Leitartikel
imagesTAFTA

Public consultation on modalities for investment protection and ISDS in TTIP unter diesem Titel hat die Europäische Kommission am 27.03.2014 eine online-Bürgerbefragung zum transatlantischen Freihandelsabkommen gestartet. Zwar wird die Befragung in der ersten Phase nur in englischer Sprache angeboten, laut Auskunft des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) soll die deutsche Übersetzung des Fragebogens jedoch schon in Kürze vorliegen. Bisher – Stand 31.3.2014 – gibt es auf der Homepage des Ministeriums allerdings noch keinen Hinweis auf die Befragung.

Eine erste Veröffentlichung in deutscher Sprache gab es zum Thema am 27.03.2014, ebenfalls auf der Internetseite der EU-Kommission. (Weiterlesen…)


Aktuell

Bis vor kurzem wurde über das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nur hinter verschlossenen Türen verhandelt. Dank des großen Bürgerprotests und der massiven Furcht der Öffentlichkeit vor der Preisgabe von Verbruacherschutz und demokratischen Rechten, hat die EU-Kommission jetzt mit dem Start einer online-Bürgerbefragung den Versuch unternommen mehr Transparenz zu schaffen.

Als Beitrag zur Aktivierung aller Bürger wollen wir trotzdem noch einmal die Gründe für die Ängste und Befürchtungen zusammenstellen und die wahren Profiteure des Abkommens beim Namen nennen. (Weiterlesen…)


Die Bundesrepublik Deutschland hat sich bei der Abstimmung über die Zulassung einer neuen Genmaissorte in Brüssel der Stimme enthalten. Diese Enthaltung ist auch und insbesondere auf das Abstimmungsverhalten der SPD-Abgeordneten im Deutschen Bundestag zurückzuführen.

Zwar haben 70 Abgeordnete der SPD in einer persönlichen Erklärung die Einführung der Genmaissorte 1507 von Du Pont und Dow Chemicals abgelehnt, das hat sich aber im Abstimmungsverhalten nicht entscheidend niedergeschlagen. Mit 175 Stimmen oder 79,19 Prozent der Stimmen stimmte die Fraktion der SPD gegen einen Verbotsantrag von Bündnis90/Die Grünen.

Dieses Abstimmungsergebnis wird besonders prickelnd, wenn man einen Blick in das Bundestagswahlprogramm der SPD wirft: Dort heißt es auf Seite 95:

“Wir lehnen – wie 80 Prozent der deutschen Bevölkerung – den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ab, denn die Grüne Gentechnik darf den Menschen nicht aufgezwungen werden.”

Vielleicht sollten die Wähler im bevorstehenden Europa-Wahlkampf einmal genau auf die Versprechungen achten und diese rechtzeitig hinterfragen. Sonst gilt auch für diese Versprechen womöglich nach der Wahl das Zitat, das gern Konrad Adenauer zugeschrieben wird: “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern”.

 

Wenn wir bei einer Buchbesprechung einen Titel aus der üblichen Rubrik heraus heben und in den redaktionellen Hauptteil der Bürgerlobby setzen, dann muss etwas besonderes passiert sein. So ist es denn auch geschehen, als das Buch von Georg von Wallnitz auf dem Redaktionstisch landete.

Der studierte Mathematiker und Philosoph, der selbst mehrere Jahre als Investmentbanker tätig war, hat sich einen besonderen Blick auf die Wirtschaft- und Finanzwelt unserer Tage bewahrt.
Und dass das so ist (und auch sein muss), das fordert er bereits auf den ersten Seiten seines Buchs, indem er im “Vorsatz” (was für eine schöne und doppeldeutige Wortwahl im Vergleich zum allgemein üblichen “Vorwort”) auf einen Ausspruch des französischen Journalisten und Staatsmannes Clemenceau eingeht, der gesagt hat, “Der Kriegs ist viel zu wichtig, um den Generälen überlassen zu werden”. Diesen Satz überträgt von Wallnitz auf die Ökonomie und sagt “Die Wirtschaft ist viel zu wichtig, um sie den Ökonomen zu überlassen.”

Die Richtigkeit dieser These beweist er dann auf den 198 Seiten von “Mr. Smith und das Paradies”. (Weiterlesen…)

Quelle: BUND Fleischatlas 2014
Quelle: BUND Fleischatlas 2014

Wie das Naturkostmagazin Schrot & Korn in seiner März-Ausgabe 2014 berichtet, gibt der von BUND und Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebene Fleischatlas 2014 eine fatale Prognose:

“Demnach wird die weltweite jährliche Fleischerzeugung bis Mitte dieses Jahrhunderts auf fast 470 Millionen Tonnen anwachsen. Das sind dann 150 Millionen Tonnen zusätzlich, also ein Drittel mehr als heute.”

Was sich hinter diesen Mengenangaben an Einzeltieren verbirgt, sollen einige Beispiele für die Schlachtungen in Deutschland verdeutlichen: Allein hier werden jährlich 58.000.000 Schweine; 630.ooo.000 Hühner und 3.200.000 Rinder geschlachtet. Das ist Nichts im Vergleich zu China. Dort werden allein 660.000.000 Schweine jährlich geschlachtet. Und weltweit? Da sind es, zum Beispiel, 1.383.000.000 Schweine und 58.110.000.000 Hühner – bei steigender Nachfrage. (Weiterlesen…)

Sie heißen “Neue Post”, “Bunte” oder “Intouch”; im Titel gern genommen wird auch “Frau” wie bei “Bild der Frau” oder “Frau mit Herz” und auch das Wort “Freizeit” bringen die Herausgeber dieser Blätter gern mit den erfundenen oder hahnebüchen konstruierten Beiträgen ihrer Qualitätsjournalisten in Verbindung. Da heißts dann “Freizeit heute” oder “Freizeit Illu”.

Allen gemein sind  Berichte über Skandale (auch mal solche, die es gar nicht gibt) , Affären “bei Königs” und “Promis”, sogenannten und auch echten (Info für unerfahrene Skandalsurfer: Es gibt inzwischen A-, B- und C-Promis. Die Zuordnung erfolgt im allgemeinen durch die sogenannten Promi-Experten, die sich ihrerseits wieder einen eigenen Promistatus erarbeiten können, meist Klasse C. Ausnahmen wie Rolf Seelmann-Eggebert – er steht auf Position eins wenn man das Wort “Adelsexperte” googelt – bestätigen die Regel). (Weiterlesen…)

Wer kennt sie nicht, aus eigenem leidvollem Erleben oder aus den Erzählungen von Freunden, die Internet Dienstleistunganbieter, die sich ein Vergnügen daraus zu machen scheinen, dass eine Abmeldung von ihren Angeboten so schwer wie möglich wird. Was in gelöster Stimmung, aufgrund einer Empfehlung womöglich, mit ein paar einfachen Klicks begann, das wird zu einer ärgerlichen und zeitfressenden Angelegenheit, wenn es ans Beenden der Geschäftsbeziehung geht. Nicht selten bedeutet das Serien von bösen E-Mails, ärgerliche Telefonate, Einschreiben und manchmal sogar anwaltliche Hilfe. Ein Nutzerkonto einfach zu beenden, dabei hilft eine neue, sehr nützliche Website: www.justdeleteme.me (Weiterlesen…)