0 Scheinchen, Scheinchen du musst wandern

Münzen und Geldscheine der Euro-Zone können durch ständige finanzielle Transaktionen weite Wege in verhältnismäßig kurzer Zeit zurücklegen – oder umgekehrt. So gibt es zum Beispiel einen 5-Euro-Schein, der für die 22km lange Strecke von Krefeld nach Ratingen 475 Tage brauchte, aber auch einen 10-Euro-Schein, der von Freiburg im Breisgau nach Helsinki lediglich 364 Tage lang unterwegs war – immerhin über eine Distanz von 1739km Luftlinie. Diese im Grunde zwar sinnfreien, aber durchaus reizvollen Informationen lassen sich auf der Internetseite http://de.eurobilltracker.com abrufen. Hier hat sich eine (möglicherweise) leicht zwanghafte Online-Gemeinschaft von Menschen versammelt, die in regelmäßigen Abständen ihr Portemonnaie aus der Tasche ziehen und die Seriennummern der darin enthaltenen Geldscheine in eine Datenbank eintragen. Hierzu registriert man sich (kostenlos) beim Eurobilltracker und kann sodann für alle im Besitz befindlichen Banknoten angeben, welchen Wert der jeweilige Schein hat, wie der Druckerei-Code und seine Seriennummer lauten und in welcher Stadt der Schein sich gerade befindet.

Mit ein wenig Glück erwischt man ein „Double-Match“ und gibt die Nummer eines Scheins ein, der schon einmal woanders registriert wurde. Die Website verknüpft all die eingegebenen Informationen und gibt in der Rubrik „Statistiken“, Unterrubrik „Treffer“ aus, welche Scheine bereits mehrfach aufgefunden wurden und in welchen Städten dies geschah. Hübsche Spielerei.

{ 0 Kommentare... Schreibe einen Kommentar }

Sie können entweder das Formular ausfüllen oder sich mit Ihren Facebook-Konto anmelden, um Kommentare schreiben zu können.

 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Zum Absenden bitte folgende Aufgabe lösen: *