1 Stellen wir uns doch einmal vor …

… Peer Steinbrück hat ja jetzt, als Kanzlerkandidat der EsPeDe, nicht mehr die Zeit für gut dotierte Vorträge bei  -z.B. Finanzdienstleistern oder Bankvorständen. Nicht zu vergessen die „dämlichen“ Kritiker, die ihn im Fokus haben, weil sie meinen, solche Vorträge hätten ein G’schmäckle.

Also, diesem Peer Steinbrück fehlt ja dann ab sofort ein bisher so gut wie regelmäßiger Liquiditätszufluss. Abgeordnetenwatch hat ermittelt, dass Steinbrück seit 2009 nur 4 Reden im Parlament gehalten hat – klar, mehr konnte er aus zeitlichen und pekuniären Gründen nicht.

Aus der Wirtschaft wissen wir aber alle, dass man den Peer gerne schnacken hört.

Wäre es da nicht angemessen, dass man ihm seinen Parlamentsreden zukünftig nicht mit der lumpigen Alimentation der Parlamentarier abgilt, sondern mit einem Honorar, das – z. B. die Redneragentur Experts4Events aus Köln (deren Chef ist ja auch schon im Gespräch mit etlichen Abgeordneten) festlegt? Das wäre dann ja auch sofort ein Beitrag zur Transparenz, die es sonst nur in Diktaturen gibt.

Sollte sich diese Methode bewähren, dann könnte man die parlamentarischen Gepflogenheiten in puncto „Abgeordnetenreden“ vielleicht generell dahingehend verändern, dass Wirtschaftsunternehmen mit Interesse an direkter parlamentarischer Mitwirkung ein Honorar (buchhalterisch vielleicht „debate-fee“ genannt) an diese Agentur bezahlt und dort legt man dann fest, welcher Abgeordnete – wie lange und zu welchen Konditionen – zu dem betreffenden Thema reden wird. Werden bestimmte Redner (wie z.B. Peer Steinbrück) besonders häufig gebucht,  so wird für diese ein „multi-speech-Bonus“ eingerichtet. Dieser kann wahlweise in Tranchen oder als Jahresendbonus ausgezahlt werden.

Bereits ein kurzer Blick auf die möglichen Auswirkungen – dramatische Entlastung des Bundeshaushalts wegen Reduzierung der Diäten, Steigerung der Präsenz der Abgeordneten im Bundestag – um nur zwei Beispielen zu nennen, lassen eine Diskussion über diesen Gedanken doch als äußerst sinnvoll erscheinen.

Das mag zwar im ersten Moment dämlich klingen – aber siehe Peer Steinbrück und seine Transparenz-Offensive (wenn es sie denn durchzieht) – dämlich kann was in Bewegung bringen.

 

 

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  • 1
    Klaus Lehmann

    Das klappt doch ganz gut!

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