0 Verheimlicht, vertuscht, vergessen

Dies ist eine Nicht-Empfehlung für das Buch
Was 2010 nicht in der Zeitung stand
von Gerhard Wisnewski

Es ist ein komisches Buch, das hier in BILD-ähnlicher Covergestaltung (hat das Layout etwa mit Wisnewskis Zeit als BILD-Reporter zu tun?) daherkommt. Es beschäftigt sich mit dem Jahr 2010, zeigt aber auf dem Titel fett den Zusatz* „2011 das andere Jahrbuch“. Aber Achtung: Was beim Erscheinen des Buchs eine leichte Irritation hervorrief, wurde vom Verlag zwischenzeitlich berichtigt. Das aktuelle Cover verwirrt nicht mehr!

Die dann folgenden Geschichten machen es auch noch zu einem schwierig zu lesenden Buch, hat doch nahezu jeder Beitrag die Anmutung einer Verschwörungstheorie ähnlich denen, die immer wieder zu Ereignissen wie der Mondlandung oder dem Kennedy-Mord aufleben.

In bester BILD-Manier werden Vermutungen mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten kombiniert und „neue Wahrheiten“ geschaffen. Es fällt schwer, das Buch ernst zu nehmen, auch wenn zum Beispiel die Frage „Bereitet die Bundesregierung einen Einmarsch im Iran vor?“, u.a. damit begründet wird, dass vom Bundessprachenamt ein Sprachführer für Persisch für die Bundeswehr vorbereitet wird und die dazu geführte Diskussion im Deutschen Bundestag tatsächlich stattgefunden hat.
Schlimmer erscheint da schon die Geschichte zum Tod der Berliner Richterin Kirsten Heisig.

Wenn die hier aneinandergereihten Interpretationen und Spekulationen auch nur einen Bruchteil Wahrheit enthalten, dann wäre es um Deutschland schlechter bestellt als dies für Amerika in den übelsten Zeiten der Bush-Administration der Fall war.

Auf der Umschlag-Rückseite wird die Frage gestellt: „Glauben Sie alles, was in der Zeitung steht?“ Und so wie man diese Frage tunlichst mit „NEIN“ beantworten sollte, sollte man es auch mit diesem Buch halten. Nicht alles glauben, was drin steht.

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