Wirtschaft

wolke

Deutschland ist empört – empört über die Datenschnüffelei der NSA und die Assistenz die der BND dabei geleistet hat. Und während dazu die Empörung hohe Wellen schlägt, findet eine andere Art von Datenschnüfflei – abgesehen von gelegentlicher Unrihe – fast unbehelligt und tagtäglich statt. Das Ausspionieren von Privatpersonen. Sei es als Mitarbeiter oder als Kunde.

Auch wenn man keinen Facebook-Account hat, nicht Kunde von Amazon ist, ja nicht einmal über einen Internet-Anschluss verfügt, man zappelt im Netz der Datenfischer. (Weiterlesen…)

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Quelle: Le Monde
Quelle: Le Monde

Für die Vorarbeit danken wir dem Deutschlandfunk und verweisen auch auf dessen Internetseite Deutschlandfunk

Das sagt die internationale Presse am Tag nach der erneuten Wahl Josef S. Blatters zum FIFA-Präsidenten.

DER STANDARD; Österreich:

„Die FIFA, ein korrupter Sauhaufen. Mit dieser Feststellung sollte man vorsichtig sein. Sie ist vorverurteilend und verallgemeinernd. Es ist noch immer davon auszugehen, dass sich die meisten der mehr als 200 Funktionäre des Fußballweltverbandes strafrechtlich nichts zuschulden kommen ließen. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat, jedenfalls erwiesenermaßen, nur eine Schuld auf sich geladen. Er ist unfähig, den Laden ordentlich zu führen. Nebstbei ist bemerkenswert, mit welcher Nonchalance er sich nach zig Skandalen in seinem engsten Umfeld noch als Saubermann und die Welt für dumm verkauft.“

THE DENVER POST; USA:

„Nach seiner Wiederwahl gestern erklärte Blatter freudestrahlend, dass er als neuer und alter FIFA-Präsident den Karren aus dem Dreck ziehen werde. Aus dem Dreck ziehen? Glaubt man den US-Ermittlungsbehörden, ist die FIFA seit Jahren ein einziger Sumpf aus dunklen Machenschaften und Betrug. Nun gehört Blatter zwar nicht zu denjenigen, gegen die Anfang dieser Woche Anklage erhoben wurde. Aber die Forderungen nach Konsequenzen stießen bei ihm auf taube Ohren und er weigerte sich, Platz für eine neue Führungsspitze zu machen – trotz seines hohen Alters von 79 Jahren. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass dieser Mann irgendein Interesse an Reformen hat?“

EL TIEMPO; Kolumbien:

„Es gibt nichts Schlimmeres für eine Organisation als den Verlust von Glaubwürdigkeit und Respekt. „Aber genau das passiert gerade bei der FIFA. In der Presse wird Blatter mit einem sizilianischen Mafiachef verglichen und auch schon mal als ‚Don Blatterone‘ bezeichnet. Der angerichtete Schaden ist enorm.“

LIDOVE NOVINY; Tschechien

„Die kleinen Staaten und ihre Fußballverbände haben andere Prioritäten. Für sie ist Sepp Blatter der ideale Chef. Er vertritt ihre Interessen nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Dabei geht es im Fußball um viel Geld – und wer sich sattgefressen hat, überlässt das Kleingeld den Schwächeren.“

KOMSOMOLSKAJKA PRAWDA; Russland

„Doch bereits am Donnerstag war klar, dass sie (Anm.d.Red.: die Amerikaner) die Wiederwahl von Joseph Blatter nicht würden verhindern können. Blatter wird nun konsequent an der Entscheidung festhalten, die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stattfinden zu lassen. Das war das eigentliche Ziel der Amerikaner: Indem sie die FIFA in einen vermeintlichen Korruptionsskandal stürzten, wollten sie die WM in Russland verhindern.“

YENI SAFAK; Türkei

„Die FIFA betont zwar, dass sowohl Russland als auch Katar Ausrichter der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bleiben sollen. Aber falls die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe bewiesen werden und die Beschuldigten dies auch zugeben, könnten beide Länder die Weltmeisterschaften durchaus verlieren.“

Einen sehr interessanten Beitrag liefert auch die französische Zeitung LE MONDE unter der Überschrift „König Blatter

 

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BLATTER GEHT!

Der nachfolgende Beitrag ändert sich in einem Punkt gewaltig: Sepp Blatter räumt den Präsidententhron – der Druck ist zu groß geworden.

Jetzt haben die Sponsoren die einmalig Chance mit Verweis auf ihre Ethic-Codes glaubwürdige und wirksame Veränderungen bei der FIFA durchzusetzen.

Das war gestern:
Mag die Welt auch noch so empört sein über den korrupten Verein (!) der sich FIFA nennt, Blatter bleibt! Und solange es Delegierte gibt, die den Blatter Sepp mit Mutter Theresa und Nelson Mandela gleich setzen wird sich in diesem „gemein“nützigen Verein (!) nichts ändern.

Es sei denn:

Die Sponsoren erinnern sich an ihre Compliance- und Ethik-Versprechen, die sie allesamt auf ihren Homepages abgeben. Tun sie das, muss es Kündigungen auf die FIFA regnen! Warum?

Wir schauen nach und zeigen auf!

Hauptsponsoren/Partner der FIFA sind bzw. waren:
(P) = Diese Unternehmen werden von der FIFA als „Partner“ bezeichnet

WM 2014:
adidas (P); Coca-Cola (P); Sony; Hyundai (P); Emirates; VISA (P)

WM 2018:
adidas (P); Coca-Cola (P); Gazprom (P); Hyundai/KIA Motors (P); VISA (P); Budweiser; McDonalds;

WM 2022:
VISA(P); Coca-Cola(P); Mc Donalds; Samsung; Qatar Airways

Und folgendes findet man zu bestimmten Themen auf den Internetseiten der Hauptsponsoren/Partner der FIFA: (Weiterlesen…)

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„Vom Irrsinn, der als Normalität durchgeht“ so überschreibt Fred Grimm, Autor von „Shopping hilft die Welt verbessern„, seinen Beitrg in der aktuellen Ausgabe von Schrot & Korn. Ausgehend von der Frage, wie er das nennen soll, was er über Mode schreibt die umweltschonend und unter fairen Bedingungen hergestellt wird. Öko-Mode, Grüne Mode, Bio-Mode, Öko-faire, öksoziale Mode oder ethisch korrekt? Und schon kommt er zum Kern des Problems:

Warum ist es nötig geworden dass das eigentlich Selbstverständliche, das „Normale“, dass man nämlich mit giftfreien Materialien arbeitet, dass man Näherinnen und Verkäuferinnen fair bezahlt und nicht ausbeutet und, dass Kleidung am Ende ihres Gebrauchs nicht als Sondermüll entsorgt werden muss, mit besonderen Hinweisen kennzeichnet? (Weiterlesen…)

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TTIP2014-11-28_120611

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbraucherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

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https://www.campact.de/ttip-ebi/aktionstag2014/uebersicht/
https://www.campact.de/ttip-ebi/aktionstag2014/uebersicht/

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag.“
(Moses 1;1)

Ob Gott damals auch an Monsanto oder Nestlé gedacht hat? Oder ob Monsanto, Nestlé (und andere) heute an Moses 1, Kap. 1 denken? Ob Gottes „füllet die Erde und machet sie euch untertan“ wirklich meinte was Monsanto oder Nestlé praktizieren – wir werden es nie erfahren. Was wir dagegen tagtäglich erleben können, ist die Umsetzung dieser Worte durch die Manager von Monsanto, Nestlé und Konsorten. (Weiterlesen…)

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„Herr, setze dem Überfluss Grenzen und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lass die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.“

Diesen Weihnachts- und Neujahrsgruß sprach der Pfarrer der Markt- und Bürgerkirche St. Lamberti in Münster im Jahr 1883!  Hat er etwa die Fragen und Fürbitten unserer Tage vorhergesehen?

Wir wünschen allen Bürgerlobbyisten und allen Besuchern der Bürgerlobby-Seiten friedlich-fröhliche Weihnachtstage und einen guten Start für das neue Jahr!

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grenzverkehr / photocase.de
grenzverkehr / photocase.de

Einen Warnruf der besonderen Art lieferte DIE ZEIT im Mai 2014. Unter der Überschrift „Massentierhaltung fördert resistente Keime weltweit“ berichtete die Zeitung über die wachsende Zahl von Krankheitserregern, gegen die Antibiotika machtlos sind. Und nennt als einen Hauptgrund den Einsatz von Medikamenten in Fleischproduktionen und Legenbatterien.

Dr. Keiji Fukuda, stellvertretender Direktor der Abteilung Gesundheitssicherheit bei der Weltgesundheitsorganisation beschreibt die Lage im ersten globalen Bericht über Antibiotika-Resistenzen so:

„Ohne eine umgehende und koordinierte Vorgehensweise der wichtigsten Marktteilnehmer wird die Welt in eine „Post-Antibiotika-Ära“ eintreten, in der einfache Infektionen oder kleine Verletzungen die seit Jahrzehnten problemlos heilbar waren, wieder tödlich enden werden.“

Hauptursache für diese erschreckende Aussicht sind zwei Bereiche unseres Lebens: Der allzu sorglose Umgang von Ärzten und Patienten bei der Anwendung von Antibiotika und der beinahe hemmungslose Einsatz von Antibiotika in der Fleischproduktion (früher auch Tierzucht genannt). Besonders der letztgenannte Aspekt gewinnt durch das geplante transatlantische Handelsabkommen zusätzlich an Brisanz, denn, anders als in Europa, ist in den USA die Verwendung von Antibiotika zur Wachstumsförderung von Tieren nicht verboten. Und es werden in den USA Antibiotika in der Massentierhaltung verwendet, die in Deutschland und/oder Europa als Reserve-Antibiotika vorgehalten werden.

(Weiterlesen…)

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Quelle: aussi97 / photocase.de
Quelle: aussi97 / photocase.de

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre EC-Karte verloren – in der Eile im Fahrkartenautomat stecken gelassen oder beim Kaufmann auf dem Tisch – „Kein Problem“ denken Sie „EC-Karten kann man ja sperren lassen“. Und dann gehen Sie davon aus, dass das Problem behoben sei!? Falsch gedacht – es ist nur die Bargeldabhebung mit Pin gesperrt. Eine Zahlung im Lastschriftverfahren ist weiterhin möglich. Weil geübte Betrüger Unterschriften im Nu fälschen und umsatzorientierte Verkäufer Unterschriften nicht immer sorgfältig genug prüfen (geschweige denn einen Ausweis verlangen) besteht hier also weiterhin ein hohes Betrugsrisiko. Um diese Missbrauchsmöglichkeit auszuschließen bedarf es einer „Kuno-Sperrung“ – diese „Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen“ gibt es seit 2006 und bedeutet, dass die Polizei die Sperrung einer EC-Karte bei der zentralen Meldestelle des Handels vermerkt. Versucht dann jemand mit der Karte zu bezahlen, leuchtet ein entsprechender Hinweis auf. (Weiterlesen…)

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daniel.schoenen / photocase.de
daniel.schoenen / photocase.de

„Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden keinen zu einfachen sanitären Anlagen“

„Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder.“

Mit diesen beiden Aussagen machte Peter Wittig als deutscher Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York deutlich, welche Bedeutung der Zugang zu sauberem Wasser für die gesamte Menschheit hat. Dementsprechend sollte man auch davon ausgehen, dass eine UNO-Resolution, mit der der Anspruch auf freien Zugang zu sauberem Wasser zum Menschenrecht erklärt wird, von allen 192 UNO-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wird.

Aber: Nichts ist’s damit! (Weiterlesen…)

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