Lebensmittel

Wie Bauern ums Überleben kämpfen
von Romuald Schaber

Dieses Buch dürfte Herrn Sonnleitner gar nicht gefallen (es wird ihn “schaben”, schwäbisch für ärgern), besonders wenn er das Kapitel „Wie wir ‚Revoluzzer’ wurden“ gelangt. Da gibt es nicht viel Positives über den Bauernverband zu lesen. Dafür aber Interessantes über die Geschichte dieses Verbands und damit ein nachvollziehbare Erklärung für Romuald Schabers Zorn auf seine „Standesvertretung“.

Romuald Schaber, der Milchbauer aus dem Allgäu ist ein Bauer, der mit Frau und Kindern einen Hof bewirtschaftet. Er hat nicht studiert und nie ein Management-Training besucht. Aber wenn die Chefs der Milchkonzerne einen Mann fürchten, dann Romuald Schaber. Er gilt als knallharter Verhandler und als ein Mann, der in großen Zusammenhängen denken kann.

33.000 Milchbauern hat der Milchrevoluzzer aus dem Bauernverband herausgeführt, weil die sich dort verraten und verkauft verkamen. Für die europäischen Milchbauern ist er schlicht ein Held. Sie wissen nur „Romi“ kann sie vor dem Untergang bewahren. Sein Buch Blutmilch ist die bewegende Geschichte eines Mannes, der seine Familie, seinen Beruf und seine Heimat liebt und deshalb gegen das Bauernsterben in Europa kämpft. Seine Geschichte und sein Hilferuf gehen uns alle an: „Der Milchpreis, den uns die Konzerne diktieren, ist der Preis, an dem die Bauern sterben. Billige Milch ist Blutmilch.

Link zum Thema:
Ganz normale Kühe statt Milchautomaten
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Subventionsempfänger Sonnleitner GbR Ruhstorf a.d. Rott

Blutmilch: Wie die Bauern ums Überleben kämpfen

Preis: EUR 18,00

82 neue und gebrauchte Angebote ab EUR 11,80

 

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Was wirklich wirkt
von Werner Bartens

Wer sich nicht mehr der Knechtschaft wechselnder Diäten unterwerfen will und zukünftig ohne die Einflüsterungen der Pharma-, Wellness- oder Fitnessindustrie auskommen will, für den oder die ist Werner Bartens Glücksmedizin genau das Richtige.

Erfreulicherweise predigt Bartens aber nicht die allein selig machende Weisheit sondern sagt schon zu Beginn seines Buchs

“Es gibt kein allgemein gültiges Verhalten, welches dazu führt, dass man sich besser fühlt oder gar gesünder und glücklicher wird. Es gibt allenfalls individuelle Rezepte. Jeder muss für sich erkennen, herausfinden, ausprobieren, was ihm guttut… Nicht jeder weiß, was er tun muss, um sich besser zu fühlen.”

Sein Credo: Wer ständig vorbeugt, kann sich nie zurücklehnen. Und außerdem: Sport verlängert zwar das Leben, die gewonnene Lebenzeit geht aber fürs Training drauf! Mit vernünftiger Lebensweise kommt man auch schon recht weit. Werner Bartens’ Buch “Glücksmedizin” zeigt, wie das geht.

Ein altes Sprichwort sagt “Jeder ist seines Glückes Schmied.”  Durch die Lektüre der Glücksmedizin kann man hinter das Geheimnis dieses Sinnspruchs kommen. Das ist dann Lösung und Problem zugleich.

Lösung weil Werner Bartens in lebendiger und einladender Form über Vehaltensweisen und Praktiken berichtet, die bei den unterschiedlichsten Menschen Erfolge gebracht haben und dem Leser nun wie die Leckereien eines Geschenkkorbs zur Verfügung stehen.

Problem weil es nur an Ihnen ist, verehrte Leser dieses Beitrags (und später vielleicht des Buchs), aus dieser Vielfalt zu wählen und mit Energie, Ausdauer und Konsequenz auf dem Weg zum Glück vorwärts zu kommen.

Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Glücksmedizin: Was wirklich wirkt

Preis: EUR 19,99

101 neue und gebrauchte Angebote ab EUR 13,75

 

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Stopp der Spekulation mit Lebensmittel-Grundstoffen.

Laut einer Pressemitteilung des Zentrums für politische Schönheit darf der ursprünglich hier gezeigte Film mit einer telefonischen Aussage des Pressesprechers der Deutschen Bank nicht weiter öffentlich gemacht werden. Stattdessen zeigen wir ein Video von beautypolitics: Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.

Leider gibt es kein Video mehr!

Direkt nach dem Start der Protestaktion (initiiert von foodwatch) reagierte Vorstandschef Josef Ackermann und versprach: Das Rohstoffgeschäft der Deutschen Bank kommt auf den Prüfstand. Jetzt hat Deutschlands größte Investmentbank gegenüber foodwatch angekündigt: Bis Ende Januar 2012 will sie ihre Entscheidung über einen Ausstieg aus der Nahrungsmittelspekulation fällen. Die Zeit bis dahin wollen wir nutzen!

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Quelle: photocase; Foto: fult
Quelle: photocase; Foto: fult

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat ein neues Internetportal vorgestellt und prompt hagelt es Kritik. Führend unter den Kritikern ist, wie immer wenn es um Aktionen unserer Verbraucherministerin geht, foodwatch, die Organisation der selbsternannten Essensretter.
Mit www.lebensmittelwarnung.de soll nach den Worten der Ministerin “eine Transparenz in der Lebensmittelkontrolle erreicht werden, die es so in Deutschland bislang nicht gegeben hat”. Eine Aussage, die allein schon deshalb nicht ganz richtig ist, weil mit der privat betriebenen Internetseite www.produktrueckrufe.de bereits seit längerer Zeit eine kompetente und sehr zuverlässige Informationsquelle zum Thema Rückrufe und Gefährdungen zur Verfügung stand.

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Mit einer ähnlichen Überschrift betiteln die Fuchsbriefe einen Abschnitt ihres Beitrags über Lebensmittelklarheit.de, das neue Verbraucherinformationsportal des Verbraucherzentrale Bundesverbands.
Die Formulierung ist für uns besonders deshalb bemerkenswert, weil die Fuchsbriefe nicht als Verbraucherschutzmedium bekannt sind. Wenn man also sogar dort davon spricht, dass eine skandalträchtige Branche unter Druck gerät, “die sich bislang erfolgreich gegen allzu große Transparenz gewehrt hat”, dann sind Vorwürfe ähnlicher Art  wohl nicht nur Märchengeschichten von Kaptitalismushassern.

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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
Quelle: photocase; Foto: gabs0110

Unter dieser Überschrift steht eine aktuelle Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Instituts Fresenius, Taunusstein. Die Studie belegt unter anderem, dass die deutschen Verbraucher um ihre Einflussmöglichkeiten für bessere Lebensmittelqualität wissen, aber sie zu wenig nutzen:

So sagen 82 % der Befragten, dass die Kaufverweigerung das wichtigste Einflussmittel sei, aber nur 23 % schöpfen nach der Befragung ihre Einflussmöglichkeiten für bessere Lebensmittelqualität auch wirklich voll aus.

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Fördern Nanopartikel das Entstehen von Allergien? Enthält Apfelsaft gesundheitsschädliches Aluminium? Können MRSA über Nutztiere auf den Menschen übertragen werden? Bei Fragen rund um die gesundheitliche Bewertung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Chemikalien ist das Bundesinstitut für Risikobewertung – kurz BfR – zuständig. Mit seiner Arbeit trägt es maßgeblich dazu bei, dass Lebensmittel, Produkte und der Einsatz von Chemikalien in Deutschland sicherer werden.

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Quelle: photocase; <br> Foto: boing

Quelle: photocase; Foto: boing

Wie kann es sein, dass in einem Land, in dem jede Woche ca. 51 Kochshows im Fernsehen gezeigt werden, in denen es zwischen 30 und 60 Minuten um gesundes, naturbelassenes Essen geht, in denen über artgerechte Tierhaltung, Bioprodukte  und Verantwortung für die Natur gesprochen wird und in denen Spitzenköche Tipps für die tägliche Familienküche geben, wie kann es sein, dass in diesem Land seit Jahren jedes Jahr mindestens ein Lebensmittelskandal stattfindet?

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activia
Beitrag zum Klimaschutz oder Verbrauchertäuschung? Foto: Redaktion

Ein Joghurtbecher ist ein Joghurtbecher ist ein Joghurtbecher – könnte man glauben. Umweltschutz ist Umweltschutz ist Umweltschutz – könnte man glauben. Weit gefehlt! Die Frage: “Was für ein Becher ist ein Joghurtbecher?” kann zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen, bei denen es um viele Tausend Euro geht.
Genauso ist es mit dem Umweltschutz. Längst geht es nicht mehr um den Umweltschutz allein. Er spielt zwar noch eine wichtige Rolle in den Aktivitäten der verschiedenen Verbände – mindestens genauso wichtig ist für die Vereine und Verbände allerdings die Frage geworden: “Wie sichern wir unsere Finanzierung?

Nur vor diesem Hintergrund kann und darf der Streit um den neuen Danone Joghurtbecher betrachtet und sein Wert für die Umwelt beurteilt werden.

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activia
Beitrag zum Klimaschutz oder Verbrauchertäuschung? Foto: Redaktion

Wieder einmal ist Danone mit einem seiner “Gesundheitsprodukte” ins Gerede gekommen. Diesmal geht es bei dem Joghurt Activia jedoch nicht um die bereits von foodwatch heftig kritisierte Werbung für “Eine Wunderwaffe gegen „Blähbauch“ und der Garant für perfektes Darmwohlbefinden?”, es geht um eine neuartige Verpackung.
Diese ist nicht wie bisher aus dem Kunststoff Polystyrol gefertigt, sondern aus dem Biokunststoff PLA. PLA kann aus einem nachwachsenden Rohstoff (z.B. Mais) gewonnen werden und ist (je nach Zusammensetzung) biologisch abbaubar. Diese umweltverträglichen Eigenschaften haben dazu geführt, dass PLA gerne von Organisationen beworben wird, die in der Landwirtschaft (Innovationsforum Polymilchsäure in Teterow)  oder im Umweltschutz (WWF-Deutschland) engagiert sind.

Diese besonderen Materialeigenschaften nutzte Danone, um – gemeinsam mit dem WWF-Deutschland - eine  Werbekampagne zu starten und den neuen Becher als Beitrag zum Klimaschutz bekannt zu machen, sehr zum Ärger der Deutschen Umwelthilfe, die in dem Becher keinerlei Fortschritt im Umweltschutz erkennen will. Und alle Beteiligten beziehen ihre Argumente aus einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu).

Und hiermit beginnt das Informations-Dilemma für die Verbraucher.

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