Wirtschaft

TTIP2014-11-28_120611

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbraucherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

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“Vom Irrsinn, der als Normalität durchgeht” so überschreibt Fred Grimm, Autor von “Shopping hilft die Welt verbessern“, seinen Beitrg in der aktuellen Ausgabe von Schrot & Korn. Ausgehend von der Frage, wie er das nennen soll, was er über Mode schreibt, die umweltschonend und unter fairen Bedingungen hergestellt wird. Öko-Mode, Grüne Mode, Bio-Mode, Öko-faire, öksoziale Mode oder ethisch korrekt? Und schon kommt er zum Kern des Problems:

Warum ist es nötig geworden dass das eigentlich Selbstverständliche, das “Normale”, dass man nämlich mit giftfreien Materialien arbeitet, dass man Näherinnen und Verkäuferinnen fair bezahlt und nicht ausbeutet und, dass Kleidung am Ende ihres Gebrauchs nicht als Sondermüll entsorgt werden muss, mit besonderen Hinweisen kennzeichnet? (Weiterlesen…)

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https://www.campact.de/ttip-ebi/aktionstag2014/uebersicht/
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“Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag.”
(Moses 1;1)

Ob Gott damals auch an Monsanto oder Nestlé gedacht hat? Oder ob Monsanto, Nestlé (und andere) heute an Moses 1, Kap. 1 denken? Ob Gottes “füllet die Erde und machet sie euch untertan” wirklich meinte was Monsanto oder Nestlé praktizieren – wir werden es nie erfahren. Was wir dagegen tagtäglich erleben können, ist die Umsetzung dieser Worte durch die Manager von Monsanto, Nestlé und Konsorten. (Weiterlesen…)

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“Herr, setze dem Überfluss Grenzen und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lass die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.”

Diesen Weihnachts- und Neujahrsgruß sprach der Pfarrer der Markt- und Bürgerkirche St. Lamberti in Münster im Jahr 1883!  Hat er etwa die Fragen und Fürbitten unserer Tage vorhergesehen?

Wir wünschen allen Bürgerlobbyisten und allen Besuchern der Bürgerlobby-Seiten friedlich-fröhliche Weihnachtstage und einen guten Start für das neue Jahr!

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grenzverkehr / photocase.de
grenzverkehr / photocase.de

Einen Warnruf der besonderen Art lieferte DIE ZEIT im Mai 2014. Unter der Überschrift “Massentierhaltung fördert resistente Keime weltweit” berichtete die Zeitung über die wachsende Zahl von Krankheitserregern, gegen die Antibiotika machtlos sind. Und nennt als einen Hauptgrund den Einsatz von Medikamenten in Fleischproduktionen und Legenbatterien.

Dr. Keiji Fukuda, stellvertretender Direktor der Abteilung Gesundheitssicherheit bei der Weltgesundheitsorganisation beschreibt die Lage im ersten globalen Bericht über Antibiotika-Resistenzen so:

“Ohne eine umgehende und koordinierte Vorgehensweise der wichtigsten Marktteilnehmer wird die Welt in eine “Post-Antibiotika-Ära” eintreten, in der einfache Infektionen oder kleine Verletzungen die seit Jahrzehnten problemlos heilbar waren, wieder tödlich enden werden.”

Hauptursache für diese erschreckende Aussicht sind zwei Bereiche unseres Lebens: Der allzu sorglose Umgang von Ärzten und Patienten bei der Anwendung von Antibiotika und der beinahe hemmungslose Einsatz von Antibiotika in der Fleischproduktion (früher auch Tierzucht genannt). Besonders der letztgenannte Aspekt gewinnt durch das geplante transatlantische Handelsabkommen zusätzlich an Brisanz, denn, anders als in Europa, ist in den USA die Verwendung von Antibiotika zur Wachstumsförderung von Tieren nicht verboten. Und es werden in den USA Antibiotika in der Massentierhaltung verwendet, die in Deutschland und/oder Europa als Reserve-Antibiotika vorgehalten werden.

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Quelle: aussi97 / photocase.de
Quelle: aussi97 / photocase.de

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre EC-Karte verloren – in der Eile im Fahrkartenautomat stecken gelassen oder beim Kaufmann auf dem Tisch – “Kein Problem” denken Sie “EC-Karten kann man ja sperren lassen”. Und dann gehen Sie davon aus, dass das Problem behoben sei!? Falsch gedacht – es ist nur die Bargeldabhebung mit Pin gesperrt. Eine Zahlung im Lastschriftverfahren ist weiterhin möglich. Weil geübte Betrüger Unterschriften im Nu fälschen und umsatzorientierte Verkäufer Unterschriften nicht immer sorgfältig genug prüfen (geschweige denn einen Ausweis verlangen) besteht hier also weiterhin ein hohes Betrugsrisiko. Um diese Missbrauchsmöglichkeit auszuschließen bedarf es einer “Kuno-Sperrung” – diese “Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen” gibt es seit 2006 und bedeutet, dass die Polizei die Sperrung einer EC-Karte bei der zentralen Meldestelle des Handels vermerkt. Versucht dann jemand mit der Karte zu bezahlen, leuchtet ein entsprechender Hinweis auf. (Weiterlesen…)

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daniel.schoenen / photocase.de
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“Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden keinen zu einfachen sanitären Anlagen”

“Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder.”

Mit diesen beiden Aussagen machte Peter Wittig als deutscher Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York deutlich, welche Bedeutung der Zugang zu sauberem Wasser für die gesamte Menschheit hat. Dementsprechend sollte man auch davon ausgehen, dass eine UNO-Resolution, mit der der Anspruch auf freien Zugang zu sauberem Wasser zum Menschenrecht erklärt wird, von allen 192 UNO-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wird.

Aber: Nichts ist’s damit! (Weiterlesen…)

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bla-bla-in-sprechblase

“Es geht darum, Arbeitsplatzstandards für unsere Zulieferer zu schaffen und sie beim Einhalten fairer, sicherer und gesunder Bedingungen in ihren Fabriken zu unterstützen.”

So heißt es ziemlich zu des Abschnitts “Leistung, Leidenschaft, Integrität, Vielfalt” in der Nachhaltigkeitserklärung des Adidas Konzerns.

Wenn man das gelesen hat, dann erstaunt es doch sehr, dass adidas seinem südchinesischen Zulieferer Yue Yuen Zulieferungsaufträge entzogen hat, als dessen Mitarbeiter wegen – über Jahrzehnte! – nicht eingehaltener Zusagen (vertraglich vereinbarte Wohnungszuschüsse und Zahlungen an Sozialfonds) in den Streik gegangen waren.

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Professor französische Professor für Molekularbiologie, Gilles-Eric Séralini, hatte über zwei Jahre hinweg Laborratten mit dem gentechnisch veränderten (GVO) Mais NK603 der Firma Monsanto geüfftert. Die mit diesem Mais gefütterten Tiere starben deutlich früher an Krebs als gentechnikfrei ernährte Ratten. Das Ergebnis dieser Arbeit veröffentlichte er im September 2012 in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology (FCT).

Wie das Naturkostmagazin Schrot & Korn mitteilt, hat FCT die Veröffentlichung nach über einem Jahr nun zurückgezogen und dies u.a damit begründet, dass es zwar keine Hinweise auf Betrug oder eine absichtliche Missinterpretation der Daten gebe, die Daten seien jedoch nicht beweiskräftig und daher für eine Veröffentlichung ungeeignet.” (Dear Professor Séralini)

Und nun wird es spannend, denn es taucht der Name Monsanto auf! (Weiterlesen…)

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Wenn wir bei einer Buchbesprechung einen Titel aus der üblichen Rubrik heraus heben und in den redaktionellen Hauptteil der Bürgerlobby setzen, dann muss etwas besonderes passiert sein. So ist es denn auch geschehen, als das Buch von Georg von Wallnitz auf dem Redaktionstisch landete.

Der studierte Mathematiker und Philosoph, der selbst mehrere Jahre als Investmentbanker tätig war, hat sich einen besonderen Blick auf die Wirtschaft- und Finanzwelt unserer Tage bewahrt.
Und dass das so ist (und auch sein muss), das fordert er bereits auf den ersten Seiten seines Buchs, indem er im “Vorsatz” (was für eine schöne und doppeldeutige Wortwahl im Vergleich zum allgemein üblichen “Vorwort”) auf einen Ausspruch des französischen Journalisten und Staatsmannes Clemenceau eingeht, der gesagt hat, “Der Kriegs ist viel zu wichtig, um den Generälen überlassen zu werden”. Diesen Satz überträgt von Wallnitz auf die Ökonomie und sagt “Die Wirtschaft ist viel zu wichtig, um sie den Ökonomen zu überlassen.”

Die Richtigkeit dieser These beweist er dann auf den 198 Seiten von “Mr. Smith und das Paradies”. (Weiterlesen…)

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