Gesellschaft

Quelle: photocase; Foto: gabs0110
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Auch wenn Maybrit Illner und ihre Redaktion für die Sendung vom 21. Mai 2015 mit den Generalsekretären von SPD und CDU Yasmin Fahimi und Peter Tauber, dem um seine Führungsrolle in der AfD kämpfenden Bernd Lucke und der ehemaligen Pegida-Pamphletistin Katrin Oertel eine mächtig dubiose Runde zur Diskussion des Themas “Wutbürger, Parteien, Populisten – wer spricht für das Volk?” zusammengestellt hatte, wurde die Sendung durch einen Beitrag aus dem ansonsten üblichen Talkshow-blabla herausgehoben. Und das war die Antwort von Albrecht von Lucke, Politikwissenschaftler, Jurist, Journalist und Sachbuchautor auf Illners Frage:

“Was treibt Menschen auf die Straße und läßt sie zu Pegida-Demonstranten werden? Was treibt Menschen in Deutschland in die AfD und läßt sie zu munteren – oder nicht mehr so richtig munteren – Wählern der Afd werden?” (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: Schneekind
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Frage an den Deutschen Presserat:

Flugzeugabsturz Germanwings

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Berichterstattung über diese Tragödie überschreitet immer wieder die Grenzen des Erträglichen.
Angefangen bei der Moderatorin des ARD-Morgenmagazins, die eine Trauerbegleiterin zum Verhalten von Hinterbliebenen befragt und sich nicht entblödet zu fragen „Schreien die“ bis zu den „Journalisten“ die einzelnen Schüler in Haltern Geld angeboten haben um Bilder aus dem Trauerraum in der Schule zu bekommen.

Es ist empörend und beschämend!

Was tun Sie in einer solchen Situation um Ihre Berufskollegen zur Ordnung zu rufen?

Mit freundlichen und vor allem erwartungsvollen Grüßen
Dieter Klemke

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luckyboo / photocase.de

Wir freuen uns über ein Projekt berichten zu können, dass vielen unserer Leser bei der Beantwortung der Frage “Was sind das eigentlich für welche, die da bei Pegida mitlaufen?” Sind das wirklich “Menschen wie Du und ich”?

Zu verdanken haben wir die überraschenden (?) Erkenntnisse der Redaktion von ZEIT ONLINE und den Herren Hannes Bajohr und Gregor Weichbrodt.
Diese Drei lüften mit ihrer Arbeit den Schleier, der bislang über dem “sonstigen Tun” von Pegidaisten lag. Sie lassen uns erkennen, was der Pegidaist mag, mit wem er – jetzt nicht mehr heimlich – sympathisiert, wo er hingeht, wenn er mal nicht in Dresden oder anderswo real spazieren geht, sondern im Internet umherwandelt. (Weiterlesen…)

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Quelle: getty images
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Richard von Weizsäcker ist tot.

Mit ihm starb ein Politiker, der wie kein Zweiter für Glaubwürdigkeit in der Politik stand. Das galt nicht nur für seinen Umgang mit der Nazi- und Kriegzeit sondern auch für die “Alltäglichkeit” der Politik.

Er war es, der 1992 die deutschen Parteien rügte, die vor der Wahl machtversessen und nach der Wahl machtvergessen seien. Ein Vorwurf der damals vor allem auf Helmut Kohl zielte und der auch heute manchem Bürger aus Herz (und Verstand) sprechen dürfte.

Über den Witz und die Diskussionsfreude des Richard von Weizsäcker sagt das hier anzuschauende youtube-Video der Talkshow “Leute” aus dem Jahr 1983 eine ganze Menge. Er selbst sagte -25 Jahre später dazu -“Es gibt kaum eine Veranstaltung dieser Art an die ich mich mit meinen Gefühlen so lebhaft erinnere und so dankbar dafür bin, dass ich sie eben erlebt habe, das ist dieses Gespräch gewesen.”

Das schreibt die ausländische Presse: (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
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Unter den “Spaziergängern” der letzten Wochen, in Dresden und anderswo, waren bestimmt auch solche, die der Meinung waren (und sind) “Die da oben machen doch sowieso was sie wollen” und “Ich kann doch sowieso nichts ändern”. All denen und den Vielen, die auch unzufrieden sind und glauben nichts tun zu können, denen sei ein Artikel in der Frankfurter Rundschau von heute (30. Januar 2015) empfohlen.

Unter dem Motto “Versuchen Sie mehr Einfluss zu nehmen. So, wie es viele ihrer Nachbarn längst tun, im Westen und Osten des Landes.” fordert der Autor Jochen Arntz die Leser auf aktiv zu werden, sich zu engagieren. Und er belegt an vielen praktischen Beispielen die Richtigkeit von Gandhis Satz “Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.”

Zum Artikel in voller Länge…
(Weiterlesen…)

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nici_piept / photocase.de
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In Zeiten von Pegida, Legida und anderen fragwürdigen Initiativen zum “Erhalt des Abendlands” setzte Bundespräsident Gauck mit seiner Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ein deutliches Zeichen.

Die Rede im Wortlaut:

“Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Vor bald 20 Jahren versammelte sich der Bundestag erstmals, um mit einem eigenen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Erinnerung dürfe nicht enden, forderte damals Bundespräsident Roman Herzog. Und er sagte: “Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.” (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: carlito
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“Anti-Islamization leader steps down amid uproar over Hitler selfie” (Anti-Islamisten Führer tritt im Aufruhr über sein Hitler-Selfie zurück) schreibt CNN am 21.01.2014 um 23:24; “German Anti-Immigrant Figure Quits Post after Posing as Hitler” (Deutsche Anti-Immigranten Gestalt tritt nach Hitler-Pose zurück) schreibt Melissa Eddy am 21.01.2015 in der New York Times.

Was im ersten Moment wie der internationale Durchbruch der selbsternannten “Wir-sind-das-Volk-Trittbrettfahrer” aussehen mag, das ist wohl eher der Beginn des Niedergangs einer Bewegung, die, in Verkennung der historischen Realität, behauptet “im Namen und zum Wohle des Volkes” zuhandeln.

Der Rücktritt des vorbestraften Mitbegründers und aktuellen Hitler-Imitators hat in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Kräfte bei Pegida mit an den Fäden ziehen. (Weiterlesen…)

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Die Freiheit

vor ein paar tagen ging ich in den zoo,
die sonne schien, mir war ums herz so froh.
vor einem käfig sah ich leute stehn,
da ging ich hin um mir das näher anzusehn.

“nicht füttern” stand auf einem großen schild
und “bitte auch nicht reizen, da sehr wild!”
erwachsene und kinder schauten dumm
und nur ein wärter schaute grimmig und sehr stumm. (Weiterlesen…)

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TTIP2014-11-28_120611

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbraucherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

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2015-01-12_050147

Die Leichen in Paris waren noch nicht kalt, als die Ersten in Deutschland versuchten, sie für ihre Zwecke zu vereinnahmen: Pegida, Alexander Gauland von der AfD, einschlägige Webseiten, am Ende sogar die NPD, die auf ihrer Facebookseite erklärte, nun ebenfalls Charlie zu sein. Diesen Leuten sind ein paar linksliberale Karikaturisten scheißegal, sie freuen sich nur wie Bolle, ihre Ressentiments bestätigt zu sehen.

Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

 

Der ganze Text in der taz

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