Wirtschaft

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbruacherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

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Wenn wir bei einer Buchbesprechung einen Titel aus der üblichen Rubrik heraus heben und in den redaktionellen Hauptteil der Bürgerlobby setzen, dann muss etwas besonderes passiert sein. So ist es denn auch geschehen, als das Buch von Georg von Wallnitz auf dem Redaktionstisch landete.

Der studierte Mathematiker und Philosoph, der selbst mehrere Jahre als Investmentbanker tätig war, hat sich einen besonderen Blick auf die Wirtschaft- und Finanzwelt unserer Tage bewahrt.
Und dass das so ist (und auch sein muss), das fordert er bereits auf den ersten Seiten seines Buchs, indem er im “Vorsatz” (was für eine schöne und doppeldeutige Wortwahl im Vergleich zum allgemein üblichen “Vorwort”) auf einen Ausspruch des französischen Journalisten und Staatsmannes Clemenceau eingeht, der gesagt hat, “Der Kriegs ist viel zu wichtig, um den Generälen überlassen zu werden”. Diesen Satz überträgt von Wallnitz auf die Ökonomie und sagt “Die Wirtschaft ist viel zu wichtig, um sie den Ökonomen zu überlassen.”

Die Richtigkeit dieser These beweist er dann auf den 198 Seiten von “Mr. Smith und das Paradies”. (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: codswollop
Quelle: photocase;
Foto: codswollop

Während in Deutschland die Koalitionsverhandlungen auf Hochtouren laufen und die Aufmerksamkeit unserer Politiker binden, hat am Montag, 11.11.2013 (kein Karnevalsscherz!), die zweite Runde der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA begonnen. Während die Befürworter von grenzenlosem Wachstum und riesigen Potentialen träumen, befürchten die Gegner die ungezügelte Überflutung der europäischen Märkte mit Hormonfleisch und Chlorküken.
In diesem Trubel beinahe untergegangen ist eine Entwicklung, die sich, wenn sie denn so kommt wie das einige Unterhändler wollen, zu einer echten Gefahr für die Demokratien diesseits (und jenseits) des Atlantiks auswachsen könnte:

Die Investor-Staats-Klagen.

Nach bisherigem Kenntnisstand wollen sowohl die USA wie auch die EU-Kommission diese Form von Klagen im Freihandels- und Investitionsabkommen festschreiben. Damit wäre es dann möglich, dass ausländische Investoren einen Staat vor einem internationalen Schiedsgericht verklagen können, wenn sie meinen, dass ihnen durch eine politische Maßnahme – z.B. im Interesse des Umweltschutz – ein wirtschaftlicher Nachteil entstehen könnte. (Weiterlesen…)

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Christoph Thorman / photocase.com
Christoph Thorman / photocase.com

Wenn es um Landwirtschaft geht, dann ist der World Food Prize für die New York Times das Äquivalent zum Oskar. Und wenn es um Monsanto geht, dann geht es für viele Menschen auf der Welt ums nackte Überleben. Die Unternehmenspolitik im Agrarbereich von Monsanto zielt nämlich darauf, die Landwirte der Welt in eine vollständige Abhängigkeit zu Monsanto-Produkten zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen wird auch die Politik vor den Monsanto-Karren gespannt. So geschehen zuletzt mit dem Monsanto-Protection-Act und dessen Verlängerung durch Präsident Obama, was zu heftigen Reaktionen des Center of Food Safety führte. Wie das Center of Food Safety am 26.September veröffentlichte wurde der Act jedoch inzwischen aufgehoben.

Und ausgerechnet der an vorderster Front für die Geschäftspolitik von Monsanto verantwortliche Dr. Robert T. Fraley, Executive Vice President und Chief Technology Officer, gehört zu den drei Preisträgern des World Food Prize 2013.
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Wenn es Probleme gibt, dann wird TUIfly zum Serviceverweigerer, zu einem Unternehmen, das versucht die berechtigten Ersatzansprüche seiner Kunden durch Stillschweigen und “Nicht-Reagieren” auszusitzen und einer “Erledigung durch Ermüdung des Anspruchsstellers” zuzuführen.

So geschehen im Fall zweier Damen aus Kassel.

Mutter und Tochter hatten eine Pauschalreise nach Korfu gebucht und sollten am 18.09.2012 früh um 04:45 Uhr in Frankfurt am Main abfliegen. Aufgrund technischer Probleme verzögerte sich der Abflug bis 11:00 Uhr. Service und die Information während der Wartezeit waren miserabel. Eine Bestätigung der Verzögerung wurde verweigert.

So begann für die beiden Kasselanerinnen – und alle anderen Beteiligten – die Erfahrung was “toller Service” bei TUIfly bedeutet.
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redaktion
redaktion

Das ist das Motto einer Aktion, die Oxfam gemeinsam mit Inkota, attac, medico international und Kirche in der Welt der Arbeit (KAB) für den 15. Oktober 2013 in Frankfurt am Main plant. Adressiert ist die geplante Aktion an alle Unternehmen, die zur Steigerung ihrer Gewinne immer noch Spekulationsgeschäfte mit Grundnahrungsmitteln selbst betreiben oder sich daran beteiligen.
Attac gibt auf der Internetseite Bankenkritik/Hungerprofit einen Überblick über die Verstrickung oder Nicht-Verstrickung einzelner Bankuinstitute in und um die Spekulation mit Lebensmitteln.
Nach den Ermittlungen von Oxfam (Stand 2012) ist die Allianz größter deutscher Anleger im Agrarrohstoffbereich. Kein anderes deutsches Finanzinstitut spekuliert demnach vergleichbar stark mit Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelgrundstoffen.
Auf Platz zweit liegt nach der Oxfam Übersicht die Deutsche Bank und ihre Tochterunternehmen, gefolgt von Union Investment und Deka Investment. Eine bemerkenswerte Liste, haben doch alle genannten Unternehmen wohlklingende Corpoarte Governance Erklärungen abgegeben.
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…und zu wenig nachgedacht haben wir wohl mit unseren beiden , wie wir zunächst fanden, lustig-satirischen Kommentaren zu den “Wahlprogrammen in Leichter Sprache (WLS)”. Über Nacht – und dank aufmerksamer Leser – haben wir unseren Fehler bemerkt. Und nicht nur das. Auch dass es solche Programme 2013 nicht zum ersten Mal gibt haben wir übersehen. Also auch noch mangelhafte Recherche. Das darf uns nicht mehr passieren. Aber urteilen Sie selbst und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Wir möchten uns deshalb vorsorglich bei allen entschuldigen, die wir damit ungewollt diskriminiert und in ein falsches Licht gestellt haben.

In einer Gesellschaft, die sich der Inklusion verschrieben hat, muss es selbstverständlich sein, dass Sachverhalte von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung auch für Menschen mit Lernbehinderungen und geistigen Behinderungen verständlich dargestellt werden.

Aber auch wenn wir mit unseren Zeilen an die “Liebe CDU” und die “Liebe SPD” vielleicht übers Ziel hinausgeschossen sind, eine kritische Betrachtung der “Wahlprogramme in Leichter Sprache” können wir den Parteien (auch Grüne, Linke und Piraten haben ein WLS) auch an dieser Stelle nicht ersparen. (Weiterlesen…)

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Betroffene erzählen vom Pflegealltag in den Familien
von Elke Worg

Einer der Berufensten zu diesem Thema, Henning Scherf, der ehemalige Bürgermeister von Bremen, selbst Großvater und Betroffener lobt das Buch als ein nah an den alltäglichen Problemen orientiertes und doch empathisches Werk, das allen, die sich um ihre älter werdenden Eltern sorgen und kümmern, Wege zu einem guten Miteinander mehrerer Generationen aufzeigt.
Einen sehr persönlichen Eindruck von der praktischen Bedeutung des Buches gibt eine Leserin auf der Seite von amzon ab. Brigitte Bührlen schreibt dort:

“Elke Worg ist es gelungen Betroffene in einer sie und ihre Erlebnisse respektierenden Art und Weise zu Wort kommen zu lassen. Ich fühle mich beim Lesen des Buches als Angehörige wertgeschätzt und respektvoll wahrgenommen.Frau Worg hat Betroffene selbst zu Wort kommen lassen, die verbindenden Texte sind einfühlsam, nicht urteilend und schon gar nicht verurteilend!Die Bilder der 20 jährigen Begleitung meiner demenzkranken Mutter sind mir noch einmal vor Augen gestanden. Beim Lesen des Buches ist mir klar geworden, dass ich nicht versagt habe.Solch ein Buch hätte ich mir damals gewünscht, ein Buch, dass mir zeigt, wie Andere mit der Begleitung eines pflegebedürftigen Angehörigen zurecht kommen, wo sie Probleme haben, worüber sie lachen können, worüber sie traurig sind oder wo sie sich hilflos fühlen.Für pflegende Angehörige kann dieses Buch ein verständnisvoller Wegbegleiter sein, ein Wegbegleiter, der einfach gut tut.”

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Diese Aussage macht einer, der weiß wovon er spricht. Ladar Levison, Gründer von Lavabit, dem Dienst für verschlüsselte E-Mails, der sich vor wenigen Tagen genötigt sah seinen Dienst einzustellen. Als bekannt wurde, dass der Whistleblower Edward Snowdon einer der 410.000 User war, hieß es plötzlich Levison könnte “zum Komplizen von kriminellen Handlungen gegen das amerikanische Volk” werden, wenn er seinen Dienst weiter aufrecht erhielte.
Zweifel an den Möglichkeiten einer wirksamen Verschlüsselung äußert indes ein anderer Spezialist: Phil Zimmermann, der Autor der Verschlüsselungssoftware PGP (PrettyGoodPrivacy) glaubt nicht, dass man gegen Aktivitäten wie die der NSA allein mit Verschlüsselungssoftware etwas ausrichten kann. Da sei die Politik gefragt.

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Andreas Morlok / pixelio.de
Andreas Morlok / pixelio.de

Das Verbrauchermagazin GutePillenSchlechtePillen (GPSP) fordert freien Zugang zu Studienergebnissen der Pharmaindustrie, auch dann, wenn die Ergebnisse der Studie nachteilig für die Industrie sind. Nachteilig für die Industrie sind Studienergebnisse immer dann, wenn sich durch sie herausstellt, dass ein Arzneimittel für die Patienten gefährliche Nebenwirkungen hat. Nach dem Motto “profit first” werden solche Ergebnisse jedoch gerne unterdrückt. Während die Arzneimittelhersteller wenig Interesse an mehr Transparenz zeigen, brauchen die Verbraucher endlich Gesetze, die die “vergessenen” Daten ans Licht bringen.
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