0 50 Jahre Adolf-Grimme-Preis
Gedanken zur Unabhängigkeit der Medien

Am 16. Januar vor 50 Jahren wurde er zum ersten Mal verliehen und gilt heute als der begehrteste Preis in der deutschen Medienbranche, der undotierte Adolf-Grimme-Preis für unbequemen Journalismus. Mit diesem Preis sollen nicht hohe Einschaltquoten belohnt werden, sondern Qualität und Anspruch.

Benannt nach Adolf Grimme, dem ersten Direktor des NWDR (Nordwestdeutscher Rundfunk für die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen von 1948 bis 1955), wurde der Preis auf Initiative des Marler Pädagogen Bert Donnep im Jahr 1964 vom Volkshochschulverband gestiftet. Beide, Adolf Grimme und Bert Donnep stimmten darin überein, dass das Fernsehen ein idealesHilfsmittel sei, das Demokratiebewußtsein der Deutschen zu fördern.

Heute beginnt die Melde- und Bewerbungsfrist für den Grimme-Preis 2014!

Ganz besonders diese Haltung bestätigt und in der Meinung, dass der Preis auch heute noch seine Berechtigung hat, ja sogar notwendig ist, um die Wachsamkeit von Bürgern und Journalisten zu erhalten und bei Fehlentwicklungen ein rechtzeitiges Eingreifen zu ermöglichen. Wie wichtig diese Wachsamkeit zum Erhalt der Unabhängigkeit der Medien auch heute ist, das hat erst jüngst der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bewiesen, der mit seiner SMS an den Intendanten des ZDF einen Maulkorb für die „vorlaute“ Journalistin Marietta Slomka erwirken wollte.

„Die politische Tugend des Rundfunks ist seine Überparteilichkeit. Und seine von niemand abzudingende Leitnorm ist die Parität.“

lautet der von Adolf Grimme definierte Sinn und Zweck der Medien. Schwerpunkt und Hauptaufgabe medialer Arbeit sahen sowohl Donnep wie auch Grimme wie folgt:

„Wir hatten von Anfang an drei Schwerpunkte unserer Arbeit. Das war erstens, Möglichkeiten zu geben für die Bewältigung der Informationsfülle unserer Tage. Das war zweitens: Möglichkeiten zu erschließen zum systematischen Lernen für Erwachsene, und drittens: Stätten einzurichten für die Selbsttätigkeit und Selbstbestätigung unserer Mitbürger.“

Beispiele für den Journalismus, den Donnep und Grimme meinten, liefern die Listen der Preisträger aus den letzten Jahren, veröffentlicht vom Grimme-Institut, Marl.
Marl ist auch seit Anbeginn der Ort der jährlichen Preisverleihung.

Die Verleihung des Grimme-Preises ist für uns auch noch einmal Anlass auf unsere Petition „Politker raus aus den Verwaltungsräten bei ARD und ZDF“ hinzuweisen. Sie läuft noch 29 Tage und hat bis jetzt erschreckend wenig Unterschriften generieren können.

Mitmachen – einmischen – verändern! Unterschreiben Sie jetzt diese Petition!

 

 

{ 0 Kommentare... Schreibe einen Kommentar }

Sie können entweder das Formular ausfüllen oder sich mit Ihren Facebook-Konto anmelden, um Kommentare schreiben zu können.

 

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Zum Absenden bitte folgende Aufgabe lösen: *