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Geld Macht Politik
Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schröder und Christian Wulff

Geahnt hat man es schon immer, dass da was läuft in Hannover. Von Männerfreundschaften war die Rede und von intimen Treffen bei Götz von Fromberg, Hannovers Staranwalt, bekannt als Friedensstifter zwischen Hells Angels und Bandidos aber auch als Herbergsvater für Gerhard Schröder nach dessen Trennung von Hillu. Jetzt weiß man’s endlich mal genau.
Mit dem am 13. November 2014 erschienenen Buch der beiden Investigativ-Journalisten Wigbert Loer und Oliver Schröm werden die verschlungenen und gern im Dunklen gelassenen Beziehungsgeflechte zwischen Politik und Wirtschaft an einem konkreten Beispiel für die breite Öffentlichkeit ausgeleuchtet.

Basierend auf „Tausenden Dokumenten, die Whistleblower zur Verfügung stellten“ zeigen die Verfasser auf wie man Abhängigkeiten schafft und diese dann hemmungslos ausnutzt. Mit der Person Carsten Maschmeyer hatten Löer und Schröm das perfekte Subjekt um die dunklen Seiten zweier politischen Ären auszuleuchten.

Schröder, Wulff und Maschmeyer – da hatte man vieles schon gelesen im Lauf der Jahre. Dass der Fussball und seine Arenen hervorragende Bühnen für den großen Tango Korrupti sind, weiß man dank der FIFA.

Jetzt also mal richtig geballt eine Darstellung dessen „wie es läuft“. Was Angst machen kann, wenn man dieses Buch liest, das ist der Gedanke, dass der Fall Maschmeyer von einer Person geprägt wird, die mit einer Mischung aus Geltungsdrang und Unbeliebtheit selbst viel dazu beigetragen hat, dass die Recherchen von Wigbert Löer und Oliver Schröm so ergiebig sein konnten. Was ist mit denen, deren Selbstdarstellungsdrang nicht so ausgeprägt ist, die aber aufgrund von Amt und Macht eigene Beziehungskonten eingerichtet haben?

Geld Macht Politik
Das Beziehungskonto von Carsten Maschmeyer, Gerhard Schröder und Christian Wulff
von Wigbert Löer und Oliver Schröm
Verlag Droemer-Knaur
ISBN 978-3-426-27662-4

 

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