1 Was wird sein im Jahre 2099?

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen! Dieses Zitat wird wahlweise Mark Twain, Karl Valentin oder auch Winston Churchill zugeschrieben. An dieser Diskussion wollen wir uns nicht beteiligen, statt dessen aber Ihnen eine Internetseite zum Studium empfehlen, die dem Thema Zukunftsprognose eine neue Dimension verleihen dürfte. Au der Seite www.futuretimeline.net tragen Menschen aus unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen das zusammen, von dem sie glauben, dass es die Zukunft sein wird. Eine Redaktion prüft diese Angaben (im Rahmen der bestehenden Möglicheiten) auf Plausibilität und ergänzt sie ggf. um berechenbare Fakten (z.B. Sonnenfinsternis). Das alles beginnt mit einer Rückschau auf die Jahre 2000-2010 und reicht, gegliedert nach Themengebieten bis über das Jahr 10000 nach Christus. Sehr interessant ist auch das Linkangebot der Seite. Nicht zu vergessen unser Dank an Jochen Reinecke von der FAZ.

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    Stefan Wehmeier

    „Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken – wenn sie ins Detail gehen – schon wenige Jahre später lächerlich. Dieses Buch hat ein realistischeres, zugleich aber auch anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu beschreiben, sondern die Grenzen abzustecken, innerhalb derer mögliche Zukunftsentwicklungen liegen müssen.“

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Kein „berufsmäßiger Wichtigtuer“ hat aus dem Standardwerk der Futuristik etwas gelernt; entsprechend gegenstandslos sind planwirtschaftliche Wunsch- oder Wahnvorstellungen über die Zukunft, die nicht auf wissenschaftlicher Extrapolation beruhen, sondern lediglich nach dem folgenden Prinzip auf ein ebenso naives Publikum einwirken sollen:

    „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“

    Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)

    Vor der Zukunft liegt eine Grenze, welche vorgegeben wird von der Zinsumverteilung, die im globalen Maßstab zuletzt durch den 2. Weltkrieg entladen wurde. Der 3. Weltkrieg wäre in den 1980er Jahren fällig gewesen und wurde nur durch die atomare Abschreckung bis in die Gegenwart verhindert. Auf der anderen Seite ist durch das Ausbleiben dieser überfälligen Sachkapitalzerstörung die „Zinsfeder“ heute bis zum Zerreißen gespannt, sodass genau drei mögliche Szenarien unmittelbar bevorstehen:

    Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
    Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)

    „Genau drei Möglichkeiten“ heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der „zur Sicherheit“ noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – mitgekoppelt zusammenbricht. Er gleicht einem Igel, der von einem LKW überrollt wird.

    Für die dritte Möglichkeit muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von „2001“ die Auferstehung dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:

    „…this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger.“

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

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