Gesellschaft

Quelle: photocase; Foto: gabs0110
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Danja Hayali, Journalistin und Fernsehmoderatorin wurde bei der Vereihung der Goldenen Kamera 2016 mit dem Preis für die beste Information ausgezeichnet. Information(en) für die sie während der Recherche, in den (a)sozialen Medien, aber auch im privaten Leben, abseits der Kameras, übelste Beschimpfungen ertragen musste.

Wir halten es für angebracht wichtige Ausschnitte aus der Dankesrede von Dunja Hayali, die zugleich ein Appell an die Vernunft, die Fairneß und  die Wahrheit war, im Wortlaut aufzuschreiben. Dabei gilt unser Dank dem ZDF, das auf seiner Homepage alle Vorbereitungen für ein einfaches „copy and paste“ geleistet hat.

„Ich bin wirklich scheißaufgeregt und zu Tränen gerührt. Ich freue mich tierisch über diesen Preis und werde ihn als Anerkennung für Geleistetes sehen, aber vor allem als Verpflichtung für Kommendes.“

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Wir wissen nicht ob Sie es schon wissen, wir wissen es erst seit wenigen Augenblicken, obwohl man schon seit dem 14. Januar 2015 wissen könnte. Um so wichtiger, denken wir, heute erneut (für uns erstmalig) auf die Studienergebnisse der TU Dresden hinzuweisen.

Ein Team um den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Vorländer hat durch Befragung von ca. 400 Demonstrationsteilnehmern deren soziodemographische Merkmale und Motivation zur Teilnahme  ermitteln können. Bei den Befragungen, die am 22.12.2014, am 5.1.2015 und am 12.1.2015, durchgeführt wurden, waren ursprünglich ca. 1.200 Personen angesprochen worden – 65 Prozent der Angesprochenen lehnten eine konkrete Befragung ab.

In der Pressenmitteilung der TU heißt es:

„Die Ergebnisse sind bemerkenswert und stehen zum Teil bisherigen öffentlichen Annahmen über Anliegen und sozialen Hintergrund von PEGIDA-Anhängern entgegen.“

Von uns vereinfacht gesagt: Nur dumm sind sie nicht – wem dumm nicht gefällt hier andere Begriffe!

Was also hat’s mit den Pegidisten auf sich? (Weiterlesen…)

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Unbenannt

Wir sind ein wenig spät, der erste Entrüstungssturm ist vorüber und auch die Frankfurter Polizei hat bereits Entwarnung gegeben. Trotzdem: Sie war klein und sie war gelb, die Kleinanzeige in der Frankfurter Rundschau vom vergangenen Samstag. Gesucht wurden Freiwillige für eine Bürgerwehr in Frankfurt am Main.  „Neue Bürgerwehr“, steht da fettgedruckt. „Mitstreiter in Frankfurt gesucht. Anforderungsprofil: Selbstbewusstes Auftreten, dt. Pass, wacher Kopf. Vergütung und Details am Telefon (ab Montagmittag). Vertraulichkeit garantiert.“

Die Frankfurter Rundschau hat das Angebot wohl in einem Selbstversuch getestet und schreibt in ihrer Montagsausgabe dazu:

„Guten Tag, Sie sind bei der Bürgerwehrmacht Frankfurt“, sagt am Montagvormittag der Anrufbeantworter und lädt ein, eine Nachricht zu hinterlassen oder später erneut anzurufen. „Auf unsere Sicherheit!“ Andernorts soll es ja schon zu solchen Auswüchsen gekommen sein, alles mit dem Ziel, das Abendland vor den einfallenden Horden zu schützen. Aber in Frankfurt? Eine Stunde später, nächster Versuch. Jetzt ist ein Mann live am Apparat. „Wir suchen fähige, fitte junge Bürger, die für Ordnung in Frankfurt sorgen möchten“, sagt er. „Aus Angst nach den Vorfällen von Köln. (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
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ZDF, 30.Januar 2016, 17:05 Uhr Länderspiegel, Moderatorin Yve Fehring:

„Herzlich willkommen beim Länderspiegel. Trauen Sie sich im Dunkeln noch auf die Straße? Vor ein paar Monaten hätten Sie über die Frage vermutlich noch gelacht. Doch heute ist das Grundgefühl der Deutschen ein  anderes. Eine diffuse Angst hat sich eingeschlichen. Seit den Vorfällen in Köln ist die Stimmung, vor allem in vielen Ausgehvierteln, eine andere. Unsicherheit, gar Argwohn gegenüber Fremden machen sich breit. In immer mehr Städten bilden sich sogenannte Bürgerwehren, oftmals mit fraglichen Motiven. Eine bedenkliche Entwicklung, so die Polizei. Unsere Länderspiegel-Reporter berichten….“

Was ist das für eine einleitende Moderation? Um unsere Überschrift zu erklären, teilen wir die Anmoderation in zwei Blöcke:

„Herzlich willkommen beim Länderspiegel. Trauen Sie sich im Dunkeln noch auf die Straße? Vor ein paar Monaten hätten Sie über die Frage vermutlich noch gelacht. Doch heute ist das Grundgefühl der Deutschen ein  anderes. Eine diffuse Angst hat sich eingeschlichen.“…

Wenn wir von unfreiwilliger AfD-Wahlwerbung sprechen, dann beziehen wir das auf diesen ersten Teil der Anmoderation.

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Ist nach dem Hamburger Volksentscheid jetzt das Armageddon für den deutschen (Spitzen-)Sport gekommen? So, wie es der Sport-Redakteur der FAZ, Anno Hecker, mit folgendem Satz vorhergesehen hat?

„Es ist grotesk, aber unbestreitbar: Ein paar Hunderttausend Bürger einer Stadt entscheiden auch über das Wohl und Wehe des Spitzensports in ganz Deutschland.“

Und von wegen „der Bürger“ ist wahlmüde:
Mit einer Wahlbeteiligung von 50,1 Prozent beweisen die Hamburger der Gegenteil und stellen jede einzelne der letzten Bundes- oder Landtagswahlen in den Schatten. Ob das wohl daran lag, dass die Bürger wußten, dass sie bei dieser Wahl mit ihrer Stimme wirklich etwas bewirken konnten? Bemerkenswert auch, dass trotz der hohen Emotionalität des Themas die Zahl der ungültigen Stimmen bei nur 0,2 Prozent lag im Vergleich zu 1,7 Prozent bei Bundestagswahlen.

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http://www.funnytreat.com
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Status:
Wie Weihnachten 2014 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch X-man sein! Da X-mas 2015 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab September höchste Zeit mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen –
Verzeihung: das diesjahrige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

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Deutschland verzichtet 2016 auf jede Teilnahme und die dadurch eingesparten Millionen werden der Flüchtlinghilfe zugesprochen!

Diese gute Idee stammt natürlich nicht -Sie werden es sich schon denken- vom NDR. Nein, sie stammt von Heiko Werning, der sie in seinem ausgzeichneten Kommentar „Bankrotterklärung“ zum großen „NDR-ESC-Xavier-Naidoo-Online-Event“ vorgestellt hat. Und sie wird ganz bestimmt nicht relisiert werden. Da sind die Granden des NDR und der ARD und deren Angst vor einem dann noch größeren Shitstorm davor.

Die kommunikativen (Fehl-)leistungen“ des NDR-Programmleiters „Fiktion und Unterhaltung“ sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch gegenüber dem umstrittenen Künstler (und vorausschauend auch schon gegenüber dem noch zu findenden Ersatz), hat Heiko Warning in seinem Kommentar umfassend beleuchtet.

Unser Beitrag befasst sich deshalb nur mit der Diskussion um Xavier Naidoo und dessen Eignung als Repräsentant Deutschlands beim Eurovivion Song Contest (ESC) aufzutreten. (Weiterlesen…)

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Längst vergangen aber nicht vergessen: Die Aktion der Bild-Zeitung mit der Überschrift „Wir helfen“ – eine Aktion, die besonders deshalb viel kritisiert wurde, weil die Bild-Zeitung zuvor über Monate, ja über Jahre massiv Stimmung gegen Asylanten gemacht und der Angst vor dem Unbekannten den Boden bereitet. Trotzdem haben auch führende Politiker wie Ursula von der Leyen und Sigmar Gabriel sich der Aktion der Bild Zeitung angeschlossen.

Über das Portal abgeordnetenwatch haben wir beide Politiker gefragt, warum sie diese Aktion unterstützt haben, obwohl doch bekannt war wie Bild Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht hat.

Heute haben wir – wieder über abgeordnetenwatch – eine Antwort des Teams von der Leyen erhalten. (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
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Einen Teil der Überschrift zu diesem Artikel haben wir der Frankfurter Rundschau vom 12. November 2012 entnommen. Unter der Überschrift „Braune Gedanken breiten sich aus“ berichtete die FR damals über eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung über rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Bei der Präsentation des Ergebnis sagte Elmar Brähler, einer der Mitautoren der Studie:

„Das macht uns wirklich Sorgen“, während hinter ihm ein Balkendiagramm auf die Leinwand geworfen wird. Der Trend ist deutlich: Rechtsextremes Gedankengut ist in Deutschland auf dem Vormarsch – vor allem in Ostdeutschland.

Und wie ein Vorgriff auf die Zukunft erscheint die folgende Aussage:

„Als Hauptursache sehen die Autoren die weiterhin vorhandene soziale und ökonomische Abkopplung weiter Teile Ostdeutschlands. Aus dem Gefühl des Abgehängt-Seins und der damit verbundenen Abstiegsangst, erwachse die Ablehnung gegenüber dem vermeintlich Fremden. Dies mache deutlich, dass es sich im Kern nicht um ein spezifisch ostdeutsches Phänomen handele. „Ich bin mir sicher, dass wir in strukturschwachen Regionen im Westen, ganz ähnliche Ergebnisse bekommen würden“, so Oliver Decker. Ein weiteres Problem sei, dass die politische Debatte über soziale und ökonomische Fragen zusehends „ethnisiert“ werde.“

Wie bedrückend real diese Einschätzung war, das zeigt nicht zuletzt das schreckliche Geschehen in Köln am vergangenen Samstag.

Ist Deutschland wirklich auf dem Weg nach rechts? Sind wir wirklich schon so weit, dass die Reisewarnung der kanadischen Behörden zu recht erfolgt? Sind die Rechtspopulisten tatsächlich so im Aufwind, weil es in „bürgerlichen Kreisen“ so etwas gibt wie „klammheimliche Freude“ über das Erstarken der neuen Rechten?
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Quelle photocase; Foto Dominik Schwarz
Quelle photocase; Foto Dominik Schwarz

„Von Lynchjustiz war die Rede, Aufruf zum Mord, möglicherweise Volksverhetzung. Das war alles zu finden in den Foren im Internet, nicht nur im Internet, aber dort schlägt es immer noch hohe Wellen. Die Pegida-Demonstration in Dresden mit einer selbst gebauten Galgen-Attrappe. Darauf war zu lesen: „Reserviert für Sigmar Gabriel und reserviert für Angela Merkel.“

Diese kurze Zusammenfassung war Teil der Anmoderation zu einem Interview zwischen Dirk Müller vom Deutschlandfunk und Professor Ralf Höcker, einem Kölner Medienrechtler mit schillernder Vita.

Für Höcker bedeutet der Galgen mit der namentlichen Zuweisung der daran aufzuknüpfenden Menschen nichts weiter als

„Da sind Demonstranten, die agieren im Schutzbereich der Versammlungsfreiheit, der Demonstrationsfreiheit, der Meinungsfreiheit. Die äußern etwas. Das ist geschmacklos, das ist gar keine Frage, aber nicht alles, was geschmacklos ist, ist deswegen auch gleich strafbar. Deswegen: Das Ganze wird eingestellt werden, da bin ich mir sehr sicher. Wenn die Staatsanwaltschaft tatsächlich Anklage erheben sollte, was ich nicht glaube, wird es zu einem Freispruch kommen. Das ist meine feste Überzeugung.“

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