0 „Animal Farm“ Eine Parabel über die Macht

Am 17. August vor 70 Jahren, erschien „Animal Farm“, George Orwells zeitlose Parabel über die Macht. Geschrieben hat er das Buch, eine Abrechnung mit der kommunistischen Revolution von 1917, in der Zeit vom November 1943 bis zum Februar 1944. Weil sich die Verlage zunächst weigerten das Buch zu veröffentlichen – Stalin war schließlich noch Verbündeter Englands und der USA – erschien es jedoch erst im Jahr 1945 und wurde in Russland sofort verboten.

Mit Die Farm der Tiere zeigt Orwell, mit richtigem Namen Eric Arthur Blair, dass er nicht an den dauerhaften Erfolg sozialer Modelle glaubte und dass eine Revolutuion zwar die Macht verschiebt, gesellschaftliche Grundstrukturen nicht antastet: Wenige Mächtige beuten viele Rechtlose aus!

Wie dieser Mechanismus funktioniert, zeigt Orwell am Aufstand der Tiere auf der Farm des Säufers Mr. Jones. Er tyrannisiert seine Tiere und hält sie wie Sklaven. Bis der „Alte Major“, ein im ganzen Land berühmter Zuchteber, von einen „sonderbaren Traum“ erzählt: vom Traum der Freiheit.

Ein Traum, den auch heute, im Jahr 2015,  Millionen von Menschen träumen. Und genauso ist es mit der Frage, die der „Alte Major“ stellt und mit der Antwort, die er gibt:

„Verdienen wir ein solches Schicksal? Ist dieser Hof zu arm, um uns alle zu ernähren? Nein, meine Freunde, im Gegenteil, dieser Hof ist reich, aber nie wird uns Bauer Jones unseren rechtmäßigen Anteil geben!“

Diese Frage stellen heute Millionen von Menschen – und hunderttausende geben die Antwort mit den Füßen, indem sie sich auf den Weg machen sich den rechtmäßigen Anteil zu holen.

In einem Essay zum 70. Geburtstag der Animal Farm sagt Mirko Smiljanic im Deutschlandfunk:

„Und heute? Lassen sich Bezüge zu aktuellen Entwicklungen herstellen? Ja, nämlich dort, wo eine Revolution nicht zur erhofften Verbesserung der Lebensumstände führt, sondern zu neuen ungerechten Machtstrukturen.

„Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von Schwein zu Mensch; doch es war bereits unmöglich zu sagen, wer was war.“

 

 

{ 0 Kommentare... Schreibe einen Kommentar }

Sie können entweder das Formular ausfüllen oder sich mit Ihren Facebook-Konto anmelden, um Kommentare schreiben zu können.

 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Zum Absenden bitte folgende Aufgabe lösen: *