Mit der Freigabe von Packungsgrößen hat das Europäische Parlament am 11.04.2009 ein neues Kapitel im Lebensmittelverkauf eröffnet. Bis zu diesem Datum waren für bestimmte Produkte sogenannte Nennfüllmengen vorgeschrieben. Diese Vorschrift hatte zur Folge, dass für bestimmte Produkte bestimmte Standards galten. Man kaufte ein bestimmtes Produkt eben immer zu 100, 200 oder 250 Gramm. Damit ist nun Schluss. Verbraucher müssen bei jedem Artikel damit rechnen, auf unterschiedliche Füllmengen zu treffen.
CSR

Quelle: blogspot Foto: Thommy77
NUR NOCH HEUTE !
“Beratung über Möglichkeiten, den Gebrauch von Plastiktüten zu reduzieren und Möglichkeiten, die Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit der in Richtlinie 94/62/EC genannten Verpackungen und Verpackungsmüll und die Kennzeichnung von biologisch abbaubaren Produkten für die Verbraucher.” Mit dieser wenig spektakulären Überschrift beschreibt die EU-Kommission eine Aktion, deren mögliche Folgen die Verpackungslobbyisten in ganz Europa in helle Aufregung versetzen dürfte.
In einer E-Mail vom 21.07.2011 lässt uns die Umweltpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Dorothea Steiner, mitteilen, dass es auch aus Sicht ihrer Partei wünschenswert wäre, wenn der Fragebogen der Bürgerkonsultation nicht nur in englischer Sprache angeboten würde.
Diskutiert wird nicht mehr und nicht weniger als ein Verbot von Plastiktüten.
Zum Buergerfragebogen der EU-Kommission (offen bis zum 09.08.2011)
Lässt sich die ökologische und soziale Performance von Unternehmen messen? Ja, sagen die Anbieter von Nachhaltigkeitsratings und beeinflussen mit ihren Urteilen nicht nur die öffentliche Meinung, sondern auch milliardenschwere Entscheidungen von Investoren.
„Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt.“, soll Galileo Galilei einmal gesagt haben. Auch wenn er dabei wohl kaum an die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen dachte – die Anbieter von CSR-Ratings berufen sich gerne auf dieses Zitat. Sie versuchen das, was sich hinter den Begriffen Corporate Social Responsibilty (CSR) und Nachhaltigkeit verbirgt, messbar zu machen.

Quelle: blogspot Foto: Thommy77
Seit dem 17. Mai 2011 ist der Fragebogen zur “Konsultation zu den Möglichkeiten, die Verwendung von Plastiktragetaschen zu reduzieren und die Anforderungen für biologische Abbaubarkeit zu verbessern” zur Beantwortung und Mitunterzeichnung freigeschaltet. Der Fragebogen wird nur in englischer Sprache angeboten und dürfte für nicht-englischsprachige Europäer eine kaum zu lösende Aufgabe sein.
Darin sehen wir einen klaren Verstoß gegen eine Durchführungsregel, die sich die EU-Kommission für die Frage “Wann wird ein Text in alle Sprachen Europas übersetzt?” selbst gesetzt hat.
Unter den FAQ (häufig gestellte Fragen) heißt es unter “General Questions” und der Überschrift “Sprachen, in denen unterschiedliche Informationen auf der Internetseite EUROPA übesetzt werden”:
Gesetzgebung und Dokumente von politischer Bedeutung werden in allen Sprachen veröffentlicht!

Quelle: handicap international; <br> Foto: Ban Advocates
E-Mail an 117 Regierungspolitiker: Verbot Investitionen in Streubombenhersteller
“Streubomben verteilen kleine Bomben, sogenannte “Submunitionen”, über weite Flächen. Sie können dabei nicht zwischen militärischen Zielen und der zivilen Bevölkerung unterscheiden. Außerdem hinterlassen sie zahlreiche Blindgänger, die noch lange nach dem Ende eines Konfliktes Tote und Verletze fordern – sie wirken wie Landminen. Etwa 100.000 Opfer hat Streumunition bis heute gefordert: 98 Prozent der bekannten Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung, 27 Prozent davon sind Kinder.” Das schreibt Handicap International Deutschland über eines der heimtückischsten Waffensysteme überhaupt.
Deutschland gehört seit Mitte 2009 zu den Ländern, die die Konvention von Oslo ratifiziert haben und damit erklären, dass sie (Art. 1.1a-c) “unter keinen Umständen jemals -a) Streumunition einsetzen; -b) Streumunition entwickeln, herstellen; -c) irgendjemanden zu unterstützen, zu ermutigen oder zu veranlassen, Tätigkeiten vorzunehmen, die einem Vertragsstaat aufgrund dieses Übereinkommens verboten sind.” Aber unsere Regierung “eiert” um das Verbot der Investitionen in diese Streumunition herum ohne aktiv zu werden.
Quelle: pixelio ; Foto: Rike
Im Zuge eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojektes untersucht der Lehrstuhl für „Innovation, Neue Medien und Marketing“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Effizienz verschiedener Medien-Kanäle bei Rückrufaktionen. Mit Hilfe eines Fragebogens wollen die Kieler Wissenschaftler vom Konsumenten häufig genutzte Medienkanäle identifizieren. Hierbei steht vor allem die Frage im Vordergrund, wo im Falle eines Rückrufes ein Unternehmen seine Kunden am besten und schnellsten erreichen kann.

Quelle: photocase Foto: chriskuddl
Das von der Kanzlerin im September 2010 als “Revolution in der Energieversorgung” bejubelte Energiekonzept mit der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke entpuppt sich für die deutschen Stromkunden mehr und mehr als Kuckucksei. Entgegen der Einschätzung des Bundeswirtschaftsministers, dass das Energiekonzept “preisdämpfend” sei und ein “Stück Vorteil für die Verbraucher” (Brüderle in BILD), sind es zwischen 40 (BILD) und 570 (RTL-aktuell) Unternehmen, die für 2011 Preiserhöhungen angekündigt haben. Das anerkannte Preisvergleichsportal VERIVOX beziffert die Zahl der “Erhöher” mit 454!

Quelle: photocase Foto: chriskuddl
Beiersdorf (Nivea), Procter & Gamble (Pampers + Pringles), Kraft (Philadelphia Frischkäse), Rewe (Alufolie) - wie bekannt die Unternehmen auch sein mögen, sie tauchen alle in der Liste der Verbrauchertäuscher auf, die z.B. die Verbraucherzentralen Hamburg und Baden-Württemberg veröffentlicht haben. Und die Unternehmensführungen scheinen allesamt nicht zu merken, wie sehr sie sich selbst schaden. Vielleicht noch nicht heute, sicher aber in Zukunft mehr und mehr.

Quelle: handicap international; Foto: Ban Advocates
Heute LETZTER Tag!
FAQ: Warum eine umständliche Petition und keine einfache Unterschriftensammlung?
“Banken wegen Finanzierung von Streubomben im Visier”
So hieß es bereits im April 2010 in Berichten der Hilfsorganisation Handicap International und der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, die z.B. von swissinfo, der Internetplattform der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, publiziert wurden. Googelt man heute “Riester Fonds und Streubomben” bringt dies ungefähr 71.000 Ergebnisse, von denen keines sagt: “Thema erledigt, gibt’s nicht mehr.”
Albert Einstein: “Wir müssen unser Leben dem Austrocknen der Kriegsquellen widmen: den Rüstungsfabriken.”
Der Weltverbrauchertag ist ein internationaler Aktionstag, an dem Verbraucherorganisationen auf die Rechte der Verbraucher aufmerksam machen. Er wird seit dem Jahr 1983 jährlich am 15. März begangen. Der Weltverbrauchertag geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte.










