Aktuell
Quelle: photocase ; Foto: gagarenne
Quelle: photocase ; Foto: gagarenne
Achtung an Wand

Vielleicht sind auch Sie in diesem Sommer einmal mit dem Auto von Frankfurt am Main nach Hamburg gefahren? Und vielleicht ist es auch Ihnen aufgefallen, dass auf dieser Strecke, auf der früher die Windschtuzscheibe regelmäßig zum Insektenfriedhof wurde, plötzlich so gut wie keine Insektenreste mehr zu finden waren? Dieser subjektive Eindruck wird jetzt eindrucksvoll durch die Ergebnisse einer Langzeitstudie bestätigt, die von ehrenamtlichen Insektenkundlern aus Krefeld gemeinsam mit den Wissenschaftlern um Caspar Hallmann von der Radboud University Nijmegen erstellt und ausgewertet wurde.

Die Krefelder Hobby-Entomologen haben über 27 Jahre, seit 1989, an 63 verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg Lebendfallen aufgestellt. In diesen Fallen befinden sich Sammelbehälter, in die die Insekten einfliegen und dann dort konserviert werden. Über die Jahre sammelten sich in diesen Fallen mehr als 50 Kilo Biomasse und der Vergleich der jährlich so gefangenen Mengen zeigte nun, dass über die Jahre ein Rückgang von mehr als 75 Prozent zu verzeichnen ist. (Weiterlesen…)


Nach der Erschütterung über die Ergebnisse der Bundestagswahl hat die Landtagswahl in Niedersachsen die Hoffnung auf die Selbstheilungskräfte der Demokratie wachsen lassen. Der personalisierte und pointierte Wahlkampf von Stephan Weil und Bernd Althusmann, zwischen CDU und SPD, hat nach übereinstimmendem Urteil aller Wahlbeobachter dazu geführt, dass die Rechtspopulisten der AfD in Niedersachsen „klein“ gehalten wurden. Statt des von der AfD erwarteten, zweistelligen Ergebnisses wurden es nur (vorläufige) 6,2 Prozent der Stimmen. Immer noch zu viel, aber keine echte Gefahr für die Demokratie.

Da hat Martin Schulz mit seiner ersten Analyse recht, wenn er sagt, dass die Konfrontation zwischen den demokratischen linken und den demokratischen rechten Kräften „das Salz in der Suppe der parlamentarischen Demokratie sei“ und dadurch das Feld nicht den Populisten überlassen werde. Einen deutlichen Beleg für diese Analyse liefert die hohe Wahlbeteiligung von 63,1 Prozent – höchster Wert seit 2003!

Interessant in diesem Zuammenhang die Entwicklung der Wahlbeteiligung in Deutschland seit 1949! Wie richtig und wichtig die (auch personelle) Zuspitzung eines Wahlkampfs für die Wahlbeteiligung ist zeigen beispielhaft die Wahlkämpfe 1972 (Brandt/Barzel) und 1998 (Schröder/Kohl).

Wir wünschen unserer Demokratie und den Parteien des Deutschen Bundestags den Wiedereinzug einer echten Debattenkultur ins bundesdeutsche Parlament.Wenn das gelingt werden auch die sogenannten „Protestwähler“ wieder zu Wählern mit einer echten politischen Grundhaltung werden.

Obwohl am 4. August 2009 das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung in Kraft getreten ist, ist die nachfolgend geschilderte Situation immer noch nicht unrealistisch geworden: Es ist Feierabend und das Telefon schrillt unerwartet. Ein Unbekannter meldet sich und überschüttet den überraschten Zuhörer mit einem Wortschwall. Werbeanrufe sind meist eine Belästigung und manchmal hilft nur Unhöflichkeit gegen die  Flut unerbetener Angebote am Telefon: Einfach ohne Kommentar auflegen.

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Quelle: UNwater

Fast 90 Prozent der Menschen haben Zugang  zu sauberem frischem Wasser. Aber immer noch 783 Millionen Menschen haben diesen Zugang nicht und nahezu 2,5 Billionen Menschen verfügen nicht über adäquate Sanitäranlagen. Jährlich sterben etwa 6 bis 8 Millionen Menschen an den Folgen von wasserbedingten Krankheiten und Mängeln. Wenn alles nach dem Motto „business as usual“ weiterlaufen sollte, dann sagen unterschiedliche Studien voraus, dass etwa „3,5 Planeten Erde“ benötigt werden, um allen Menschen den Lebensstandard eines Europäers oder Nord-Amerikaners zu ermöglichen.
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Quelle: photocase; Foto: gabs0110
Quelle: photocase; Foto: gabs0110

Die Nachricht eines eigentlich immer gut informierten Freundes hat mich zu diesem Beitrag animiert. Die Überschrift der Nachricht lautete „Solche Politiker fehlen Europa“ sie bezog angeblich auf eine Rede der australischen Ministerin Julia Gillard.

Der Text gab vor, dass die Ministerin „klare Kante“ gegenüber Migranten gezeigt hatte und unmissverständlich die Forderungen und Erwartungen an die Menschen beschrieben hat, die an Australien an Migranten und besonders Muslime stellt.

Auffällig war die stellenweise Hervorhebung von Textpassagen durch die Verwendung von Großbuchstaben – eine Besonderheit, die bei vielen Hoax festgestellt werden kann. Auch Hassposts sollen durch Grossschreibung häufig besonders nachdrücklich wirken. Ein weiterer Punkt der mich nachdenklich stimmte, war die Aufforderung „Wenn Du einverstanden bist, dann SENDE DIES BITTE WEITER“ – auch das ist häufig (ich persönlich meine sogar fast immer) ein Hinweis auf HOAX. Eine seriöse, sauber recherchierte Nachricht spricht für sich selbst und braucht keine solche Nötigung.

In Fällen wie diesem heißt meine erste Adresse im Netz mimikama.at Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Weiterlesen…)

Quelle: Homepage conflictfood

Googelt man das Wort „Fluchtursachenbekämpfung“ so erhält man 10.600 Ergebnisse und gleich das Erste stellt eine wichtige Frage:

Fluchtursachenbekämpfung:
Ein entwicklungspolitisches Mantra ohne Inhalt?

Der Link weist auf einen Essay der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) hin, der sich unter dem Titel „Ausblick 2016: Begriffe und Realitäten internatinaler Politik“ kritisch analytisch mit häufig gebrauchten Begriffen des deutschen und europäischen „Politiksprechs“ auseinandersetzt. Darunter auch der Begriff „Fluchtursachenbekämpfung“. (Weiterlesen…)