Nachhaltigkeit

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Quelle: photocase; Foto: Cornelius Horstmann

Es könnte ein Ort sein, den die Vorstände von E.On, EnBW, Vattenfall und RWE bereits vor mehr als 10 Jahren aus ihren Atlanten gestrichen haben und über dessen Existenz kein Konzernmitarbeiter mehr sprechen darf: Die Gemeinde Furth bei Landshut. Beweist dieser Ort doch, dass eine funktionierende Energieversorgung ohne die Abhängigkeit vom berüchtigten Energie-Oligopol möglich ist.

Während viele andere Städte und Gemeinden heute erst damit beginnen, Nachhaltigkeitsziele zu formulieren und erste Schritte auf dem Weg zu mehr Umweltverantwortung gehen, kann Furth von sich behaupten, Pionier in Sachen Agenda 21 und “Netzwerk nachhaltige Kommune” zu sein.

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Es ist ein Bericht des brasilianischen Arbeitsministeriums, in dem es heißt, dass es gegen Inditex, die Mutterfirma von Zara, Anschuldigungen wegen menschenunwürdiger Beschäftigung und Kinderarbeit gäbe. Festgestellt wurden diese Verstöße im Rahmen einer Inspektion von zwei Fabriken in Sao Paulo. Von den inspizierten Fabriken heißt es, sie verkaufen ihre Produkte an Zara. Der Vorwurf der Kinderarbeit stammt also nicht aus irgendeiner dubiosen Quelle, sondern kommt von höchst offizieller Stelle.

Dass der Vorwurf eine Berechtigung hat, lässt sich auch aus einem Bericht von Textilwirtschaft-Online, dem wichtigsten Branchenorgan der Textilwirtschaft, ableiten, in dem es heißt:

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Quelle: blogspot Foto: Thommy77
Quelle: blogspot Foto: Thommy77

Was machen die Mitarbeiter eines Bundesministeriums, wenn man sie danach fragt, was sie in einer Angelegenheit zu tun gedenken (Durchführung einer Online-Konsultation der Bürger Europas – aber nur in englischer Sprache), die zwar (auch) in den Aufgabenbereich des eigenen Ministeriums gehört (Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), zugleich aber noch ein zweites Ministerium (Umwelt) betrifft und dazu noch von einer EU-Institution initiiert wurde?

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Quelle: photocase; Foto: Fubby
Quelle: photocase; Foto: Fubby

Jetzt ist es also vollbracht!

Was zur Zeit der Proteste von Wackersdorf, Brokdorf oder Wyhl undenkbar schien, ist am 30. Juni 2011 wahr geworden. Die Fraktionen des Deutschen Bundestags haben gemeinsam (!) (mit Ausnahme der LINKEN) den Ausstieg aus der Atomenergie und die Hinwendung zu den erneuerbaren Energien beschlossen. In einem Beschluss, der so unumkehrbar scheint, dass ein neuerliches Umschwenken – auch in 10 Jahren noch – einem politischen Kamikaze-Manöver gleichkommen dürfte – oder doch nicht?

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Lässt sich die ökologische und soziale Performance von Unternehmen messen? Ja, sagen die Anbieter von Nachhaltigkeitsratings  und beeinflussen mit ihren Urteilen nicht nur die öffentliche Meinung, sondern auch milliardenschwere Entscheidungen von Investoren.

„Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt.“, soll Galileo Galilei einmal gesagt haben. Auch wenn er dabei wohl kaum an die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen dachte – die Anbieter von CSR-Ratings berufen sich gerne auf dieses Zitat. Sie versuchen das, was sich hinter den Begriffen Corporate Social Responsibilty (CSR) und Nachhaltigkeit verbirgt, messbar zu machen.

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Quelle: blogspot Foto: Thommy77

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Seit dem 17. Mai 2011 ist der Fragebogen zur  “Konsultation zu den Möglichkeiten, die Verwendung von Plastiktragetaschen zu reduzieren und die Anforderungen für biologische Abbaubarkeit zu verbessern” zur Beantwortung und Mitunterzeichnung freigeschaltet. Der Fragebogen wird nur in englischer Sprache angeboten und dürfte für nicht-englischsprachige Europäer eine kaum zu lösende Aufgabe sein.

Darin sehen wir einen klaren Verstoß gegen eine Durchführungsregel, die sich die EU-Kommission für die Frage “Wann wird ein Text in alle Sprachen Europas übersetzt?” selbst gesetzt hat.
Unter den FAQ (häufig gestellte Fragen) heißt es unter “General Questions” und der Überschrift “Sprachen, in denen unterschiedliche Informationen auf der Internetseite EUROPA übesetzt werden”:

Gesetzgebung und Dokumente von politischer Bedeutung werden in allen Sprachen veröffentlicht!

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Quelle: photocase; Foto: stille Wasser

Quelle: photocase; Foto: stille Wasser

Aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 9. November 2010, wonach die Veröffentlichung von EU-Subventionsempfängern im Agrarbereich in der bisherigen Form nicht mehr dem Gemeinschaftsrecht entspricht, gibt es inzwischen keine deutsche Liste der Empfänger von EU-Agrarsubventionen mehr.

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Quelle: photocase; Foto: suze

Quelle: photocase; Foto: suze

Auch einen Monat nach der Veröffentlichung seiner Bildungsstudie 2011 in Form eines Flyers und als Beilage in einer Teilauflage der Wochenzeitung Die Zeit erwähnt Der Spiegel sein Großprojekt weder auf Spiegel-online, noch auf der Homepage des Magazins. Warum wohl?

Wir haben uns vorgenommen, weiterhin auf die große Bildungsstudie 2011 des Spiegels aufmerksam zu machen und unsere Verwunderung über den diskreten Umgang mit dieser einmaligen Kombination aus Abonnentenwerbung und seriöser Umfrage auszudrücken. Und, wir werden jeden Tag eine der 12 Fragen aus der Studie behandeln.

Heute Frage 3 der Bildungsstudie 2011:

“Glauben Sie, dass Ganztagsschulen helfen, sozial benachteiligten Kindern Chancengleichheit im späteren Berufsleben zu ermöglichen?”

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Quelle: photocase; Foto: MMchen

Quelle: photocase; Foto: MMchen

Oder steht’s am End’ gar schlimm um den Spiegel?
Das ist einmal etwas ganz Neues:
Der SPIEGEL startet eine Abonnenten-Werbekampagne und nennt das Ganze BILDUNGSSTUDIE 2011!

Trotzdem muss man diese Aktion positiv bewerten, denn sie bricht wirklich einmal mit den eingefahrenen Ritualen der deutschen Bildungspolitik. Und, was noch wichtiger ist: Sie beginnt mit der wichtigsten Frage überhaupt:

“Die Bildungspolitik ist laut Grundgesetz Ländersache. Sollte dieser Bildungsföderalismus abgeschafft und Bildung zur Bundeaufgabe erklärt werden?”

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Der Weltverbrauchertag ist ein internationaler Aktionstag, an dem Verbraucherorganisationen auf die Rechte der Verbraucher aufmerksam machen. Er wird seit dem Jahr 1983 jährlich am 15. März begangen. Der Weltverbrauchertag geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte.

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