Bekannt sind sie schon seit einiger Zeit, die “Bürger-Solar-Projekte”, mit denen Kommunen oder private Initiativen alternative Formen der Finanzierung zur Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energien anbieten.
Dass diese Anlageform aber auch jetzt, während der aktuellen Turbulenzen in Politik und Finanzwirtschaft interessant ist, zeigt ein Projekt der Verbandsgemeinde Langenlonsheim.
Klimawandel

Ein Joghurtbecher ist ein Joghurtbecher ist ein Joghurtbecher – könnte man glauben. Umweltschutz ist Umweltschutz ist Umweltschutz – könnte man glauben. Weit gefehlt! Die Frage: “Was für ein Becher ist ein Joghurtbecher?” kann zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen, bei denen es um viele Tausend Euro geht.
Genauso ist es mit dem Umweltschutz. Längst geht es nicht mehr um den Umweltschutz allein. Er spielt zwar noch eine wichtige Rolle in den Aktivitäten der verschiedenen Verbände – mindestens genauso wichtig ist für die Vereine und Verbände allerdings die Frage geworden: “Wie sichern wir unsere Finanzierung?
Nur vor diesem Hintergrund kann und darf der Streit um den neuen Danone Joghurtbecher betrachtet und sein Wert für die Umwelt beurteilt werden.

Wieder einmal ist Danone mit einem seiner “Gesundheitsprodukte” ins Gerede gekommen. Diesmal geht es bei dem Joghurt Activia jedoch nicht um die bereits von foodwatch heftig kritisierte Werbung für “Eine Wunderwaffe gegen „Blähbauch“ und der Garant für perfektes Darmwohlbefinden?”, es geht um eine neuartige Verpackung.
Diese ist nicht wie bisher aus dem Kunststoff Polystyrol gefertigt, sondern aus dem Biokunststoff PLA. PLA kann aus einem nachwachsenden Rohstoff (z.B. Mais) gewonnen werden und ist (je nach Zusammensetzung) biologisch abbaubar. Diese umweltverträglichen Eigenschaften haben dazu geführt, dass PLA gerne von Organisationen beworben wird, die in der Landwirtschaft (Innovationsforum Polymilchsäure in Teterow) oder im Umweltschutz (WWF-Deutschland) engagiert sind.
Diese besonderen Materialeigenschaften nutzte Danone, um – gemeinsam mit dem WWF-Deutschland - eine Werbekampagne zu starten und den neuen Becher als Beitrag zum Klimaschutz bekannt zu machen, sehr zum Ärger der Deutschen Umwelthilfe, die in dem Becher keinerlei Fortschritt im Umweltschutz erkennen will. Und alle Beteiligten beziehen ihre Argumente aus einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu).
Und hiermit beginnt das Informations-Dilemma für die Verbraucher.
Die deutschen Pioniere der Greentech-Ära
von Steffen Klusmann und Christian Baulig
“Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.” Als diese Indianer-Weisheit ihre hohe Zeit als Graffiti erlebte, glaubte man noch nicht, dass ökologisch handeln und nachhaltig wirtschaften gleichbedeutend sein kann mit “Geld verdienen”. Die Zeiten haben sich geändert! Die nächste industrielle Revolution wird “grün” sein und inzwischen haben (fast) alle Marktteilnehmer erkannt, dass es Zukunft nur geben wird, wenn in der Gegenwart daraufhin gearbeitet wird den Planeten Erde lebensfähig zu erhalten.

Quelle: picasa; Foto: Peter Michael
Jährlich schleckt jeder Deutsche durchschnittlich 1,5 Kilogramm Honig weg. Dafür müssen die Bienchen ganz schön fleißig sein: Um nur 300 Gramm Honig zu produzieren, müssen die Arbeiterinnen dieser Hautflüglerart etwa 20.000 Mal aus ihrem Bienenhaus ausfliegen. Doch jetzt blicken die Imker besorgt in die Zukunft.
Denn am Horizont dräut ein düsteres Bild: Die Bienenvölker sterben haufenweise ab. Und das bringt ernsthafte Folgen. Die Züchter sind besorgt, die Konsumenten auch. Denn der Mangel an Bienen bringt weniger Ernte ein, prophezeien die Imker. Schließlich sind die emsigen Summtierchen nicht nur für den Honig zuständig. Sie bestäuben über 80 % aller unserer Pflanzenarten. Beileibe nicht nur die Obstbäume, sondern auch Gemüsearten wie Spargel, Brokkoli oder Sellerie.
Nur wenn die Moral Chef-Sache ist,
hat sie in großen Konzernen überhaupt eine Chance, glaubwürdig zu sein.
Was die Moral der Unternehmenstöchter angeht, müssen die Chefs bei der BASF wohl unaufmerksam gewesen sein. Sonst wäre eine Reaktion auf die ungesetzlichen Preisabsprachen der Schweizer Tochter Ciba nicht erst nach der von der EU-Kommission verhängten Kartellstrafe erfolgt.
Was uns deshalb an der Meldung aus der Wormser Zeitung besonders unangenehm auffällt, ist die Beschränkung des Unternehmens auf die einzige Aussage einer Unternehmenssprecherin, die Vorwürfe seien verjährt.
Wenn es um Emissionsmengen und Klimarisiken geht, sind Unternehmen oft nicht besonders auskunftsfreudig. Kommt die Anfrage allerdings vom Carbone Disclosure Project, können sie sich kaum verweigern. Denn hinter der Initiative stehen fast 400 institutionelle Anleger mit einem Gesamtvermögen von mehr als 57 Billionen Dollar. Ihr Ziel: Mehr Transparenz bei der Klimabilanz von Unternehmen.
Der von Menschen verursachte Klimawandel schreitet schnell voran. Er trifft nicht nur das Packeis in der Arktis oder die Korallenriffe vor Australien. Die Auswirkungen sind auch in den Wäldern zwischen Harz und Schwarzwald, Westerwald und Allgäu zu sehen. Für die 64-jährige Jutta aus Münster ist es daher selbstverständlich, in ihrem Urlaub nicht nur auf der faulen Haut zu liegen, sondern dem Wald in Rothenfels im nordbayrischen Spessart aktiv zu helfen.
Verheerende Wirbelstürme in der Karibik, schmelzende Alpen-Gletscher, Hochwasserkatastrophen in immer kürzeren Abständen, Tornados in Mitteleuropa – die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen.











