CSR

Stunde der Heuchler
Wie Manager und Politiker uns zum Narren halten
Eine Polemik
von Edzard Reuter

Fehlende ethische Wertmaßstäbe, Machtstreben, Egoismus und fehlendes Verantwortungsbewusstsein, das alles wirft der ehemalige Manager der Daimler – Benz AG vielen Wirtschaftsbossen und Politikern vor. Er sieht weite Teile der Gesellschaft infiziert vom Virus der Heuchelei, deren einziges Ziel es ist, zu bemänteln, dass es nur um eines geht, um Machtanhäufung und Bereicherung.

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99 Fragen zur aktuellen Situation – und wie es weitergeht
von Max Otte

Max Otte, der Mann, der die Finanzkrise 4 Jahre früher als alle anderen kommen sah, geht in seinem neuen Buch Die Krise hält sich nicht an Regeln 99 Fragen zur aktuellen Situation –und wie es weitergeht auf die aktuelle Lage der Weltwirtschaft ein. Er spricht über „die Gegenwart und Zukunft der Weltwirtschaft, die Notwendigkeit einer selbstbewussten Politik und über Anlagestrategien in Krisenzeiten.“

Otte ist nicht nur Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms, sondern auch Leiter und Gründer des Instituts für Vermögensentwicklung GmbH (IFVE) und unabhängiger Hedgefondsmanager , ist sicher ein besonders berufener Analytiker zur gegenwärtigen Lage der internationalen Finanzmärkte und der Rolle, die die Politik darin spielt. Außerdem ist Otte einer der großen Kritiker des Euro und hält die europäische Gemeinschaftswährung für „eine absolute Fehlkonstruktion“, zumindest solange Europa kein Bundesstaat ist.

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von Christoph Twickel

Die Stadt als „Lebensmittel“ für ihre Bewohner und nicht als abstrakte Basis für Messgrößen wie „Fussgänger-Frequenz in der Stunde“ oder „Kaufkraftbindung“, das ist es, worüber Christoph Twickel in Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle berichtet.

Am Beispiel Hamburgs zeigt er auf, wer heute um die Vorherrschaft in den Städten streitet: Agenturen für Stadtmarketing und kommunale Stadtentwicklung auf der einen Seite, kreative Bürger aus den verschiedensten Bereichen, Menschen, die „von unten“ für die Stadt für alle kämpfen, auf der anderen.

Die unterschiedliche Weltsicht dieser Gruppen wird besonders deutlich, wenn man Inés aus Santiago de Cuba auf ihren Gängen durch die Stadt begleitet. Wenn sie den bunten Mix und die Vielfalt der Möglichkeiten lobt, dann steht dem gegenüber ein „Funktionsverlust“ der sich in „einer anhaltend sinkenden Kaufkraftbindung“ manifestiert. Oder, wie Twickel feststellt: „Auf einer Straße kann noch so viel los sein, wenn die Passanten keine Umsatzbringer sind, liegt eine Störung vor.“

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Verraten und verkauft in Deutschland
von Josef-Otto Freudenreich

2011 ist eines der so genannten Superwahljahre. Wahlen in 7 Bundesländern – da denkt der Politiker wieder an „die Menschen draußen im Land“ und sagen Sätze wie „Ich kann jedermann nur raten, die Stimme der Wählerschaft mit Demut zur Kenntnis zu nehmen: Die Wählerinnen und Wähler sind der Souverän.“(Thomas Strobl, MdB und Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg in der Fernsehsendung „Markus Lanz“).

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Es ist ein Bericht des brasilianischen Arbeitsministeriums, in dem es heißt, dass es gegen Inditex, die Mutterfirma von Zara, Anschuldigungen wegen menschenunwürdiger Beschäftigung und Kinderarbeit gäbe. Festgestellt wurden diese Verstöße im Rahmen einer Inspektion von zwei Fabriken in Sao Paulo. Von den inspizierten Fabriken heißt es, sie verkaufen ihre Produkte an Zara. Der Vorwurf der Kinderarbeit stammt also nicht aus irgendeiner dubiosen Quelle, sondern kommt von höchst offizieller Stelle.

Dass der Vorwurf eine Berechtigung hat, lässt sich auch aus einem Bericht von Textilwirtschaft-Online, dem wichtigsten Branchenorgan der Textilwirtschaft, ableiten, in dem es heißt:

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Quelle: photocase ; Foto: gagarenne

Quelle: photocase ; Foto: gagarenne

Ist Deutschland bereits eine Bananenrepublik? Dient Politik nur mehr der wirtschaftlichen Absicherung der daran Beteiligten? Sind Ministerien Zweigstellen der Wirtschaftslobby? Wahrscheinlich nicht. Aber es scheint, die Deutschen tun zu wenig, um den Anfängen zu wehren. Wir denken: Es ist Zeit, das zu ändern!

Wir Deutschen sind nicht die größten Patrioten Europas. Im Auslandsurlaub will so mancher am liebsten nicht als Deutscher erkannt werden. Eingedenk mancher Ballermänner sogar verständlich. Abgesehen von großen Fußballfesten ist gezeigtes Nationalgefühl eher selten.

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Indem Sie Ihren Mobilfunkanbieter nach fairen und grünen Handys fragen, leisten Sie bei jeder Handy-Anschaffung einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur fairen Entlohnung der Menschen in Produktionsländern wie China, Indien oder Taiwan.

In Deutschland gibt es nach Auskunft des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) zurzeit etwa 105 Millionen Handys. Für das Jahr 2010 wird eine Neukaufanzahl von ca. 28 Millionen erwartet.

Gleichzeitig liegen noch ca. 60 Millionen (die Schätzungen schwanken zwischen 40 und 120 Millionen) Althandys ungenutzt in deutschen Wohnungen herum. Trotzdem ist das Verbraucherbewusstsein im Umgang mit alten Handys zunehmend besser geworden und Altgeräte werden sorgfältig einem Recyclingkreislauf zurückgeführt.

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Mit der Freigabe von Packungsgrößen hat das Europäische Parlament am 11.04.2009 ein neues Kapitel im Lebensmittelverkauf eröffnet. Bis zu diesem Datum waren für bestimmte Produkte sogenannte Nennfüllmengen vorgeschrieben. Diese Vorschrift hatte zur Folge, dass für bestimmte Produkte bestimmte Standards galten. Man kaufte ein bestimmtes Produkt eben immer zu 100, 200 oder 250 Gramm. Damit ist nun Schluss. Verbraucher müssen bei jedem Artikel damit rechnen, auf unterschiedliche Füllmengen zu treffen.

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Die Zukunft des globalen Kapitalismus
von Karl-Heinz Paqué

Das ist ein „antizyklisches“ Buch – während die Stimmen derer, die vom Ende des Wachstums reden immer lauter werden, wenn davon geredet wird, dass die Gier nach grenzenlosem Wachstum zu Ungerechtigkeit, Finanzkrisen und Umweltzerstörung führt, spricht Paqué davon, dass Wachstum als politisches Ziel unersetzlich ist. Aber er sagt auch, dass nicht Geld und Gier sondern Technik und Wissen die Treiber für das Wachstum von morgen sind. Und der Bundespräsident a.D., Roman Herzog, gibt ihm Recht in dieser Denkungsweise.

Paqué ist Ökonom und ehemaliger Direktor des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. Er stammt aus dem Saarland, ist in Magdeburg Professor für Volkswirtschaftslehre und war Finanzminister in Sachsen-Anhalt. Paqué ist Mitglied im Konvent für Deutschland und ein überzeugter Liberaler.

Für Paqué ist Wachstum nach wie vor die einzige Möglichkeit für eine positive Veränderung der Welt. Trotz (oder, wie er wohl sagen würde: Gerade wegen) der weltweiten Klimadiskussion ist Wachstum nach wie vor ein Motor des Fortschritts. Denn hier wird Kreativität und neues Denken gefördert und gefordert.

Man muss nicht alle Ansichten Paqués teilen, um dieses Buch wertvoll zu finden. Denn, ob es um die internationalen Finanzmärkte geht oder um die alternde Gesellschaft in Deutschland und deren zukünftige Möglichkeiten – Paquès Thesen und Gedanken sind immer auch die Aufforderung an den Leser „Sieh die Dinge nicht nur durch Deine Brille“.

Wachstum!: Die Zukunft des globalen Kapitalismus

Preis: EUR 19,90

93 neue und gebrauchte Angebote ab EUR 9,80

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Quelle: blogspot Foto: Thommy77

Quelle: blogspot Foto: Thommy77

NUR NOCH HEUTE !

“Beratung über Möglichkeiten, den Gebrauch von Plastiktüten zu reduzieren und Möglichkeiten, die Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit der in Richtlinie 94/62/EC genannten Verpackungen und Verpackungsmüll und die Kennzeichnung von biologisch abbaubaren Produkten für die Verbraucher.” Mit dieser wenig spektakulären Überschrift beschreibt die EU-Kommission eine Aktion, deren mögliche Folgen die Verpackungslobbyisten in ganz Europa in helle Aufregung versetzen dürfte.

Diskutiert wird nicht mehr und nicht weniger als ein Verbot von Plastiktüten.

Zum Buergerfragebogen der EU-Kommission (offen bis zum 09.08.2011)

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