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Hamburger Chaos-Tage
Schuld der Polizei? Schuld der Politik?

Mit diesem und weiteren Artikeln wollen wir versuchen einen kleinen Beitrag zur Auf- und Nacharbeitung der Hamburger Chaos-Tage während des G20-Gipfels zu leisten. Die Tweets und Posts bei Twitter und Facebook, aber auch die reißerischen Schlagzeilen einiger Medien dürfen nicht ohne Gegenrede bleiben. Vor allem aber gilt es die Ereignisse ohne voreilige Schuldzuweisungen oder gedankenlos vervielfältigte Gerüchte sorgfältig und im Interesse aller Betroffenen, aller Bürger und, vor allem, im Interesse unserer gesellschaftlichen Freiheit und der Demokratie nachzuarbeiten. Fehler, Versäumnisse und falsche Einschätzungen müssen ermittelt werden ohne daraus parteipolitisches Kapital schlagen zu wollen oder gar Wahlkampf damit zu betreiben.

Weil derzeit die Hamburger Polizei, der Innensenator und der Oberbürgermeister massiv angegriffen werden, wollen wir zwei Stimmen der bayerischen Polizei zitieren:Am 10. Juli wird der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bayern, Peter Pytlik im Bayerischen Rundfunk [1] (BR) wie folgt zitiert:

„Eine Großstadt sei als Ganzes nicht zu schützen – und wörtlich: „Da könnnen Sie Polizeieinheiten haben, so viele Sie wollen“.“

Im Abendzeitung München [2] (AZ) wird Robert Kopp, Polizeichef Oberbayern Süd, auf die Frage „Sind solche Gewaltexplosionen auch in München denkbar?“ wie folgt zitiert:

„Klare Antwort: Ja. München oder Berlin hätte es theoretisch genauso treffen können. Jeder Einsatz birgt Unbekanntes und Risiken. Auch bei noch so guter Vorbereitung können Ereignisse eintreten, die nicht im Voraus planbar sind. In Hamburg waren Kriminelle unterwegs, die es nur darauf angelegt haben, schwere Straftaten zu begehen. Sie sind zum Teil extra aus diesem Grund angereist.“

Kopp ist nicht einfach irgendein Polizeipräsident. Er hat 8 Jahre lang alle Großeinsätze der Polizei in München geleitet (u.a. die anläßlich der Münchener Sicherheitskonferenzen) und war Vize-Einsatzleiter beim G7-Gipfel in Elmau.

Mit diesen Zitaten möchten wir alle politischen Vereinfacher, Besserwisser und Schlauredner zum Nachdenken auffordern und alle Bürger bitten:

Bevor Sie irgendwelche aberwitizgen Gerüchte oder Verleumdungen unreflektiert teilen – denken Sie nach, prüfen und recherchieren Sie!

Wird fortgesetzt. Es gibt noch interessante Gedanken zu den Städten München und Hamburg. Diese werden nicht jeden erfreuen, erscheinen uns aber aus aktuellem Anlass erwähnenswert.