0 Kommen alle Spendengelder bei den Flutopfern an?

Naturkatastrophen wie die große Flut dieser Tage mobilisieren Tausende und wecken das Bedürfnis zu helfen. Da aber nicht jeder Hilfswillige einen persönlichen Bezug hat, um seine Hilfe zu adressieren, sind dies immer auch die Tage der professionellen Spendensammler. Mit Spendenaufrufen in den Medien, Straßensammlungen und – wenn’s gar nicht anders geht – auch dem Besuch an der Haustür, versuchen sie möglichst viele Euro einzusammeln.

Aber wo bleiben die Euro?
Denn was im ersten Moment so altruistisch klingt, ist im Laufe der Jahre zu einem einträglichen Geschäft geworden. Mitleid verkauft sich gut. Aus dem einfachen „Spenden sammeln“ früherer Tage wurde eine Spendenindustrie mit angegliedertem Spaß- und Charity-Angebot.

Deshalb lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.
Eine Industrie muss verwaltet werden, es entstehen Kosten. Wofür diese Kosten entstehen und wer letztlich das gespendete Geld tatsächlich erhält, bleibt jedoch oft diffus. Nur wenn hin und wieder ein Skandal die heile Spendenwelt erschüttert, wird deutlich, dass längst nicht der größte Teil der Spenden-Euros auch bei denen ankommt, für die sie gedacht waren.

Wo also bleiben die Euro?
Das Nachrichtenmagazin Stern stellt auf seiner Homepage unter der Überschrift „Hier können Sie spenden“ eine Liste von 19 Organisationen vor, von denen jede ein Fluthilfeprogramm annonciert und ein Spendenkonto eingerichtet hat.

Die Redaktion der Bürgerlobby hat jede dieser Organisationen angeschrieben und folgende Frage gestellt:

Betreff: Verwendung von Spendengeldern

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte teilen Sie uns mit, wie viel an Verwaltungs- und Overheadkosten Sie von erhaltenen Spenden einbehalten. Was bleibt von einem Spenden-Euro nach Abzug aller Kosten als effektive Spende übrig?

Danke für eine ehrliche Antwort.
Dieter Klemke
Redaktion DIEBUERGERLOBBY.de

Jetzt warten wir auf Antworten und werden diese hier veröffentlichen.

 

 

 

 

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