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Gentech-Kritik von Monsanto unterdrückt?
Fachzeitschrift zieht Veröffentlichung zurück

Professor französische Professor für Molekularbiologie, Gilles-Eric Séralini, hatte über zwei Jahre hinweg Laborratten mit dem gentechnisch veränderten (GVO) Mais NK603 der Firma Monsanto geüfftert. Die mit diesem Mais gefütterten Tiere starben deutlich früher an Krebs als gentechnikfrei ernährte Ratten. Das Ergebnis dieser Arbeit [1] veröffentlichte er im September 2012 in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (FCT).

Wie das Naturkostmagazin Schrot & Korn mitteilt, hat FCT die Veröffentlichung nach über einem Jahr nun zurückgezogen und dies u.a damit begründet, dass es zwar keine Hinweise auf Betrug oder eine absichtliche Missinterpretation der Daten gebe, die Daten seien jedoch nicht beweiskräftig und daher für eine Veröffentlichung ungeeignet.“ (Dear Professor Séralini [2])

Und nun wird es spannend, denn es taucht der Name Monsanto auf!

Zunächst merkt Schrot und Korn zu diesem Vorgang an, dass nach internationalen Normen ein Fachartikel nur zurückgenommen wird, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass der Autor geschummelt oder abgeschrieben hat.

Zwar hatte es von Anfang an Kritik an der Studie gegeben, so seien besonders krebsanfällige Ratten gewählt worden und die Zahl der Tiere sei zu gering gewesen um statistisch relevant zu werden. Dem widersprach Séralini und legte sogar die Daten seiner Studie offen. Auch der Finanzier der Studie, der Sustainable Food Trust [3]wies zudem darauf hin, dass viele Studien für die Zulassung von GVO-Pflanzen mit dem gleichen krebsanfälligen Rattenstamm gemacht wurden – und sogar mit weniger Tieren.

Und jetzt wird es spannend:

Wie Claire Robinson vom Nachrichtendienst GMWatch [4]berichtet, wurde bei FCT im Frühjahr 2013 ein neuer Mitherausgeber berufen – Richard Goodman. Sein Themenschwerpunkt sollte  Biotechnologie sein. Goodman arbeitete von 1997 bis 2004 für Monsanto und schon wenige Monate nach seiner Berufung zog FCT auch den Beitrag eines brasilianischen Forschers zurück. Dieser hatte gezeigt, dass die von Monsanto-Mais produzierten Bt-Toxine schädlich für Mäuse sind.

Alles Zufall also? Alles im Dienst der reinen Wissenschaft?

Honi soit qui mal y pense!