0 Schmankerl für Mathematiker
und/oder Brotsaufstrichmaximierer

Ein Möbiusband ist eine sogenannte nichtorientierbare Fläche, das heißt, es gibt per definitionem keine Vorder- und Rückseite. So etwas ist recht einfach mit einem Streifen Papier herzustellen, dessen Enden man zusammenklebt, nachdem man eines der Enden zuvor um 180 Grad gedreht hat. Schwieriger ist es hingegen, einen „Möbius-Bagel“ herzustellen: Dabei wird ein Hefeteigkringel so in zwei Hälften geschnitten, dass sich als bestreichbare Schnittfläche kein Kreisring ergibt (wie in herkömmlichen Bagel), sondern eben ein Möbiusband.

Das ist schwierig, aber nicht unmöglich. Der amerikanische Wissenschaftsjournalist Robert Krulwich zeigt auf www.radiolab.org, wie es geht. Der genaue, „tiefe“ URL ist für den Abdruck zu lang, wir haben ihn unter http://wny.cc/TgHcrx hinterlegt (bitte Groß- und Kleinschreibung beim Abtippen beachten). In einer Videoanimation wird der Vorgang zunächst schematisch erklärt. Etwas weiter unten auf der Seite wird dann vorgeführt, wie all dies quasi am lebenden Objekt aussieht. Das Zuschneiden des Möbius-Bagels ist eine recht krümelige Angelegenheit, die aber mit ein bisschen Geduld und Geschick sehenswerte Resultate hervorbringen kann. Schöner Nebeneffekt: Wer das Gebäck auf diese topologisch raffiniertere Weise zerteilt, kann sich über eine besonders große Schmierfläche freuen, wie auch unter www.georgehart.com/bagel/bagel.html zu sehen ist. Der dort fotografierte Bagel kann locker eine Drittelpackung Frischkäse aufnehmen.

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