0 Wenn die Sonne den Geldbeutel füllt

Bekannt sind sie schon seit einiger Zeit, die „Bürger-Solar-Projekte“, mit denen Kommunen oder private Initiativen alternative Formen der Finanzierung zur Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energien anbieten.
Dass diese Anlageform aber auch jetzt, während der aktuellen Turbulenzen in Politik und Finanzwirtschaft interessant ist, zeigt ein Projekt der Verbandsgemeinde Langenlonsheim.

Hier beginnen nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung Mainz im November 2011 die Montagearbeiten für die ersten Solarmodule, zunächst auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden (Schulen, Hallen und Feuerwehrhäuser). Bereits im Dezember soll dann der erste Solarstrom ins Netz eingespeist werden. Die insgesamt geplanten Module sollen jährlich rund 460.000 Kilowattstunden (kW/h) und damit den Strom für 125 Haushalte liefern.

Bürger können sich an diesem Projekt beteiligen, indem sie Anleihen bei der zu diesem Zweck gegründeten GmbH &Co. KG in Höhe von mindestens 5.000 Euro zeichnen. In einer Beispielsrechnung zeigt die Sparkasse Rhein-Nahe auf, dass bei einer Beteiligung in Höhe von 10.500 Euro und einer mindestens zu erwartenden Rendite von 6 Prozent nach 20 Jahren ein Gewinn von rund 10.000 Euro erzielt werden kann.

Neben der direkten Beteiligung an diesem Teil des Projekts besteht für die Bürger der Verbandsgemeinde die weitere Möglichkeit, Solarmodule auf dem eigenen Haus installieren zu lassen. Die Kosten einer solchen Installation liegen bei ca. 25.000 Euro. Davon müssen 5.000 Euro bar aufgebracht werden, der Rest kann mit einem Darlehen über den Projektpartner Sparkasse Rhein-Nahe finanziert werde. Für eine Solaranlage auf einem Wohnhaus wird eine jährliche Stromerzeugung von ca. 9.400 kW/h angenommen, was einer jährlichen Einnahme von ca. 2.700 Euro für die Einspeisung bedeutet. Nach den Berechnungen der Sparkasse ergibt dies nach Abzug aller Kosten einen Jahresnettoertrag von 600 Euro.

Aus einem inzwischen eingerichteten Solarkataster können die Bürger entnehmen, welche Gebäude für die Installation von Solarmodulen geeignet sind. Der zuständige Landrat Franz-Josef Diel ist vom großen Interesse der Bürger begeistert und hofft auf eine weiter steigende Zahl von privaten Investoren in dieses wirtschaftlich und ökologisch interessante Projekt.

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