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Lebensmittelampel: Wem sollen wir nun glauben?

Nach unseren Recherchen wird die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln in Großbritannien bereits in großem Stil und mit Erfolg vollzogen. Veröffentlichungen, wie z.B. die des britischen Herzforums (NHF [1]), bestätigen den Erfolg und die Akzeptanz dieser neuen Art der Kennzeichnung.

Im Gegensatz dazu vertritt die zuständige Ministerin in Deutschland, Frau Ilse Aigner, die Meinung, dass die Ampelkennzeichnung die Verbraucher verwirren würde und deshalb nicht hilfreich sein könne. Ihre Argumente entsprechen dabei auffallend deutlich den Argumenten der Lebensmittellobby und stellen außerdem die Erkenntnisse in Großbritannien rundweg in Frage.

Mit unserem Schreiben vom 27.10.2009 hatten wir die Ministerin um eine Erklärung zu den – wie wir finden- unrichtigen Aussagen des Ministeriums hinsichtlich der Situation in Großbritannien gebeten. In ihrer Antwort vom November 2009 [2] erklärt die Ministerin die positive Darstellung der britischen Ergebnisse damit, dass die FSA die Ampelkennzeichnung „selbst entwickelt“ hat und zweifelt deren wissenschaftliche Untermauerung weiterhin an.

Wir haben dieses Schreiben mit der Bitte um eine Stellungnahme an die FSA geschickt und nun eine Antwort [3] erhalten. Diese geht besonders auf den Vorwurf der „fehlenden wissenschaftlichen Basis“ ein und weist dazu besonders auf die Referenzen der COMA (Committee of Medical Aspects of Food Policy) und der EU-Regelung „nutrition and health claims made on foods“ [4] vom 20. Dezember 2006. hin Auch die Liste der Unterstützer [5] spricht gegen die von der Ministerin erhobenen Vorwürfe.

Wir werden Frau Aigner auch zu diesen Aussagen der FSA um eine Stellungnahme [6] bitten.