Wirtschaft

Quelle: pixelio; Foto: Nico Lubaczowski
Quelle: pixelio; Foto: Nico Lubaczowski

Es gab mal eine Zeit, da wurden Betriebe die Märkte und Einzelhandel mit Hühnern, Enten, Gänsen und anderem Geflügel belieferten als Geflügelzüchter bezeichnet. Diese Zeit ist lange vorbei. Heute wird Geflügel produziert und oberstes Ziel ist es, einer tiefstpreisorientierten Kundschaft möglichst viel Fleisch zum kleinst möglichen Preis anzubieten.
Einige Beispiele vom Montag, 23. Mai 2016:
2,5 kg Hähnchenschenkel bei real 5,99 Euro, bei LIDL 1000g Hähnchen-Grillplatte 2,99 Euro und schließlich bei Netto 600 Gramm Hähnchen-Brustfilets  3,19 Euro! Diese Preise haben ihren Preis – und den zahlen die Tiere.
In der vergangenen Woche lieferte das  Oberverwaltungsgericht Münster ein deutliches Beispiel dafür, dass auf der Jagd nach der billigsten Fleischproduktion der Profit über der Ethik steht. Das Urteil erlaubt das Töten (schreddern und ersticken) von Tieren, wenn dafür „ein vernünftiger Grund“ vorliegt. Der vernünftige Grund zum massenhaften Töten männlicher Eintagsküken ist die Tatsache, dass diese keine Eier legen und nur sehr, sehr langsam Fleisch ansetzen. (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: codswollop
Quelle: photocase;
Foto: codswollop

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Beschluss vom 18.Mai 2016 klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass politische Massnahmen zum Schutz und Erhalt der Gesundheit der Menschen höher zu bewerten sind als die Gewinnerwartungen eines Tabakkonzerns.

Anlass zu dieser Entscheidung gab die Verfassungsbeschwerde eines Tabakkonzerns (Erfahrung mit solchen Klagen hat speziell Philip Morris –PM gegen Uruguay– und –PM gegen Australien– ob es wohl auch bei uns PM war?) gegen das neue Tabakerzeugnisgesetz, das am 20.Mai 2016 in Kraft treten soll und das

„Vorschriften zur verpflichtenden Gestaltung von Verpackungen mit sogenannten „Schockfotos“, das Verbot des Inverkehrbringens von Zigaretten und Tabaken zum Selbstdrehen mit charakteristischen Aromen sowie das Verbot irreführender werblicher Informationen auf Verpackungen oder Tabakerzeugnissen, die sich auf Geschmack, Geruch, Aromastoffe und sonstige Zusatzstoffe oder deren Fehlen“

festschreibt.

Dazu sagt das Bundesverfassungsgericht auf seiner Homepage: (Weiterlesen…)

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Einen interessanten Beitrag zu einer möglichen Antwort auf diese Frage lieferte die ARD am 15. Februar unter dem Titel „Milliarden für Millionäre„. Dabei ging es um die über ein Jahrzehnt lang praktizierten „cum-ex-Geschäfte“ und die daran beteiligten Banken und vermögenden Privatpersonen. Es ist erstaunlich, um nicht zu sagen bestürzend, mit welcher Naivität und Gleichgültigkeit entsprechende Hinweise über Jahre behandelt wurden und in den Aktenordnern der Finanzministerien von Bund und Ländern verschwanden. (Weiterlesen…)

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wolke

Deutschland ist empört – empört über die Datenschnüffelei der NSA und die Assistenz die der BND dabei geleistet hat. Und während dazu die Empörung hohe Wellen schlägt, findet eine andere Art von Datenschnüfflei – abgesehen von gelegentlicher Unrihe – fast unbehelligt und tagtäglich statt. Das Ausspionieren von Privatpersonen. Sei es als Mitarbeiter oder als Kunde.

Auch wenn man keinen Facebook-Account hat, nicht Kunde von Amazon ist, ja nicht einmal über einen Internet-Anschluss verfügt, man zappelt im Netz der Datenfischer. (Weiterlesen…)

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Die New York Times berichtet über die bevorstehende Bekanntmachung der ersten Ergebnisse der Volkswagen-internen Ermittlung zum Abgasskandal durch den neuen Vorstand Matthias Müller unter der Überschrift „Sarkasmus und Zweifel begleiten VW’s Update im Betrugs-Skandal“.
Zitiert wird die linke Abgeordnete Caren Lay, mit den Worten „“I don’t have confidence it will be a tough investigation“ und damit deutliche Zweifel an der Gründlichkeit der Untersuchung zum Ausdruck bringt.
Weiterhin wird von Verstimmungen und Skeptizismus gegenüber den USA gesprochen, denn obwohl VW die Abgaswerte manipuliert hat, werden die USA immer noch als das Land der Spritschlucker gesehen.
Zitiert wird auch Nils Stieglitz, Professor an der Frankfurt School of Finance, der sagt: “There is this general notion that the U.S. is overstating the case in order to damage one of the major competitors of the U.S. carmakers” will sagen: Die Amerikaner blasen den Vorfall auf um einen der Hauptwettbewerber der US-Autobauer zu beschädigen.
Und dann wird auf ein in diesen Tagen gezeigtes, sarkastisches Video von ZDFneo hingewiesen, in dem es heißt: „Amerikanische Autos – nicht manipuliert! Zum Wohle der Umwelt“.

Sehen Sie selbst!

 

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Bislang waren es vor allem Hühnerkarkassen und Hühnerschenkel aus Europa, die afrikanischen Bauern den Verkauf des einheimischen Hühnerfleischs unmöglich machen. 592.000 Tonnen Hühnerfleisch aus Europa haben lt. Statista im Jahr 2014 die afrikanischen Märkte überflutet und viele Bauern in die Pleite getrieben.
Jetzt bedroht eine zweite Flut die afrikanischen Bauern: Die Milchflut.
Weil deutsche Milchbauern „immer mehr melken“ schreibt das Naturkostmagazin Schrot & Korn, soll nach den Gedanken von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eine Exportoffensive Erleichterung bringen. Und wieder droht afrikanischen Bauern der Verlust ihrer Märkte, denn in Ländern wie Burkina Faso oder Nigeria werden sich die dortigen Milchbauern sich nicht gegen billige Importe behaupten können.
Links zum Thema:
Milchkrise bedroht vor allem kleinere Höfe in Deutschland und Landwirte in Afrika
Das Milchpulver ist zu billig

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Diesen Beitrag haben wir von der INKOTA Homepage übernommen!

Die Bundesregierung und das Entwicklungsministerium (BMZ) unterstützen verstärkt Agrarkonzerne wie Bayer, BASF und Monsanto zum Beispiel im Rahmen der „German Food Partnership“ (GFP) und der „Neuen Allianz für Ernährungssicherung“ in Afrika. Entwickelt wurden diese Programme vor allem in enger Abstimmung mit Konzernen und privaten Stiftungen – Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren blieben hingegen weitgehend ausgeschlossen.

Was sich mit dem Etikett der Armutsbekämpfung schmückt, dient aber vor allem den Profitinteressen der Konzerne: Während Unternehmen sich zum Beispiel neue Pestizidmärkte erschließen oder Land- und Saatgutrechte sichern, wird der Zugang zu Land, Saatgut und Wasser von Kleinbauern und -bäuerinnen durch die „Neue Allianz“ gefährdet. Im schlimmsten Fall droht ihnen die Vertreibung von ihrem Land und damit der Verlust ihrer Existenzgrundlage. Aber auch die Umwelt ist betroffen, denn die industriellen Monokulturen der Konzerne schädigen die Böden und bedrohen die biologische Vielfalt.

Kleinbauern und Kleinbäuerinnen stärken

40 Prozent der Weltbevölkerung leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Kleinbäuerliche Erzeuger/innen produzieren trotz der häufig schlechteren Böden den größten Teil unserer Nahrung. Paradoxerweise aber sind die Hälfte der weltweit Hungernden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Vor allem weil sie seit Jahrzehnten von Regierungen weltweit vernachlässigt und diskriminiert werden. So ist der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe für die Landwirtschaft von 17 Prozent im Jahr 1980 auf sechs Prozent im Jahr 2010 gefallen.

Mit der richtigen Unterstützung können Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ausreichend Nahrung für sich und die wachsende Weltbevölkerung produzieren. Die Förderung einer kleinbäuerlichen, ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft zahlt sich dreifach aus: Sie verbessert die Ernährungssituation, reduziert Armut und mindert die Folgen des Klimawandels durch umweltverträglichen Anbau.

Mehr als 65.000 Unterschriften gegen Agrarkonzerne

Den gesamten Sommer und Herbst 2014 haben wir im Rahmen der Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“ gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und mit Ihrer Unterstützung fleißig Unterschriften für unseren Appell an die Bundesregierung gesammelt. Dass wir damit so erfolgreich sein würden, hatten wir am Anfang nicht gedacht: Mehr als 65.000 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die Förderung von Agrarkonzernen wie BASF und Bayer im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ausgesprochen. Wir sind begeistert und bedanken uns herzlich bei allen, die mitgemacht haben!

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Milch von solchen Kühen kann man nicht für 21 Cent produzieren
Milch von solchen Kühen kann man nicht für 21 Cent produzieren
Bild stammt von pixelio

Wir unterstützen den Protest der Bauern!

Auf dem Münchener Odeonsplatz demonstrieren heute 1. September 2015 erwartete zweitausend Milchbauern aus ganz Deutschland gegen den totalen Verfall der Milchpreise. Im brutalen Preiskampf der Discounter drohen die Bauern auf der Srecke zu bleiben.

Es ist auch an uns, an den Verbrauchern, dieses existenz-vernichtende Tun zu beenden. Wenn 1 Liter frische Vollmilch für 59 Cent verkauft wird (Aldi Süd heute, 07:57 Uhr) oder für 55 Cent (Aldi Nord, Lidl*  heute 07:59), dann zeigt das allerdings nur einen Teil des Milchpreis-Elends. Auch Firmen wie die durch massive Fernsehwerbung bekannte Firma „Müller Milch“ (unter anderem auch Hersteller der Marke „Weihenstephan“, das ist die mit dem besonderen Alpen-, Natur- und Bayern-Image) sind Urheber des massiven Preisveralls und drücken seit Jahren die Verdienstmöglichkeiten der Bauern.
*Anmerkung zu Lidl: Angeblich will man dort den Preiskampf nicht weiter fortsetzen. Fragt sich nur wie lange das durchgehalten wird. (Weiterlesen…)

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Quelle: Le Monde
Quelle: Le Monde

Für die Vorarbeit danken wir dem Deutschlandfunk und verweisen auch auf dessen Internetseite Deutschlandfunk

Das sagt die internationale Presse am Tag nach der erneuten Wahl Josef S. Blatters zum FIFA-Präsidenten.

DER STANDARD; Österreich:

„Die FIFA, ein korrupter Sauhaufen. Mit dieser Feststellung sollte man vorsichtig sein. Sie ist vorverurteilend und verallgemeinernd. Es ist noch immer davon auszugehen, dass sich die meisten der mehr als 200 Funktionäre des Fußballweltverbandes strafrechtlich nichts zuschulden kommen ließen. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat, jedenfalls erwiesenermaßen, nur eine Schuld auf sich geladen. Er ist unfähig, den Laden ordentlich zu führen. Nebstbei ist bemerkenswert, mit welcher Nonchalance er sich nach zig Skandalen in seinem engsten Umfeld noch als Saubermann und die Welt für dumm verkauft.“

THE DENVER POST; USA:

„Nach seiner Wiederwahl gestern erklärte Blatter freudestrahlend, dass er als neuer und alter FIFA-Präsident den Karren aus dem Dreck ziehen werde. Aus dem Dreck ziehen? Glaubt man den US-Ermittlungsbehörden, ist die FIFA seit Jahren ein einziger Sumpf aus dunklen Machenschaften und Betrug. Nun gehört Blatter zwar nicht zu denjenigen, gegen die Anfang dieser Woche Anklage erhoben wurde. Aber die Forderungen nach Konsequenzen stießen bei ihm auf taube Ohren und er weigerte sich, Platz für eine neue Führungsspitze zu machen – trotz seines hohen Alters von 79 Jahren. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass dieser Mann irgendein Interesse an Reformen hat?“

EL TIEMPO; Kolumbien:

„Es gibt nichts Schlimmeres für eine Organisation als den Verlust von Glaubwürdigkeit und Respekt. „Aber genau das passiert gerade bei der FIFA. In der Presse wird Blatter mit einem sizilianischen Mafiachef verglichen und auch schon mal als ‚Don Blatterone‘ bezeichnet. Der angerichtete Schaden ist enorm.“

LIDOVE NOVINY; Tschechien

„Die kleinen Staaten und ihre Fußballverbände haben andere Prioritäten. Für sie ist Sepp Blatter der ideale Chef. Er vertritt ihre Interessen nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Dabei geht es im Fußball um viel Geld – und wer sich sattgefressen hat, überlässt das Kleingeld den Schwächeren.“

KOMSOMOLSKAJKA PRAWDA; Russland

„Doch bereits am Donnerstag war klar, dass sie (Anm.d.Red.: die Amerikaner) die Wiederwahl von Joseph Blatter nicht würden verhindern können. Blatter wird nun konsequent an der Entscheidung festhalten, die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stattfinden zu lassen. Das war das eigentliche Ziel der Amerikaner: Indem sie die FIFA in einen vermeintlichen Korruptionsskandal stürzten, wollten sie die WM in Russland verhindern.“

YENI SAFAK; Türkei

„Die FIFA betont zwar, dass sowohl Russland als auch Katar Ausrichter der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bleiben sollen. Aber falls die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe bewiesen werden und die Beschuldigten dies auch zugeben, könnten beide Länder die Weltmeisterschaften durchaus verlieren.“

Einen sehr interessanten Beitrag liefert auch die französische Zeitung LE MONDE unter der Überschrift „König Blatter

 

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BLATTER GEHT!

Der nachfolgende Beitrag ändert sich in einem Punkt gewaltig: Sepp Blatter räumt den Präsidententhron – der Druck ist zu groß geworden.

Jetzt haben die Sponsoren die einmalig Chance mit Verweis auf ihre Ethic-Codes glaubwürdige und wirksame Veränderungen bei der FIFA durchzusetzen.

Das war gestern:
Mag die Welt auch noch so empört sein über den korrupten Verein (!) der sich FIFA nennt, Blatter bleibt! Und solange es Delegierte gibt, die den Blatter Sepp mit Mutter Theresa und Nelson Mandela gleich setzen wird sich in diesem „gemein“nützigen Verein (!) nichts ändern.

Es sei denn:

Die Sponsoren erinnern sich an ihre Compliance- und Ethik-Versprechen, die sie allesamt auf ihren Homepages abgeben. Tun sie das, muss es Kündigungen auf die FIFA regnen! Warum?

Wir schauen nach und zeigen auf!

Hauptsponsoren/Partner der FIFA sind bzw. waren:
(P) = Diese Unternehmen werden von der FIFA als „Partner“ bezeichnet

WM 2014:
adidas (P); Coca-Cola (P); Sony; Hyundai (P); Emirates; VISA (P)

WM 2018:
adidas (P); Coca-Cola (P); Gazprom (P); Hyundai/KIA Motors (P); VISA (P); Budweiser; McDonalds;

WM 2022:
VISA(P); Coca-Cola(P); Mc Donalds; Samsung; Qatar Airways

Und folgendes findet man zu bestimmten Themen auf den Internetseiten der Hauptsponsoren/Partner der FIFA: (Weiterlesen…)

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