Leitartikel

Trotz vollmundiger Versprechen zu nachhaltigem Wirtschaften und ökologischen Rücksichten (“Dazu gehört, dass wir verstärkt Kapitalanlagen gemäß klarer Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (Environmental Social Governance, ESG) anbieten.” -so Jürgen Fitschen und Anshu Jain auf der  Homepage der Deutschen Bank zur Verantwortung der Bank) hat die Deutsche Bank – bis zum jetzigen Zeitpunkt – vor einen riesigen Kohlehafen am Great Barrier Riff zu finanzieren.

Dazu campact:

“Ein Hafenprojekt bedroht die Zukunft des Great Barrier Reefs – eines einzigartigen Weltnaturerbes vor der australischen Ostküste. Die indische Adani Group will den Hafen Abbot Point zu einem der weltgrößten Kohleterminals ausbauen. Dem sensiblen Ökosystem droht schwerer Schaden und der Klimawandel wird angeheizt. Finanziert werden könnte das Projekt von der Deutschen Bank.”

Unterstützen Sie den weltweiten Protest gegen dieses Projekt mit Ihrer Unterschrift!


Aktuell

Noch keine 72 Stunden alt ist die Bekanntgabe eines neuen Projekts der Krautreporter und schon gibt’s die schnelle Kritik aus allen Ecken der Republik. Das hat zumindest eine für sich: Es schafft Öffentlichkeit. Und das brauchen die Jungs. Um was geht’s?

Mit der zunehmenden Bedeuteung des Internets als – bisher fast immer kostenloses – Medium für Information und Nachrichten und den daraus folgenden, veränderten Lesegewohnheiten besonders der jüngeren Generationen, sind die Printmedien unter einen enormen Kostendruck geraten. Ein Kostendruck der auch auf die Gehälter der Journalisten durchschlägt und in vielen Bereichen (mangelhafte Recherche, ungeprüfte Übernahme von Fremdartikeln mit all ihren Fehlern) zu Lasten der Qualität geht.

Dem wollen die Krautjournalisten mit einer Selbsthilfeaktion begegnen. Mittels einer Crowdfundingkampagne wollen sie die Finanzierung ihres online-Magazins Krautreporter auf die Beine stellen. Dafür bieten sie ihren Finanziers (60 Euro p.P.) und künftigen Abonnenten einen Journalismus alter Qualität. Mit sorgfältiger Recherche und Quellenprüfung oder, wie sie selbst sagen:

“Mit gutem Journalismus: Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücken – jeden Tag! Wir wissen, von was wir reden: weil wir uns mit dem auskennen, über das wir schreiben. Mit der notwendigen Zeit, die es braucht, um eine gute Geschichte zu erzählen. Und den Fakten, die nötig sind, um zu verstehen, was auf der Welt passiert. Ganz in Ruhe.”

Mit diesem kurzen Beitrag möchten wir das Projekt unterstützen und ihm, im Rahmen unserer Möglichkeiten, weitere Öffentlichkeit verschaffen.


Alarm

“Keine Auskunft für Journalisten. Je unangenehmer die Fragen, desto lieber machen Bundesbehörden dicht. Die SPD wollte das ändern. Im Wahlkampf hat sie vollmundig das sogenannte Presseauskunftsrecht versprochen. Es gab sogar schon einen fertigen Gesetzentwurf, doch nach den Koalitionsverhandlungen wurde der kassiert. Bundesbehörden dürfen weiter ganz legal mauern.”

Mit dieser Einleitung beginnt das Medienmagazin ZAPP des NDR vom 7. Mai 2014.

Und berichtet dann vom erstaunlichen Desinteresse deutscher Journalisten bei der Unterstützung einer Initiative ihres Berufskollegen Helmut Lorscheid. Dieser hatte am 16.12.2013 eine online-Petition beim Deutschen Bundestag eingreicht und diesen aufgefordert “unverzüglich ein Presseauskunftsgesetz zu beschließen.”

Damit das Anliegen einer Petition vom Petenten öffentlichkeitswirksam im Bundestag vertreten werden kann, bedarf es 50.000 Unterschriften. Unterzeichnet wurde die Petition von 2424 Personen. Dabei gibt es in Deutschland ca. 85.000 Journalisten (freie und festangestellte). (Weiterlesen…)


Unter dem Titel “Öffentliche Konsultation zu den Modalitäten des Investitionsschutzes und der Inverstor-Staats-Streitbeilegung im Rahmen der TTIP“  ist die große EU-Bürgerbefragung jetzt auch in deutscher Sprache veröffentlicht und für alle Bürger erreichbar.

Mit 12 Fragen werden die Teilnehmer an der Befragung aufgefordert ihre Meinung zum vorgeschlagenen Text als Grundlage für Investitionsverhandlungen mit den USA abzugeben.

Leider wird der (nur scheinbar) gute Ansatz einer direkten Bürgerbeteiligung durch das Verhalten der EU-Kommission und in Folge davon der EU-Parlamentarier bereits wieder konterkariert, denn wie die taz am 17. April meldete, haben die EU-Parlamentarier (gegen den wütenden Protest von Grünen und Linken) in diesen Tagen eine Verordnung verabschiedet, in der festgelegt wird wer in einem Verfahren als Beklagte auftritt, wer die Kosten trägt und wer für eventuelle Schadenersatzansprüche aufkommt. Ausserdem wird die Kommission befugt Mitgliedsstaaten – unter Umständen (?) – anzuweisen, einen Vergleich anzunehmen.

Deutsche Bürger kennen ein solches Verhalten von Volksvertretern bereits beim Thema “Gentechnik”. Vor der Wahl heißt es “Wir nehmen die Bedenken der Bevölkerung ernst”, nach der Wahl setzt man sich locker über diese Bedenken hinweg. Die EU-Parlamentarier sind noch einen Tick forscher: Erst fordern sie die Bürger der Union auf, ihre Meinung zu sagen, um dann, ungeachtet irgendwelcher Ergebnisse bereits vorab schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. (Weiterlesen…)

bla-bla-in-sprechblase

“Es geht darum, Arbeitsplatzstandards für unsere Zulieferer zu schaffen und sie beim Einhalten fairer, sicherer und gesunder Bedingungen in ihren Fabriken zu unterstützen.”

So heißt es ziemlich zu des Abschnitts “Leistung, Leidenschaft, Integrität, Vielfalt” in der Nachhaltigkeitserklärung des Adidas Konzerns.

Wenn man das gelesen hat, dann erstaunt es doch sehr, dass adidas seinem südchinesischen Zulieferer Yue Yuen Zulieferungsaufträge entzogen hat, als dessen Mitarbeiter wegen – über Jahrzehnte! – nicht eingehaltener Zusagen (vertraglich vereinbarte Wohnungszuschüsse und Zahlungen an Sozialfonds) in den Streik gegangen waren.

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Mehr Ertrag und weniger Pestizide, so lautet das große Versprechen von Monsanto und Co. Und was ist dran an diesem Versprechen?
Nichts!
Sagt eine Studie des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA)! Wie die USDA nachweist, steigen die Erträge nicht zwangsläufig und das Saatgut ist 50 Prozent teurer. Ausserdem zwingen neue Resistenzen bei Pflanzen und Tieren (eine Folge des jahrelangen Gentech-Anbaus) die amerikanischen Farmer immer wieder einmal mehr statt weniger Pestizide einzusetzen. (Weiterlesen…)

wolke

Dieser Spruch ist mir – leider – als erster eingefallen, als darum ging Jan Philipp Albrechts Buch Finger weg von unseren Daten zu besprechen. Denn was Albrecht auf den 187 Seiten seines kleinen, fast unscheinbaren Buches zusammenfasst (die schmerzhafte Erkenntnis wird auch durch die zweieinhalb zusätzlichen Seiten einer nach Hoffnung auf Besserung klingende Nachbemerkung nicht gelindert), zeigt geradezu erschreckend klar wo wir heute stehen, wenn es um Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung geht: Auf (scheinbar) verlorenem Posten! (Weiterlesen…)

Seit langem kämpfen Deutschlands Imker gegen Pestizide und Gentechnik. Wie wichtig dieser Kampf ist belegen die immer häufiger wiederkehrenden Meldungen vom großen Bienensterben. Und es wird immer deutlicher, dass die Massensterben nicht allein auf die Varroa-Milbe geschoben werden können.

Das Naturkostmagazin “Schrot & Korn” veröffentlicht in seiner neuesten Ausgabe ein Interview mit Imker und Vorstand des Vereins Mellifera,Thomas Radetzki. “Für die Bienen vor Gericht” mit dem Ziel mehr Schutz für Bienen und Honig zu erstreiten.

Wir veröffentlichen Auszüge aus dem Interview.

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