0 Fluchtziel Europa – 2015 ist erst der Anfang!

Die Welt ist in Bewegung und im Aufruhr: Seit fünf Jahren Bürgerkrieg in Syrien; der amerikanische „Demokratieexport“ nach Afghanistan und in den Irak jämmerlich gescheitert. In diesen Ländern werden sich so lange Menschen aus vor Krieg und Terror „auf den Weg“ machen, bis dort wieder die Chance für ein Leben in Frieden besteht. Es sind aber nicht nur diese Länder in denen Gewalt und Terror Menschen zur Flucht zwingen. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, wo auf der Welt es innerstaatliche Konflikte gibt, die zu Massenfluchten führen könnten, dem sei die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) empfohlen.

Mit dem Dossier „Innerstaatliche Konflikte“ gibt die bpb einen umfassenden und detaillierten Überblick über die herrschenden Zustände in zerfallenden Staaten, die Privatisierung von Gewalt, über Kriegsökonomien und die Verbreitung von Waffen. Über den internationalen Terrorismus und die organisierte Kriminalität.

Allein dieses Dossier, in dem es ja „nur“ um Krieg und Gewalt als Fluchtgrund geht, dürfte jedem Leser verdeutlichen, dass die Flüchtlingswelle vielleicht temporär wegen klimatischer Gegebenheiten (Winter in Nordeuropa) einmal abebben mag, dass sie aber erst mit dem Ende von Gewalt und Terror beendet sein wird.

Es muss deshalb gelingen die Ankommenden menschenwürdig unterzubringen und best- und schnellstmöglich zu integrieren.Nur dann wird Platz geschaffen werden können für die, die zwangsläufig noch kommen werden.

Aber es sind nicht nur die Flüchtlinge vor Krieg und Teror auf die wie uns einstellen müssen.

Die Welthungerhilfe notiert für 2015 Hungersnöte in Nigeria, Mali, Kenia, Burundi, Mauretanien, Eritrea, Sudan, Äthiopien – Mosambique, Kongo und Malawi sind weitere Länder mit großen Versorgungsproblemen. Perspektivisch ist aufgrund des Klimawandels mit einer weiteren Verschlechterung der Lebensbedingungen in diesen Ländern zu rechnen. Der Übelebenskampf der Menschen dort wird härter werden, ihre Chancen geringer. Gleichzeitig ist die Welt digital vernetzt und auch in Nigeria, Mali, Kenia, Burundi kann man die Bilder von Ländern sehen, in denen es keinen Hunger gibt und in denen sauberes Wasser aus funktionierenden Leitungen kommt.

Wir sollten also nicht überlegen wie wir unsere Grenzen dicht machen können, sondern wie wir schnellstmöglich die nötigen Wohnungen für all diejenigen schaffen, die schon den Weg zu uns gefunden haben und wie wir uns bestmöhlich vorbereiten auf die, die noch kommen werden.

Und bei den Bemühungen um die Befriedung und Entwicklung in den Herkunftsländern sollten wir (und ganz Europa) nicht nur auf die Entstehung stabiler und demokratischer Zustände hinarbeiten sondern auch damit aufhören die kleinen wirtschaftlichen Entwicklungen in diesen Ländern mit unseren Exporten zu ersticken. Das gilt nicht nur für internationale Konzerne wie Monsanto und Nestlé sondern auch für deutsche „Geflügelproduzenten“, die mit Hühnerkarkassen und anderen Schlachtabfälle afrikanische Länder überschwemmen und den Hühnerzüchtern dort die Geschäftsgrundlage nehmen. Nur weil deutsche Verbraucher nurmehr Schenkel und Brüste vom Hähnchen wollen.

 

 

 

{ 0 Kommentare... Schreibe einen Kommentar }

Sie können entweder das Formular ausfüllen oder sich mit Ihren Facebook-Konto anmelden, um Kommentare schreiben zu können.

 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Zum Absenden bitte folgende Aufgabe lösen: *