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Rechtsradikale im Öko-Landbau

Wie Schrot & Korn in seiner Ausgabe vom August 2012 [1] berichtet, will der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) „alles in seiner Macht stehende tun, um rechtsradikale Unternehmer konsequent aus seinen Reihen auszuschließen.“ Dazu hat der BÖLW eigens eine Resolution [2] verfasst, in der er ausdrücklich erklärt:

„Der Ökologische Landbau fördert die Vielfalt in der Natur und steht auf dem Boden der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Sinne setzen sich der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft und seine Verbände ein für Meinungsfreiheit und -vielfalt, Freundschaft zwischen Kulturen und den Austausch zwischen gesellschaftlichen Strömungen sowie die Achtung der Menschenwürde.“

Und weiter:

„Der BÖLW und seine Mitglieder wenden sich in aller Entschiedenheit gegen jeden menschenverachtenden und die Menschenwürde missachtenden Radikalismus. Insbesondere verurteilen wir jeden Versuch, das Prinzip des Öko-Landbaus eines standortgebundenen Betriebsorganismus für rechtsradikale Ideologien zu missbrauchen.“

Dass eine solche Erklärung für notwendig erachtet wird, bestätigt die Richtigkeit der sich mehrenden Hinweise auf die gezielten Versuche der Unterwanderung von Vereinen und Verbänden durch rechtsextreme Kräfte.

Gefährdet durch braune Unterwanderungsversuche sind besonders Sportvereine [3], Schützenvereine [4] (hier muss besonders die Gefahr gesehen werden, dass die Mitgliedschaft in diesen Vereinen Zugang zu Waffenbesitzkarten verschaffen kann) und schließlich Kampfsportvereine [5].

Mit ihrer neuen Strategie – weg von radikalen Sprüchen, hin zu einer jugend- und szenetypischen Sprache – versuchen die Rechten sich unverfänglich Zugang, besonders zu jungen Leuten, in den Vereinen zu verschaffen. Dazu berichtet das Internetportal NETZ-GEGEN-NAZIS.de [6]:

„Doch die NPD-Strategen haben sich seit einiger Zeit davon verabschiedet, unter Fans in Bundesligavereinen ernsthaft zu rekrutieren. In einem Bericht des WDR Magazins “sport inside” sagte wiederum NPD-Pressesprecher Klaus Beier: „Was sollen wir auf Schalke? Bei deren Fanarbeit bekommen wir ohnehin kein Bein auf den Boden.“ Im Visier der NPD und neonazistischer Kameradschaften sind stattdessen Amateurvereine sowie die Fanblöcke bei Regional- und Oberligaspielen. Und dort, wo die rechtsextreme Szene besonders gut organisiert ist, werden schon seit Jahren eigene “nationale Fußballturniere“ ausgetragen.“

Mit der Broschüre „Zwis [7]chen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken“ liefert die Amadeu-Antonio-Stiftung [8] eine wichtige Information über die neuen Strategien der rechten Szene.