0 Der Blatter Sepp in der internationalen Presse

Für die Vorarbeit danken wir dem Deutschlandfunk und verweisen auch auf dessen Internetseite Deutschlandfunk

Das sagt die internationale Presse am Tag nach der erneuten Wahl Josef S. Blatters zum FIFA-Präsidenten.

DER STANDARD; Österreich:

„Die FIFA, ein korrupter Sauhaufen. Mit dieser Feststellung sollte man vorsichtig sein. Sie ist vorverurteilend und verallgemeinernd. Es ist noch immer davon auszugehen, dass sich die meisten der mehr als 200 Funktionäre des Fußballweltverbandes strafrechtlich nichts zuschulden kommen ließen. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat, jedenfalls erwiesenermaßen, nur eine Schuld auf sich geladen. Er ist unfähig, den Laden ordentlich zu führen. Nebstbei ist bemerkenswert, mit welcher Nonchalance er sich nach zig Skandalen in seinem engsten Umfeld noch als Saubermann und die Welt für dumm verkauft.“

THE DENVER POST; USA:

„Nach seiner Wiederwahl gestern erklärte Blatter freudestrahlend, dass er als neuer und alter FIFA-Präsident den Karren aus dem Dreck ziehen werde. Aus dem Dreck ziehen? Glaubt man den US-Ermittlungsbehörden, ist die FIFA seit Jahren ein einziger Sumpf aus dunklen Machenschaften und Betrug. Nun gehört Blatter zwar nicht zu denjenigen, gegen die Anfang dieser Woche Anklage erhoben wurde. Aber die Forderungen nach Konsequenzen stießen bei ihm auf taube Ohren und er weigerte sich, Platz für eine neue Führungsspitze zu machen – trotz seines hohen Alters von 79 Jahren. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass dieser Mann irgendein Interesse an Reformen hat?“

EL TIEMPO; Kolumbien:

„Es gibt nichts Schlimmeres für eine Organisation als den Verlust von Glaubwürdigkeit und Respekt. „Aber genau das passiert gerade bei der FIFA. In der Presse wird Blatter mit einem sizilianischen Mafiachef verglichen und auch schon mal als ‚Don Blatterone‘ bezeichnet. Der angerichtete Schaden ist enorm.“

LIDOVE NOVINY; Tschechien

„Die kleinen Staaten und ihre Fußballverbände haben andere Prioritäten. Für sie ist Sepp Blatter der ideale Chef. Er vertritt ihre Interessen nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Dabei geht es im Fußball um viel Geld – und wer sich sattgefressen hat, überlässt das Kleingeld den Schwächeren.“

KOMSOMOLSKAJKA PRAWDA; Russland

„Doch bereits am Donnerstag war klar, dass sie (Anm.d.Red.: die Amerikaner) die Wiederwahl von Joseph Blatter nicht würden verhindern können. Blatter wird nun konsequent an der Entscheidung festhalten, die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stattfinden zu lassen. Das war das eigentliche Ziel der Amerikaner: Indem sie die FIFA in einen vermeintlichen Korruptionsskandal stürzten, wollten sie die WM in Russland verhindern.“

YENI SAFAK; Türkei

„Die FIFA betont zwar, dass sowohl Russland als auch Katar Ausrichter der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bleiben sollen. Aber falls die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe bewiesen werden und die Beschuldigten dies auch zugeben, könnten beide Länder die Weltmeisterschaften durchaus verlieren.“

Einen sehr interessanten Beitrag liefert auch die französische Zeitung LE MONDE unter der Überschrift „König Blatter

 

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