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Unsere Zukunft nach dem Schulden-Kollaps
von Hanno Beck und Aloys Prinz

„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemässigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.“ Wer hat diese Äußerung getan? Jutta Urpilainen, die finnische Finanzministerin? Ein EU-Kommissar? Weder-noch, es war Marcus Tullius Cicero ca. 55 v. Chr.

Da sage noch einer, dass die Krise unserer Tage etwas nie Dagewesenes sei. Mit einer Zeitreise durch die Finanzkrisen und Staatspleiten vergangener Zeiten schärfen die Autoren den Blick des Lesers und vergrößern das Verständnis für die Entstehung und das Wachstum von Krisen und erinnern gleichzeitig daran, welch schwere Krisen schon erfolgreich gemeistert wurden.

Man könnte dem Buch auch den Titel geben „Aus bewältigten Krisen lernen“ ohne den Sinn zu verfälschen. Es bliebe bei dem was der Klappentext sagt:

„Bankenunterstützung, Konjunkturpakete, Rettung von Pleiteunternehmen und Wahlgeschenke: In den letzten Jahren haben wir das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Doch jetzt, nach dem Ausgabenrausch, kommt der Schuldenkater: Wir stehen am Abgrund eines gigantischen Schulden-Lochs, dessen wahre Ausmaße uns die Politik verschweigt.“

In einer Zeit, in der vielen Menschen den Ratingagenturen eine große Mitschuld an der Verschärfung der Krise zuschreiben, werden die Autoren sich mit folgender Aussage sicher nicht nur Freunde machen:

„Zudem muss man wissen, dass die Staaten ihre Probleme mit den Ratingagenturen in vielen Fällen selbst verschärfen, indem sie den Ratings der Agenturen in vielen Fällen eine hoheitliche, also gesetzliche Bedeutung zukommen lassen. So dürfen manche Investoren, die für ihre Kunden Geld anlegen, nur in Papiere investieren, die ein Rating einer anerkannten Ratingagentur haben. Noch schlimmer: Manche Marktakteure dürfen nur Papiere mit erstklassigen Ratings halten; werden diese Wertpapiere herabgestuft, müssen sie verkaufen.“

Nicht zuletzt wegen Aussagen wie dieser ist Abgebrannt ein unbequemes Buch. Unbequem besonders für alle sogenannten Experten in Politik und Finanzwirtschaft, denn es hilft den finanzwirtschaftlichen Laien ohne Finanzkauderwelsch und Fachkenntnisse mehr zu verstehen wie es zur Schuldenkatastrophe kommen konnte und mehr zu erkennen wo die Verantwortlichen zu suchen sind. Allerdings läßt es auch keinen Zweifel daran, wer ganz zum Schluss für die Schulden zu bezahlen hat: die Bürger.

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