Netz-gegen-Nazis

„Oft erscheint das NPD-Verbot wenn Politiker das fordern als absolute Lösung also als wenn wenn die NPD verboten wäre alle Probleme im Bereich Rechtsradikalismus gelöst wären und das ist natürlich totale Fehleinschätzung falls sie je von denen die das fordern je gedacht wird. Aber das ist das Bild was vermittelt wird. So wenn die NPD verboten ist dann hat man kein Problem mehr und dann können wir uns alle entspannen – und das ist natürlich Blödsinn. Also Weil Verbote an der Einstellung von Menschen nichts ändern und nichts daran ändern dass weiterhin Menschen angegriffen werden, dass sie weiter Opfer von Gewalt werden und deswegen kann das NPD-Verbot immer nur eine Maßnahme sein neben vielen anderen die sich damit auseinandersetzen nach wie vor „was sind eigentlich die Ursachen dieser rechtsextremen Gesinnung, dieser rechtsextremen Gewalt und wie kann man da sinnvoll gegen vorgehen?“

Simone Rafael Chefredaktion No-Nazi-Net

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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
Quelle: photocase; Foto: gabs0110

Einen Teil der Überschrift zu diesem Artikel haben wir der Frankfurter Rundschau vom 12. November 2012 entnommen. Unter der Überschrift „Braune Gedanken breiten sich aus“ berichtete die FR damals über eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung über rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Bei der Präsentation des Ergebnis sagte Elmar Brähler, einer der Mitautoren der Studie:

„Das macht uns wirklich Sorgen“, während hinter ihm ein Balkendiagramm auf die Leinwand geworfen wird. Der Trend ist deutlich: Rechtsextremes Gedankengut ist in Deutschland auf dem Vormarsch – vor allem in Ostdeutschland.

Und wie ein Vorgriff auf die Zukunft erscheint die folgende Aussage:

„Als Hauptursache sehen die Autoren die weiterhin vorhandene soziale und ökonomische Abkopplung weiter Teile Ostdeutschlands. Aus dem Gefühl des Abgehängt-Seins und der damit verbundenen Abstiegsangst, erwachse die Ablehnung gegenüber dem vermeintlich Fremden. Dies mache deutlich, dass es sich im Kern nicht um ein spezifisch ostdeutsches Phänomen handele. „Ich bin mir sicher, dass wir in strukturschwachen Regionen im Westen, ganz ähnliche Ergebnisse bekommen würden“, so Oliver Decker. Ein weiteres Problem sei, dass die politische Debatte über soziale und ökonomische Fragen zusehends „ethnisiert“ werde.“

Wie bedrückend real diese Einschätzung war, das zeigt nicht zuletzt das schreckliche Geschehen in Köln am vergangenen Samstag.

Ist Deutschland wirklich auf dem Weg nach rechts? Sind wir wirklich schon so weit, dass die Reisewarnung der kanadischen Behörden zu recht erfolgt? Sind die Rechtspopulisten tatsächlich so im Aufwind, weil es in „bürgerlichen Kreisen“ so etwas gibt wie „klammheimliche Freude“ über das Erstarken der neuen Rechten?
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