Wie wir die richtigen Entscheidungen treffen
von Dylan Evans
aus dem Englischen von Harald Stadler
Mit Quotienten ist das so eine Sache. Ob IQ, EQ oder RQ, sie alle suggerieren eine Genauigkeit, die nicht einzulösen ist. Es erstaunt daher wenig, dass Dylan Evans große Mühe bekundet, seinen RQ zu definieren. Auf Seite 35 findet sich der erste Versuch in folgenden Worten: „ Ich definiere Risikointelligenz grundlegend als Fähigkeit, Wahrscheinlichkeiten genau einzuschätzen.“ Wer dann im Anmerkungsapparat nachschlägt, was die kleine Eins hinter dieser Definition bedeutet, schließt vielleicht zum erstem Mal Bekanntschaft mit den „Frequentisten“ und „Subjektivisten“ und erfährt am Schluss der langen Erläuterung, dass Wahrscheinlichkeitsschätzungen klar kalibriert sein müssen. Aber was das wiederum heißt, erfahren wir erst später. Für das anfängliche Durchbeißen wird man allerdings reich belohnt.
(Weiterlesen…)












