angeboten? Das würde bedeuten, dass jeder seriöse Abnehmer sich bereits bei Vorlage des Angebots hätte fragen müssen, wie ein solcher Preis möglich sein kann.

Diese Fragen gilt es zu beantworten, wenn es darum geht, dauerhaft wirksame Schutzmaßnahmen für die Verbraucher zu formulieren. Beim Umgang mit Lebensmitteln MUSS jeder Beteiligte  in jeder Produktionsstufe und zu jedem Zeitpunkt des Lebenszyklus eines Lebensmittels an der Gesamtverantwortung für Sauberkeit und Schadstofffreiheit beteiligt sein.

Die Redaktion der diebuergerlobby hat diese Fragen bereits direkt an die zuständige Ministerin Ilse Aigner gestellt.

Aber auch wir, die Verbraucher von Lebensmitteln, sind in einer solchen Situation gefragt. Wer für 1 Kilo Schweinefleisch Euro 1,39 bezahlen will oder für 1 kg  Brathähnchen Euro 2,52, der muss sich doch auch einmal fragen: „Wie ist das möglich?“ An welcher Stelle und zu wessen Lasten wird hier gespart?

Wer mehr zum Thema „was ist drin in dem, was wir essen?“ wissen möchte, dem sei einer der folgenden Links empfohlen:

Was ist drin? Gemeinsam besser leben

codecheck unabhängige Produktinformationen

Einen interessanten Eindruck über die Qualität der Diskussionen zwischen „Betroffenen (Verbrauchern)“ und „Beteiligten (Landwirten + Interessenvertretern) lieferte am 09.01.2011 Anne Will.

BILD, das Fachblatt für Verbraucherschutz, attackiert Bundesministerin!

Nennt endlich alle Nummern tagesaktuelle Tabelle der Dioxin belasteten Eier (Herausgeber Verbraucherzentrale HH)

So decodieren Sie Ihr Frühstücksei www.was-steht-auf-dem-ei.de

Auch innerhalb der Branche brodelt es Beitrag bei fleischerei.de

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