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Nachhaltig investieren mit der Deutschen Bank?

Mit gutem Gewissen Geld verdienen. Das wollen immer mehr Menschen. Als eine der positiven Folgen der Finanzmarktkrise ist festzustellen, dass es vielen Anlegern nicht mehr nur um die Rendite geht, sondern dass sie ihr Geld in soziale oder ökologische  Projekte investiert wissen wollen. Diese Engagements bieten nämlich, über die üblichen Anlagekriterien Rentabilität, Sicherheit und Liquidität hinaus, das gute Gefühl eines sozialen oder ökoöogischen Engagements.

Wir wollten wissen, ob Banken in Deutschland sicherstellen können, dass die Spareinlagen ihrer Kunden nicht dazu dienen, Firmen zu finanzieren, die Waffen herstellen oder handeln, die die Umwelt verschmutzen oder die Menschenrechte missachten und haben dazu neben der GLS Bank auch die Deutsche Bank angefragt.

Nach einiger Wartezeit erhielten wir jetzt die Antwort der Deutsche Bank AG Group Sustainability [1].

In Ihrem Schreiben erklärt die DB, dass Nachhaltigkeitskriterien „von zentraler Bedeutung für unsere geschäftliche Tätigkeit sind und integraler Bestandteil der Identität der Bank.“ Den Handlungsrahmen geben die Leitlinien z.B. der UNO, der Weltbank und der EU vor. Weiter wird ausgeführt, dass, über diese Regelungen hinaus „wollen wir ausdrücklich bestimmte weltweit geächtete Produkte, wie z.B. FCKW und Asbest, nicht finanzieren und in keinerlei Transaktionen mit speziellen Waffen involviert sein. Wir werden Geschäfte, deren Inhalt Themen wie Regenwald, Holz/Wald, Dämme, Klimaveränderung, Kohlendioxid und Bergbau/ Gewinnung von Bodenschätzen berührt, besondere Aufmerksamkeit zumessen.

Auf einer eigens geschaffenen Internetseite, www.banking-on-green.de [2], zeigt die Deutsche Bank wie sie ihre Rolle in Fragen von Umweltschutz und Lebensqualität versteht und wie sie dieses Engagement in wettbewerbsfähige Konzepte  umsetzt.

Unsere Frage an beide Banken lautete: Können Banken, kann die N.N-Bank, sicherstellen, dass mit dem dort angelegten Geld (z.B. für die Altersvorsorge) n i c h t für bzw. mit Firmen gearbeitet wird, die mit Waffen handeln, die die Umwelt verschmutzen oder die Menschenrechte missachten?
Vergleicht man die Antworten der beiden Bankhäuser, dann besticht die Antwort der GLS-Bank [3] vor allem durch ihre einfachen und unzweideutigen Aussagen. Demgegenüber gibt es in den Ausführungen der Deutschen Bank bleibt doch noch einigen Interpretationsspielraum.
Was bedeutet im Zusammenhang mit Waffenhandel die Aussage „…Transaktionen im Zusammenhang mit speziellen Waffen“? Oder „Wir werden Geschäften , deren Inhalt….berührt, besondere Aufmerksamkeit zumessen“? Sind diese Formulierungen ein Beispiel für das „Seerosen-Prinzip“ oder sind wir nur zu kritische Frager?

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