Gesellschaft

In Zeiten von Pegida, Legida und anderen fragwürdigen Initiativen zum “Erhalt des Abendlands” setzte Bundespräsident Gauck mit seiner Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ein deutliches Zeichen.

Die Rede im Wortlaut:

“Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Vor bald 20 Jahren versammelte sich der Bundestag erstmals, um mit einem eigenen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Erinnerung dürfe nicht enden, forderte damals Bundespräsident Roman Herzog. Und er sagte: “Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.” (Weiterlesen…)

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JETZT2015-01-23_133906

Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen!
Diese Erkenntnis dürfte inzwischen viele Politiker und auch manchen Manager erreicht haben. Dass trotz dieser Erkenntnis, sowohl in der Politik, wie auch in der Wirtschaft, häufig nach dem Motto “aussitzen und weiter so, das läuft sich tot” verfahren wird, das ist sicher ein Grund für das Entstehen von Bewegungen wie Pegida.
Gefährlich sind solche Bewegungen nicht per se, denn für sie gilt das Gleiche wie das eben gesagte für Politik und Wirtschaft, “das läuft sich tot”.
Trotzdem leisten sie einen schädlichen Beitrag zur Entwicklung des sozialen Klimas in unserer Gesellschaft – indem sie nämlich frühzeitig (und nicht einmal klammheimlich) von rechten Demagogen vereinnahmt werden und so dazu beitragen dumpf reaktionäres Gedankengut zu verbreiten.

Und deshalb ist es gut, dass es Harro Honolkas “Jetzt reicht’s” gibt. 50 Anleitungen zum Bürgerprotest. Und nicht genug damit: Um den Unzulänglichkeiten eines Buches zu begegnen – ist es einmal gedruckt, kann es von der Aktualität überholt werden – gibt es die Internetseite www.anleitungen-buergerproteste.de (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: carlito
Quelle: photocase; Foto: carlito

“Anti-Islamization leader steps down amid uproar over Hitler selfie” (Anti-Islamisten Führer tritt im Aufruhr über sein Hitler-Selfie zurück) schreibt CNN am 21.01.2014 um 23:24; “German Anti-Immigrant Figure Quits Post after Posing as Hitler” (Deutsche Anti-Immigranten Gestalt tritt nach Hitler-Pose zurück) schreibt Melissa Eddy am 21.01.2015 in der New York Times.

Was im ersten Moment wie der internationale Durchbruch der selbsternannten “Wir-sind-das-Volk-Trittbrettfahrer” aussehen mag, das ist wohl eher der Beginn des Niedergangs einer Bewegung, die, in Verkennung der historischen Realität, behauptet “im Namen und zum Wohle des Volkes” zuhandeln.

Der Rücktritt des vorbestraften Mitbegründers und aktuellen Hitler-Imitators hat in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Kräfte bei Pegida mit an den Fäden ziehen. (Weiterlesen…)

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Die Freiheit

vor ein paar tagen ging ich in den zoo,
die sonne schien, mir war ums herz so froh.
vor einem käfig sah ich leute stehn,
da ging ich hin um mir das näher anzusehn.

“nicht füttern” stand auf einem großen schild
und “bitte auch nicht reizen, da sehr wild!”
erwachsene und kinder schauten dumm
und nur ein wärter schaute grimmig und sehr stumm. (Weiterlesen…)

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TTIP2014-11-28_120611

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbraucherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

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2015-01-12_050147

Die Leichen in Paris waren noch nicht kalt, als die Ersten in Deutschland versuchten, sie für ihre Zwecke zu vereinnahmen: Pegida, Alexander Gauland von der AfD, einschlägige Webseiten, am Ende sogar die NPD, die auf ihrer Facebookseite erklärte, nun ebenfalls Charlie zu sein. Diesen Leuten sind ein paar linksliberale Karikaturisten scheißegal, sie freuen sich nur wie Bolle, ihre Ressentiments bestätigt zu sehen.

Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

 

Der ganze Text in der taz

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Seit dem 13.11.2014 ist die Nation in Aufruhr – An diesem Tag hat der Spielbank-Betreiber Westspiel über die amerikanische Niederlassung des britischen Auktionshauses Christie’s zwei Bilder von Andy Warhol (“Triple Elvis” und “Four Marlons) zur Versteigerung gebracht. Die Bilder, die Westspiel in den 70-er Jahren für insgesamt 388.000 D-Mark gekauft haben soll (“Triple Elvis” wurde nach Angaben von Christie’s 1977 von der Züricher Galerie Ammann für rund 183.000 D-Mark erworben, die “Four Marlons” kosteten 1978 sogar 205.000 D-Mark), kamen jetzt für – zusammen – 151.500.000 Milionen US-Dollar (121 Millineno Euro) unter den Hammer. Doch statt großer Freude über einen sensationellen “Reibach” gibt es Empörung, Protest und Bestürzung in Politik und Kulturwelt. Während die mit Kunst und Kultur befassten von einem Dammbruch sprechen, in dessen Folge es zum Ausverkauf nationalen Kulturguts kommen werde, empört sich die Politik (soweit sie in der Opposition oder nicht in NRW ist) dass man “mit dem Verkauf von Kunst keine Haushaltslöcher stopft“(Kultursenatorin Hamburg). Bereits im Vorfeld der Auktion warnte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) vor einem “Tabubruch”.

Und nun ist’s passiert und NRW oder Westspiel (oder wer eigentlich genau bekommt eine Menge Dollars!?) Und wie viele Dollars sind es eigentlich wirklich? Auch da gibt es ja bereits heftige Diskussionen. Wir starten den Versuch einer Klärung. (Weiterlesen…)

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Fernsehbild ARD
Fernsehbild ARD

Darum geht’s: In einem Interview mit der ARD-Sendung Bericht aus Berlin hat sich Bundespräsident Gauck zu der möglichen/wahrscheinlichen rot-rot-grünen Regierungskoalition geäußert. Das sagte er (ab Minute 4:22):

“Naja, Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die müssen sich schon ganz schön anstrengen, um dies zu akzeptieren. Aber, wir sind in einer Demokratie, wir respektieren die Wahlentscheidung der Menschen und fragen uns gleichzeitig, ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können? Und es gibt Teile in dieser Partei, wo ich – wie viele andere auch – Probleme habe, dieses Vertrauen zu entwickeln. Wir erleben gerade in Thüringen einen heftigen Meinungsstreit “Ja was ist denn diese Partei nun wirklich?”

Der Verfasser dieses Beitrags ist 9 Jahre jünger als der Bundespräsident, ist kein ehemaliger DDR-Bürger und glaubt trotzdem einen historischen Vergleich zu haben, der es ihm erlaubt den Kritikern von Gaucks Aussage entgegenzutreten.

(Weiterlesen…)

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“Wohnen wird zum Luxusgut. In wirtschaftlich attraktiven Städten, wie etwa Frankfurt am Main, München und Hamburg ist Wohnraum knapp und teuer. In den Metropolen steigen die Mieten seit Jahren in teils schwindelerregende Höhen.
Wer dort heute eine Wohnung findet, zahlt oft bis zu 30 Prozent mehr Miete als sein Vorgänger. Bereits Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen haben Probleme, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Umwandlung ganzer Stadtteile in “Luxusquartiere” und die Verdrängung der bisherigen Einwohner ist anscheinend nicht aufzuhalten. Oder doch?”

Mit diesem Aufmacher wirbt die ARD für eine Reportage/Dokumentation zu einem Thema, das mehr und mehr deutscher Familien, Paare und Singles betrifft. Und sendet diesen Beitrag am heutigen Montag um 22:45 Uhr! Dabei werden in dem Beitrag alle “heißen” und “unbequemen” Fragen angesprochen.  (Weiterlesen…)

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Quelle: photocase; Foto: carlito
Quelle: photocase; Foto: carlito

Wir wissen, dass die, die es angeht diesen Beitrag nicht lesen werden. Sie werden nicht einmal wissen, dass es diesen Beitrag gibt. Wenn er trotzdem geschrieben wird, dann deshalb, weil der Verfasser zu der Generation gehört, deren Eltern in der Zeit erwachsen wurden und waren und denen wir oft genug vorgeworfen haben “nichts getan zu haben”. Nichts getan zu haben gegen den alltäglichen Rassenhass, gegen ein unmenschliches Terrorregime. Deshalb stehen wir im Wort, gerade wenn in diesen Tagen gedenken der Attentäter des 20. Juli 1944 gedacht wird.

Wenn also in diesen Tagen in deutschen Städten wieder antisemitische Hassparolen zu hören sind, dann ist das beschämend und unerträglich. Wenn eine in Frankfurt lebende, junge jüdische Frau davon spricht, dass sie Angst hat auf die Straße zu gehen, dann ist es höchste Zeit zum handeln.

Das gilt für uns alle, Bürger und Politiker. Es gilt dem Bündnis der Hass-Idioten aus Neo-Nazis, arabischen Extremisten und durchgeknallten “Linken” (Zitat Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau) eine “klare Kante” zu zeigen. Und es gilt Menschenrechte einzufordern – für Israelis und für Palästinenser. (Weiterlesen…)

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