Auf unsere Anfrage vom 26.03.2015 haben wir schon heute eine Antwort des Presserats erhalten. Vielen Dank dafür!

Guten Tag, Herr Klemke,

ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich einigermaßen kurz fasse. Sie können sich vorstellen, dass wir angesichts der aktuellen Lage alle Hände voll zu tun haben.
Mit dem „zur Ordnung rufen“ ist das so eine Sache. Der Deutsche Presserat ist keine Behörde oder staatliche Einrichtung mit einer Weisungsbefugnis. Wir sind ein Gremium der Freiwilligen Selbstkontrolle der Presse (also auch nicht für Fernsehen und Radio), das ethische Grundsätze definiert und mögliche Verstöße dagegen prüft. Wir können Medien nicht vorab verbieten, etwas zu tun oder nicht zu tun. Das wollen wir auch nicht, denn das wäre ein Eingriff in die Pressefreiheit. Was wir tun können ist, die Journalistinnen und Journalisten an unsere ethischen Grundsätze zu erinnern.
Was können wir also als Presserat gegen das tun, was da derzeit passiert?
Zunächst einmal haben wir bereits am Mittwoch die Medien öffentlich dazu aufgefordert, den Opferschutz und damit auch die Privatsphäre von Angehörigen zu achten.
Viele Medien haben das beherzigt, andere offenbar nicht – oder sie missverstehen die Bedeutung des Opferschutzes.
Was wir noch tun können ist jede Beschwerde, die bei uns zu diesem Thema eingeht, gewissenhaft zu bearbeiten und Verstöße gegen den Pressekodex zu missbilligen oder zu rügen.
Sehr wichtig finde ich es, dass es bald eine sachliche und ernsthafte Debatte über die Grenzüberschreitungen gibt, die es im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Absturz gibt. An dieser Debatte werden wir uns mit Sicherheit aktiv beteiligen.
Was mich zuversichtlich stimmt, dass eine solche Debatte zu einem Ergebnis führen kann, ist, dass die Leserinnen und Leser, Zuschauerinnen und Zuschauer in weiten Teilen nicht einverstanden sind mit den derzeitigen Grenzüberschreitungen und dies auch äußern. So ausgeprägt habe ich das persönlich bei noch keiner anderen derartigen Katastrophe erlebt.
Mit freundlichen Grüßen,

Oliver Schlappat
Referent

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putin
Dieses etwas „verfremdete“ Bild des russischen Präsidenten wurde am 6. April 2017 auf reddit.com veröffentlicht mit dem Hinweis, dass eine Veröffentlichung in Russland inzwischen verboten ist. Das Bild steht auf Rang 7 der beliebtesten Bilder. Ein user schreibt dazu „Putin sieht hier richtig glücklich aus, ich wette er war traurig als er von dem Verbot erfuhr.“ Ob das wohl stimmt?

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Das Landgericht Berlin gab der Klage eines Berliner Taxifahrers statt und untersagte der Beklagten, in Berlin die Smartphoneapplikation UBER APP für Mietwagenfahrer und Mietwagenunternehmer für die Vermittlung von Fahraufträgen einzusetzen. Zugleich untersagte es der Beklagten,
Mietwagenunternehmer durch den Versand von E-Mails, SMS oder durch Telefonate dazu zu veranlassen, sich im Stadtgebiet Berlin außerhalb ihres Betriebssitzes bereitzuhalten, ohne dass konkrete Vermittlungsaufträge von Fahrgastkunden vorliegen.

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Zum Jahreswechsel möchten wir – wieder einmal – die Worte eines Dorfpfarrer in Mecklenburg, die er in seiner Neujahrspredigt am 1. Januar 1864 äußerte, in Erinnerung rufen. Uns scheint es so, als habe dieser Pfarrer damals Worte von ewiger Gültigkeit gesprochen. Lesen Sie selbst:

Das neue Jahr sei ein Jahr des Lichtes,
der Liebe und des Schaffens.
Bringe den Menschen die Krone des Lebens
und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein.
Setze dem Überfluß Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Gib allem Glauben seine Freiheit
und mache die Freiheit zum Glauben aller.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner dagegen an ihr erstes.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Gib den Regierungen ein besseres Deutsch
und den Deutschen bessere Regierungen.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Gib den Gutgesinnten
eine gute Gesinnung;
lasse die Wissenschaft
Wissen schaffen.
Lasse uns nicht vergessen,
daß wir alle von Gottes Gnaden sind
und daß alle allerhöchsten Menschen Demokraten waren.
Gib unserem Verstand Herz
und unserem Herzen Verstand,
auf daß unsere Seele schon hier selig wird.
Sorge dafür, daß wir alle in den Himmel
kommen – aber noch lange nicht!

Kann man es treffender sagen?

Wir wünschen Ihnen ein gutes, gesundes neues Jahr!

Die Redaktion der Bürgerlobby

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Wie den Mdien seit gestern zu entnehmen, plant die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) Tierschützer, die in Ställe einbrechen um Verstöße gegen die Vorschriften des Tierschutzes zu dokumentieren, härter bestrafen. In einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung sagte Klöckner „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert.“ Gleichzeitig appeliert die Ministerin an die Bundesländer, ausreichend Kapazitäten für Tierschutzkontrollen zur Verfügung zu stellen.

Wir sagen: Solange es keine ausreichenden Kapazitäten für diese Tierschutzkontrollen gibt, müssen Organisationen wie PETA dafür sorgen, dass Verstöße gegen die Tierschutzgesetze öffentlich gemacht werden. Die Ministerin sagt in einem anderen Interview selbst, dass „Dumpingpreise für Fleisch halte ich für ethisch nicht vertretbar.“ Das scheint sie in ihrem Interview zum Tierschutz vergessen zu haben. Die Dumpingpreise sind nur möglich, weil die Tiere nicht „gezüchtet“, sondern „produziert“ werden. Und das geht nun mal zu Lasten der Tiere und des Tierwohls. (Weiterlesen…)

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Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Film „Meister des Todes“ über illegale Waffenexporte nach Mexiko findet nun seine Fortsetzung in einem Prozeß vor dem Landgericht Stuttgart. Insgesamt 6 ehemalige Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler & Koch (zwei ehemalige Geschäftsführer und vier weitere ehemalige Mitarbeiter) sollen gewusst haben, dass G36-Sturmgewehre – abweichend von den Exportgenehmigungen – in mexikanische Bundesstaaten geliefert wurden, für die es keine Exportgenehmigungen gab. Die Genehmigung erteilenden Bundesbehörden scheinen, abweichend vom Film, keine Kenntnis dieser Geschäfte gehabt zu haben. Schau an.

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Eine eindrucksvolle Demonstration dessen, was die Folgen eines fortschreitenden Bienen- und Insektensterbens wären, hat der NABU in einer gemeinsamen Aktion mit Rewe/Penny in Hannover geliefert. Über Nacht wurden alle Produkte aus den Regalen genommen, die es ohne Bienen oder andere bestäubende Insekten nicht mehr geben würde. Rund 60 (!) Prozent der Artikel wären betroffen.

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Quelle: internet

…reichen freiwillige Selbstverpflichtungen nicht aus, um die Kluft zwischen den menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Problemen einerseits und den normativen Werten unserer Zivilisation andererseits zu überwinden. Das CorA-Netzwerk führt das im wesentlichen darauf zurück, dass die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission auf Druck großer Unternehmen und deren Interessenverbänden die Einhaltung von Mindeststandards nicht ausreichend in Gesetzesform festgeschrieben hat.

Beispiele für Nichtfunktionieren einelwirtschaftlicher Initiativen liefern folgende Themenbereiche:

Banken finanzieren Regenwald-Rodung
http://www.fr.de/wirtschaft/greenpeace-report-das-palmoel-und-die-banken-a-739321

Reedereien transportieren Giftmüll nach Afrika
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/toxic-city-102.html (Weiterlesen…)

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Obwohl am 4. August 2009 das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung in Kraft getreten ist, ist die nachfolgend geschilderte Situation immer noch nicht unrealistisch geworden: Es ist Feierabend und das Telefon schrillt unerwartet. Ein Unbekannter meldet sich und überschüttet den überraschten Zuhörer mit einem Wortschwall. Werbeanrufe sind meist eine Belästigung und manchmal hilft nur Unhöflichkeit gegen die  Flut unerbetener Angebote am Telefon: Einfach ohne Kommentar auflegen.

(Weiterlesen…)

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Seit Mitte Januar läuft ein Schriftwechsel zwischen einem enttäuschten BMW-Kunden (BMW X5 xDrive40e iPerformance, ein Auto für mindestens 75.000 Euro) und dem BMW Kundendienst. Grund für diesen Schriftwechsel ist die elektrische Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs. Während BMW im Prospekt vollmundig verspricht“Ca. 30 Kilometer fährt er lokal emissionsfrei und ohne Kraftstoffverbrauch“, sind es in der Realität nicht einmal 20 Kilometer. Weder die Frage des Kunden nach einer stärkeren Batterie noch unsere grundsätzliche Frage nach Werbung und Wahrheit konnte BMW bis heute beantworten, versichert aber immer wieder „Ihre Meinung ist uns sehr wichtig. Um unsere Servicequalität für Sie kontinuierlich zu verbessern, freuen wir uns auf Ihr Feedback.“

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