0 Die Taschenspieler

Verraten und verkauft in Deutschland
von Josef-Otto Freudenreich

2011 ist eines der sogenannten Superwahljahre. Wahlen in 7 Bundesländern – da denkt der Politiker wieder an „die Menschen draußen im Land“ und sagen Sätze wie „Ich kann jedermann nur raten, die Stimme der Wählerschaft mit Demut zur Kenntnis zu nehmen: Die Wählerinnen und Wähler sind der Souverän.“(Thomas Strobl, MdB und Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg in der Fernsehsendung „Markus Lanz“).

Aber nicht nur für die Politiker, die solche Phrasen dreschen, ist das Buch Die Taschenspieler ein lesenswertes Brevier ihrer Untaten, eine Sammlung von Fällen, die so manchen Amtseid wie einen Meineid aussehen lässt (man denke nur an das ein oder andere Aufsichtsratsmandat von Politikern), so manche Corporate Social Responsability zur Makulatur macht. Auch für Manager und Journalisten, ja sogar für Richter, wird eindrucksvoller Lesestoff angeboten.

Von Stuttgart 21 über den Salzstock Asse, die Göttinger Pokerrunde,  Cross-Boarder-Leasing-Geschäfte in Berlin, es taucht fast jedes der „wählenden“ Bundesländer im Kreis der Taschenspieler auf. Und sogar eine ganz besondere Stilblüte des bundesdeutschen Rechts wird beleuchtet: Das Presserecht.

Man könnte Die Taschenspieler als eine Pflichtlektüre für Wähler bezeichnen, würde damit doch, in zeitlich günstigem Abstand zu den jeweiligen Terminen, dem Vorwurf „Wähler haben ein kurzes Gedächtnis“ entgegen gewirkt. Aber auch für den, der 2011 nicht wählen darf, sind Die Taschenspieler ein packender Aufruf zu täglicher Aufmerksamkeit.

Die Taschenspieler: Verraten und verkauft in Deutschland

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