Gesellschaft

Frage an den Deutschen Presserat:

Flugzeugabsturz Germanwings

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Berichterstattung über diese Tragödie überschreitet immer wieder die Grenzen des Erträglichen.
Angefangen bei der Moderatorin des ARD-Morgenmagazins, die eine Trauerbegleiterin zum Verhalten von Hinterbliebenen befragt und sich nicht entblödet zu fragen „Schreien die“ bis zu den „Journalisten“ die einzelnen Schüler in Haltern Geld angeboten haben um Bilder aus dem Trauerraum in der Schule zu bekommen.

Es ist empörend und beschämend!

Was tun Sie in einer solchen Situation um Ihre Berufskollegen zur Ordnung zu rufen?

Mit freundlichen und vor allem erwartungsvollen Grüßen
Dieter Klemke

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...
photocasepjc78l7855571781
luckyboo / photocase.de

Wir freuen uns über ein Projekt berichten zu können, dass vielen unserer Leser bei der Beantwortung der Frage “Was sind das eigentlich für welche, die da bei Pegida mitlaufen?” Sind das wirklich “Menschen wie Du und ich”?

Zu verdanken haben wir die überraschenden (?) Erkenntnisse der Redaktion von ZEIT ONLINE und den Herren Hannes Bajohr und Gregor Weichbrodt.
Diese Drei lüften mit ihrer Arbeit den Schleier, der bislang über dem “sonstigen Tun” von Pegidaisten lag. Sie lassen uns erkennen, was der Pegidaist mag, mit wem er – jetzt nicht mehr heimlich – sympathisiert, wo er hingeht, wenn er mal nicht in Dresden oder anderswo real spazieren geht, sondern im Internet umherwandelt. (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...
Quelle: getty images
Quelle: getty images

Richard von Weizsäcker ist tot.

Mit ihm starb ein Politiker, der wie kein Zweiter für Glaubwürdigkeit in der Politik stand. Das galt nicht nur für seinen Umgang mit der Nazi- und Kriegzeit sondern auch für die “Alltäglichkeit” der Politik.

Er war es, der 1992 die deutschen Parteien rügte, die vor der Wahl machtversessen und nach der Wahl machtvergessen seien. Ein Vorwurf der damals vor allem auf Helmut Kohl zielte und der auch heute manchem Bürger aus Herz (und Verstand) sprechen dürfte.

Über den Witz und die Diskussionsfreude des Richard von Weizsäcker sagt das hier anzuschauende youtube-Video der Talkshow “Leute” aus dem Jahr 1983 eine ganze Menge. Er selbst sagte -25 Jahre später dazu -“Es gibt kaum eine Veranstaltung dieser Art an die ich mich mit meinen Gefühlen so lebhaft erinnere und so dankbar dafür bin, dass ich sie eben erlebt habe, das ist dieses Gespräch gewesen.”

Das schreibt die ausländische Presse: (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...

Unter den “Spaziergängern” der letzten Wochen, in Dresden und anderswo, waren bestimmt auch solche, die der Meinung waren (und sind) “Die da oben machen doch sowieso was sie wollen” und “Ich kann doch sowieso nichts ändern”. All denen und den Vielen, die auch unzufrieden sind und glauben nichts tun zu können, denen sei ein Artikel in der Frankfurter Rundschau von heute (30. Januar 2015) empfohlen.

Unter dem Motto “Versuchen Sie mehr Einfluss zu nehmen. So, wie es viele ihrer Nachbarn längst tun, im Westen und Osten des Landes.” fordert der Autor Jochen Arntz die Leser auf aktiv zu werden, sich zu engagieren. Und er belegt an vielen praktischen Beispielen die Richtigkeit von Gandhis Satz “Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.”

Zum Artikel in voller Länge…
(Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...

In Zeiten von Pegida, Legida und anderen fragwürdigen Initiativen zum “Erhalt des Abendlands” setzte Bundespräsident Gauck mit seiner Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ein deutliches Zeichen.

Die Rede im Wortlaut:

“Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Vor bald 20 Jahren versammelte sich der Bundestag erstmals, um mit einem eigenen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Erinnerung dürfe nicht enden, forderte damals Bundespräsident Roman Herzog. Und er sagte: “Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.” (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...
Quelle: photocase; Foto: carlito
Quelle: photocase; Foto: carlito

“Anti-Islamization leader steps down amid uproar over Hitler selfie” (Anti-Islamisten Führer tritt im Aufruhr über sein Hitler-Selfie zurück) schreibt CNN am 21.01.2014 um 23:24; “German Anti-Immigrant Figure Quits Post after Posing as Hitler” (Deutsche Anti-Immigranten Gestalt tritt nach Hitler-Pose zurück) schreibt Melissa Eddy am 21.01.2015 in der New York Times.

Was im ersten Moment wie der internationale Durchbruch der selbsternannten “Wir-sind-das-Volk-Trittbrettfahrer” aussehen mag, das ist wohl eher der Beginn des Niedergangs einer Bewegung, die, in Verkennung der historischen Realität, behauptet “im Namen und zum Wohle des Volkes” zuhandeln.

Der Rücktritt des vorbestraften Mitbegründers und aktuellen Hitler-Imitators hat in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Kräfte bei Pegida mit an den Fäden ziehen. (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...

Die Freiheit

vor ein paar tagen ging ich in den zoo,
die sonne schien, mir war ums herz so froh.
vor einem käfig sah ich leute stehn,
da ging ich hin um mir das näher anzusehn.

“nicht füttern” stand auf einem großen schild
und “bitte auch nicht reizen, da sehr wild!”
erwachsene und kinder schauten dumm
und nur ein wärter schaute grimmig und sehr stumm. (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...
TTIP2014-11-28_120611

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbraucherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...
2015-01-12_050147

Die Leichen in Paris waren noch nicht kalt, als die Ersten in Deutschland versuchten, sie für ihre Zwecke zu vereinnahmen: Pegida, Alexander Gauland von der AfD, einschlägige Webseiten, am Ende sogar die NPD, die auf ihrer Facebookseite erklärte, nun ebenfalls Charlie zu sein. Diesen Leuten sind ein paar linksliberale Karikaturisten scheißegal, sie freuen sich nur wie Bolle, ihre Ressentiments bestätigt zu sehen.

Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

 

Der ganze Text in der taz

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...

Seit dem 13.11.2014 ist die Nation in Aufruhr – An diesem Tag hat der Spielbank-Betreiber Westspiel über die amerikanische Niederlassung des britischen Auktionshauses Christie’s zwei Bilder von Andy Warhol (“Triple Elvis” und “Four Marlons) zur Versteigerung gebracht. Die Bilder, die Westspiel in den 70-er Jahren für insgesamt 388.000 D-Mark gekauft haben soll (“Triple Elvis” wurde nach Angaben von Christie’s 1977 von der Züricher Galerie Ammann für rund 183.000 D-Mark erworben, die “Four Marlons” kosteten 1978 sogar 205.000 D-Mark), kamen jetzt für – zusammen – 151.500.000 Milionen US-Dollar (121 Millineno Euro) unter den Hammer. Doch statt großer Freude über einen sensationellen “Reibach” gibt es Empörung, Protest und Bestürzung in Politik und Kulturwelt. Während die mit Kunst und Kultur befassten von einem Dammbruch sprechen, in dessen Folge es zum Ausverkauf nationalen Kulturguts kommen werde, empört sich die Politik (soweit sie in der Opposition oder nicht in NRW ist) dass man “mit dem Verkauf von Kunst keine Haushaltslöcher stopft“(Kultursenatorin Hamburg). Bereits im Vorfeld der Auktion warnte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) vor einem “Tabubruch”.

Und nun ist’s passiert und NRW oder Westspiel (oder wer eigentlich genau bekommt eine Menge Dollars!?) Und wie viele Dollars sind es eigentlich wirklich? Auch da gibt es ja bereits heftige Diskussionen. Wir starten den Versuch einer Klärung. (Weiterlesen…)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...Loading...