Lidl

4.500 Insolvenzen jährlich, unendliche Preiskämpfe – der deutsche Einzelhandel hat Probleme. Und die zeigen sich auch in der aktuellen Handelsstruktur. Während Lidl, Aldi und Edeka regelmäßig neue Filialen eröffnen, verabschieden sich kleine Einzelhandelsgeschäfte in Großstädten genauso wie im ländlichen Raum. Die Kombination aus steigenden Raum- und Bezugskosten und sinkenden Verkaufspreisen nimmt ihnen die Luft zum Atmen. Mit der Ausweitung der Sortimente auf Fleisch, Gemüse und Milchprodukte haben die Discounter ihre Verdrängungswirkung, die zunächst nur den klassischen Gemischtwarenladen betraf, im Laufe der letzten Jahre auch auf Metzgereien und den Obst- und Gemüsehandel ausgedehnt.

Dass diese negativen Auswirkungen auf den alteingesessenen Handel inzwischen nicht mehr nur von „linken Konsumkritikern“ gesehen werden, sondern auch von Stadtverwaltungen, bestätigt ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, mit dem die Verweigerung einer Baugenehmigung durch die Stadtverwaltung von München (Aldi) und Köln (Plus) für rechtens erklärt wird. Das Gericht sagt in seinem Urteil unmissverständlich, dass Bauvorhaben, „die innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils an sich zulässig sind, keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden … haben dürfen. Ziel ist die Erhaltung gewachsener städtebaulicher Strukturen und die Entwicklung integrierter Lagen auch im Interesse der verbrauchernahen Versorgung.“

Mit diesem Urteil wird Städten und Verwaltungen aber auch den Bürgern ein starker Hebel für die Prüfung neuer Filialpläne an die Hand gegeben. Dieser Hebel kann aber nur dann den gewünschten Erfolg der „Erhaltung des alteingesessenen Handels“ bringen, wenn die Verbraucher die Angebote dieses Handels nutzen.

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Königsteiner- Ecke Sossenheimer(2)

Königsteiner- Ecke Sossenheimer(2)

Nachdem wir die Erfahrung machen mussten, dass es sehr schwierig ist, städtische Behörden (zumindest in Frankfurt) zu einer eindeutigen Reaktion gegen unerlaubte Werbung im öffentlichen Raum zu bewegen, haben wir am 07.01.2010 die Fraktionen des Frankfurter Stadtparlaments über unsere Erkenntnisse zum Marktverhalten einiger Lebensmittelfilialisten informiert. Wir sind zuversichtlich, dass es mit der Unterstützung der Politik zukünftig klare Handlungsrichtlinien für die städtischen Ämter geben wird.

Wer die Homepage der Stadt Frankfurt besucht, findet dort unter „Sicherheit und Sauberkeit“ einen Beitrag über die „Entfernung von Aufklebern“. Beschrieben wird darin die erfolgreiche Arbeit der Werkstatt Frankfurt e.V., der es gelungen ist, im Bereich der Innenstadt Verkehrszeichen u.ä. von Aufklebern zu befreien. Warum nicht die Arbeit der „Feger-Flotte“ auf den Bereich „Entfernung unerlaubter Schilderwerbung“ ausdehnen und die fälligen Bußgelder dieser Truppe zur Verfügung stellen? Das erforderliche Know-How für diese Arbeit dürfte ähnlich schnell vermittelt sein wie das für die Aufkleber, sind doch die fraglichen Schilder stets daran zu erkennen, dass sie mit Kabelbindern und nicht mit dem sonst üblichen Befestigungsmaterial wie Schrauben o.ä. befestigt sind.

Im Zusammenhang mit der „wilden Werbung“ erscheint uns auch erwähnenswert, dass Lidl und Aldi (beide haben den unerlaubten Einsatz von Werbeschildern wiederholt praktiziert) jeweils ein „regular membership“ also eine Vollmitgliedschaft bei der BSCI (business social compliance initiative) haben. In dem von allen Mitgliedsfirmen unterzeichneten Kodex geht es um die Verpflichtung aller Lieferanten und Partner dieser Mitgliedsfirmen zur Einhaltung von international gültigen Regeln und Vorschriften.

Bereits im Paragraph 1 dieses Kodex wird die „Einhaltung der nationalen Gesetze und Vorschriften ….“   BSCI Code of Conduct German festgeschrieben. Das Verhalten von Lidl und Aldi lässt den Rückschluss zu, dass derlei Verpflichtungen nur für andere, nicht jedoch für Lidl und Aldi gelten.

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Kurze Presseberichte und der Hinweis eines Mitglieds brachten uns auf dieses Thema. Demnach hatte man festgestellt, dass es in Filialen der Firma Lidl zu falschen Wiegeergebnissen gekommen war, weil die Waagen zu Beginn des Wiegevorgangs nicht auf Null standen. Wir haben darauf  hin im Raum Frankfurt vier Lidl Märkte besucht und Testkäufe getätigt. In drei Märkten gab es keine Beanstandungen, im vierten Markt, Alte Frankfurter Straße, Bad Vilbel, wurde eine Differenz festgestellt. (Weiterlesen…)

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