0 Helge Schneiders Absage einer Lesung als mögliche Replik auf Lieberberg’s Kritik an der Festival-Unterbrechung

Manchester, Turin, London – Terror eurropaweit und (etwa) zur gleichen Zeit „Rock am Ring 2017“ auf dem Nürburgring begleitet von diesen Schlagzeilen:

Terrorbedrohung: „Rock am Ring“ unterbrochen, Festgelände evakuiert“ titelte der Stern; „Musikfestival abgebrochen – Terroralarm bei Rock am Ring“ hieß es bei bild.de. Das sind nur zwei von x Aufmachern zum diesjährigen Rockfestival „Rock am Ring“ , die man findet, wenn man googelt: „rock am ring unterbrochen„.
Und dann findet diese headlines:
Veranstalter Lieberberg empört: „Ist das wehrhafte Demokratie? Was wird als Nächstes abgesagt?“ in DIE WELT oder Marek Lieberberg – „„Rock am Ring“-Veranstalter sorgt mit Wutrede für Empörung“ – MAZ – Märkische Allgemeine

Wir sind der Meinung, dass die Sicherheitskräfte richtig reagiert haben, als sie am vergangenen Freitag das Festival wegen eines Terror-Verdachts unterbrochen haben. Gleichwohl können wir die Aufregung des Veranstalters Marek Lieberberg verstehen, für den unvermittelt (und bereits zum dritten Mal) ein extremes wirtschaftliches Risiko entstand. Trotzdem, oder gerade auch deshalb, stellen wir die folgende Fragen:

Kann es sein, dass Konzertveranstalter zukünftig in ihrer Planung die „Absage oder Unterbrechung wegen Terrordrohung“ als festen Kostenblock in ihre Planung einbeziehen müssen?

Werden die Versicherungsgesellschaften neue „Produkte“ für den Ausfall und die Unterbrechung wegen Terrordrohungen entwickeln müssen?

Wir glauben ja. So wird es sein und noch lange bleiben.

Und genau deshalb hat Helge Schneiders Absage einer Lesung in Hannover im Jahr 2015 für uns einen richtungsweisenden Charakter.

Die Rockfans auf dem Nürburgring haben gezeigt, dass es genauso gehen kann. Für Veranstalter wie Marek Lieberberg zeigt Helge Schneider mit seinem kurzen Video eine Alternative zu Wutreden auf.

Lernen wir alle davon.

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