Leitartikel
Quelle: photocase; Foto: gabs0110
Quelle: photocase; Foto: gabs0110

Dunja Hayali, die fröhlich-freundliche ZDF-Modeatorin, vielen Fernsehzuschauern aus dem ZDF-Morgenmagzin bekannt, zeigt mit ihrer neuen Sendung „Donnerstalk“, dass sie weit mehr ist als die morgendliche Plaudertasche, die uns dabei hilft fröhlich in den Tag zu gehen. Sie versteht es unterschiedliche Themen in einer Sendung so anzupacken, dass innere Zusammenhänge sichtbar werden die ansonsten nicht unbedingt offensichtlich sind.

Ihre Entgegnung auf die Hassbotschaften die regelmäßig ihren facebook-account zumüllen ist ein leidenschaftlicher Weckruf an uns alle.

Wir veröffentlichen ihn hier gemeinsam mit dem einleitenden Text der Süddeutschen und hoffen, dass wir keine Abmahnung bekommen.

  • Dunja Hayali kontert auf Facebook Hassbotschaften, die sie in der aktuellen Flüchtlingsdebatte erreichen.
  • Am meisten regt sich die ZDF-Moderatorin aber über diejenigen auf, die „Ja, aber …“ sagen.
  • Ihr Statement findet im Netz großen Zuspruch.
Von Carolin Gasteiger

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Aktuell
Milch von solchen Kühen kann man nicht für 21 Cent produzieren
Milch von solchen Kühen kann man nicht für 21 Cent produzieren
Bild stammt von pixelio

Wir unterstützen den Protest der Bauern!

Auf dem Münchener Odeonsplatz demonstrieren heute 1. September 2015 erwartete zweitausend Milchbauern aus ganz Deutschland gegen den totalen Verfall der Milchpreise. Im brutalen Preiskampf der Discounter drohen die Bauern auf der Srecke zu bleiben.

Es ist auch an uns, an den Verbrauchern, dieses existenz-vernichtende Tun zu beenden. Wenn 1 Liter frische Vollmilch für 59 Cent verkauft wird (Aldi Süd heute, 07:57 Uhr) oder für 55 Cent (Aldi Nord, Lidl*  heute 07:59), dann zeigt das allerdings nur einen Teil des Milchpreis-Elends. Auch Firmen wie die durch massive Fernsehwerbung bekannte Firma „Müller Milch“ (unter anderem auch Hersteller der Marke „Weihenstephan“, das ist die mit dem besonderen Alpen-, Natur- und Bayern-Image) sind Urheber des massiven Preisveralls und drücken seit Jahren die Verdienstmöglichkeiten der Bauern.
*Anmerkung zu Lidl: Angeblich will man dort den Preiskampf nicht weiter fortsetzen. Fragt sich nur wie lange das durchgehalten wird. (Weiterlesen…)


lesendummheit

Wss von der Bundeskanzlerin erwartet aber nicht geliefert wird, das hat jetzt ihr Vizekanzler und Wirtschaftsminister getan. Sigmar Gabriel findet klare Worte zu den neonazistischen Umtrieben in Heidenau und andern Orts, spricht aber auch von der Verantwortung, die jeder von uns trägt.

Das gesamte Statement im Wortlaut:

„Ich bin gerne hergekommen, weil, ich glaube Herr Opitz mit seinen Mitarbeterinnen und Mitarbeitern aber auch mit vielen, die ihn in der Stadt unterstützen, keine wirklich einfache Aufgabe hat und sich auch mal zu bedanken dafür, dass er das macht und da keinen Millimeter zurückgewichen ist.

Die Unterkunft, die wir gesehen haben eben, ist natürlich nicht das, was wir uns an Unterkünften vorstellen für Flüchtlinge, das Land Sachsen aber, wie viele andere auch, ist aber auch von der gewaltigen Zahl in diesem Jahr natürlich enorm gefordert und wir werden und müssen jetzt als Bund alles dafür tun, dass wir auch unsere Liegenschaften schnell und unkompliziert den Ländern öffnen, damit wir keine Provisorien hier auf Dauer einrichten. Ich glaube das erwarten übrigens auch ihre Bürger hier in der Stadt.

Ich hab auf dem Weg hier her ein paar Menschen gesprochen, die gesagt haben ‚also wir finden das auch schrecklich was diese Neo-Nazis da machen, aber…‘ und dann merkte man, dass es eben auch viele gibt, die Sorge haben, dass sich ihr Leben durch die Flüchtlinge verändert, dass sie glauben, dass es unsicherer würde hier zu leben. Manche sagen auch ‚Mensch, uns hat auch keiner geholfen, als wir arbeitslos geworden sind‘. (Weiterlesen…)


Am 17. August vor 70 Jahren, erschien „Animal Farm“, George Orwells zeitlose Parabel über die Macht. Geschrieben hat er das Buch, eine Abrechnung mit der kommunistischen Revolution von 1917, in der Zeit vom November 1943 bis zum Februar 1944. Weil sich die Verlage zunächst weigerten das Buch zu veröffentlichen – Stalin war schließlich noch Verbündeter Englands und der USA – erschien es jedoch erst im Jahr 1945 und wurde in Russland sofort verboten.

Mit Die Farm der Tiere zeigt Orwell, mit richtigem Namen Eric Arthur Blair, dass er nicht an den dauerhaften Erfolg sozialer Modelle glaubte und dass eine Revolutuion zwar die Macht verschiebt, gesellschaftliche Grundstrukturen nicht antastet: Wenige Mächtige beuten viele Rechtlose aus!

Wie dieser Mechanismus funktioniert, zeigt Orwell am Aufstand der Tiere auf der Farm des Säufers Mr. Jones. Er tyrannisiert seine Tiere und hält sie wie Sklaven. Bis der „Alte Major“, ein im ganzen Land berühmter Zuchteber, von einen „sonderbaren Traum“ erzählt: vom Traum der Freiheit. (Weiterlesen…)


newletter vom 5.7.2015
newletter vom 5.7.2015

Mitte Juni hat das Verwaltungsgericht Berlin einer Klage der NGO abgeordnetenwatch statt gegeben und die Bundestagsverwaltung dazu verurteilt auch diejenigen Lobbyvertreter öffentlich zu machen, die ihre Bundestagshausausweise über die parlamentarischen Geschäftsführern der Parteien erhalten haben.

Wer nun denkt, dass dieses Urteil, mit dem zwar zunächst nur die Bundestagsverwaltung zur Offenlegung der Ausweisempfänger verpflichtet wird, auch die Großkoalitionäre zu mehr Transparenz bewegt hätte, der wird durch eine Mitteilung von abgeordnetenwatch eines besseren belehrt. Eine diesbezügliche Anfrage von abgeordnetenwatch wurde von CDU/CSU bereits abschlägig beschieden, die SPD hat – bislang – gar nicht geantwortet.

Für uns ein Grund noch einmal in die Wahl- (Regierungs)programme der Koalitionäre zu schauen und dort nachzulesen, was zu den Themen Transparenz, Information und Bürgerbeteiligung steht: (Weiterlesen…)

wolke

Deutschland ist empört – empört über die Datenschnüffelei der NSA und die Assistenz die der BND dabei geleistet hat. Und während dazu die Empörung hohe Wellen schlägt, findet eine andere Art von Datenschnüfflei – abgesehen von gelegentlicher Unrihe – fast unbehelligt und tagtäglich statt. Das Ausspionieren von Privatpersonen. Sei es als Mitarbeiter oder als Kunde.

Auch wenn man keinen Facebook-Account hat, nicht Kunde von Amazon ist, ja nicht einmal über einen Internet-Anschluss verfügt, man zappelt im Netz der Datenfischer. (Weiterlesen…)

Quelle: photocase ; Foto: gagarenne
Quelle: photocase ; Foto: gagarenne
Achtung an Wand

Der nachfolgende Beitrag stammt aus der Redaktion von codecheck in Zürich!

Die Preise sind unschlagbar, das Angebot groß — so locken viele Ein-Euro-Shops zahlreiche Käufer an. Das Problem: In den meisten der Billigprodukte stecken hochgiftige Stoffe.

Sparen um jeden Preis?

Für alle Sparfüchse oder Menschen, die knapp bei Kasse sind, scheinen Ein-Euro-Shops wahre Paradiese zu sein. Hier gibt es Küchenutensilien, Schreibwaren, Tierzubehör, Dekoration — eigentlich fast alles, was man sich vorstellen kann. Und jeder Artikel ist spottbillig, für Preise von unter einem Euro bis maximal 5 Euro ist hier wirklich alles zu haben.

Ein Schlaraffenland? Leider nein, denn der günstige Preis kommt natürlich nicht von ungefähr. Billige Rohstoffe, Massenproduktion ohne Qualitätskontrollen, schlechte Arbeitsbedingungen — all das nehmen die Händler in Kauf, um den Preis so stark drücken zu können. (Weiterlesen…)

Schon heute schafft es die Weltgemeinschaft nicht, alle Menschen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Felix zu Löwenstein nennt die Gründe. Vor allem aber fragt er, wie in Zukunft neun Milliarden Menschen ernährt werden können. Seine engagierte Position ist eine klare Absage an die industrielle Landwirtschaft und ihr unhaltbares Wachstumsversprechen, das auf genveränderte Pflanzen, den Einsatz von Pestiziden und die Schaffung von Monokulturen setzt. Seine Alternative: Nahrungsmittelproduktion auf der Grundlage des ökologischen Landbaus. (Weiterlesen…)

JETZT2015-01-23_133906

Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen!
Diese Erkenntnis dürfte inzwischen viele Politiker und auch manchen Manager erreicht haben. Dass trotz dieser Erkenntnis, sowohl in der Politik, wie auch in der Wirtschaft, häufig nach dem Motto „aussitzen und weiter so, das läuft sich tot“ verfahren wird, das ist sicher ein Grund für das Entstehen von Bewegungen wie Pegida.
Gefährlich sind solche Bewegungen nicht per se, denn für sie gilt das Gleiche wie das eben gesagte für Politik und Wirtschaft, „das läuft sich tot“.
Trotzdem leisten sie einen schädlichen Beitrag zur Entwicklung des sozialen Klimas in unserer Gesellschaft – indem sie nämlich frühzeitig (und nicht einmal klammheimlich) von rechten Demagogen vereinnahmt werden und so dazu beitragen dumpf reaktionäres Gedankengut zu verbreiten.

Und deshalb ist es gut, dass es Harro Honolkas „Jetzt reicht’s“ gibt. 50 Anleitungen zum Bürgerprotest. Und nicht genug damit: Um den Unzulänglichkeiten eines Buches zu begegnen – ist es einmal gedruckt, kann es von der Aktualität überholt werden – gibt es die Internetseite www.anleitungen-buergerproteste.de (Weiterlesen…)