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8. August: Welterschöpfungstag
Ob wir es doch noch schaffen unseren Planeten zu ruinieren?

Der Welterschöpfungstag, auch Erdüberlastungstag genannt, soll uns daran erinnern, dass wir alle über unsere Verhältnisse leben. An diesem Tag, dem 8. August 2016, sind – rein rechnerisch – die gesamten natürlichen und erneuerbaren Ressourcen (Wasser, Brennmaterial, Bausholz und Getreide) für das Jahr 2016 aufgebraucht – die Welt lebt auf Pump!

Dazu schreibt der WWF [1] u.a.:

„Wir nehmen mehr von unserem Planeten, als eigentlich vorhanden ist. Und wir nehmen immer mehr, immer schneller. Wir verbrauchen zu viele Rohstoffe, verschmutzen zu viel Wasser, fangen zu viele Fische, essen zu viel Fleisch, schlagen zu viel Holz, produzieren viel zu viel Kohlendioxid. Wir erschöpfen die Reserven der Erde. Und das viel zu schnell! Der Tag, an dem die natürlichen Ressourcen für das ganze Jahr aufgebraucht sind, ist der Welterschöpfungstag – oder Earth Overshoot Day. Dieser liegt jedes Jahr früher.

Alarmierend: In den letzten Jahren waren die Ressourcen unserer Erde regelmäßig bereits im August aufgebraucht, vier Monate vor Ablauf des Jahres. Schlimmer noch, jedes Jahr ist der Welterschöpfungstag etwas früher – unsere Schulden an der Erde wachsen. Diese Schulden sind sichtbar. Sie zeigen sich im Klimawandel, Artensterben, Wassermangel und im Kollaps der Fischbestände. Wir können unsere Welt nicht unendlich ausbeuten. Die Verantwortung dafür tragen wir alle. Gerade im Westen verbrauchen wir viel zu viel – die Folgen tragen aber vor allem die armen Länder.

Das genaue Datum des Welterschöpfungstages wird jedes Jahr vom Global Footprint Network [2] errechnet. Grundlage ist der Ökologische Fußabdruck von uns Menschen: Wie viel Fläche brauchen wir, um all unsere Bedürfnisse zu decken?“

Der Welterschöpfungstag 2016, der 8. August, liegt um fünf Tage früher als der Welterschöpfungstag 2015, der am 13. August war. Dieser wiederum war im Vergleich zu 2014 (19. August) um 6 Tage nach vorne gerückt. (Entwicklung 1987-2016 [3])

Das INKOTA Netzerk schreibt [4] zum Welterschöpfungstag u.a.:

„Wenn alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften würden wie die Deutschen, wären 3,1 Planeten notwendig, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. Damit liegt Deutschland mit seinem ökologischen Fußabdruck im weltweiten Vergleich im obersten Viertel aller Länder. Bei einem weltweiten Konsum- und Lebensstil wie in den USA bräuchten wir 4,8 Erden, bei einem Lebensstil wie in China zwei und beim indischen nur 0,7. Die gesamte Weltbevölkerung bräuchte derzeit 1,6 Erden, um den weltweiten Bedarf an Rohstoffen, Ackerland, Wasser und Wäldern nachhaltig zu decken.“

Diese Schätzung scheint – mit Blick auf die nächsten 50 Jahre – fast zu zurückhaltend, geht doch die letzte Schätzung der UNO von einer Entwicklung der Weltbevölkerung bis ins Jahr 2050 auf 9.700.000.000 (neun Milliarden siebenhunderttausend) aus. Bei steigender Lebenserwartung. Sollte unsere Nachfrage nach Konsumgütern, Energie und Lebensmitteln nur so bleiben wie bisher, dann werden vermutlich auch drei Erden nicht ausreichen um den enstehenden Bedarf zu decken.

Aber, vielleicht wird ja, parallel zur Weltbevölkerungsentwicklung, das eintreten, was die brasilianischen Veranstalter der Olympischen Spiele 2016 für den Fall fortschreitender Erderwärmung gezeigt haben: Weltweite Überflutung küstennaher Gebiete durch einen steigenden Meeresspiegel?!?