Leitartikel
Quelle: photocase; Foto: carlito
Quelle: photocase; Foto: carlito

Wir wissen, dass die, die es angeht diesen Beitrag nicht lesen werden. Sie werden nicht einmal wissen, dass es diesen Beitrag gibt. Wenn er trotzdem geschrieben wird, dann deshalb, weil der Verfasser zu der Generation gehört, deren Eltern in der Zeit erwachsen wurden und waren und denen wir oft genug vorgeworfen haben “nichts getan zu haben”. Nichts getan zu haben gegen den alltäglichen Rassenhass, gegen ein unmenschliches Terrorregime. Deshalb stehen wir im Wort, gerade wenn in diesen Tagen gedenken der Attentäter des 20. Juli 1944 gedacht wird.

Wenn also in diesen Tagen in deutschen Städten wieder antisemitische Hassparolen zu hören sind, dann ist das beschämend und unerträglich. Wenn eine in Frankfurt lebende, junge jüdische Frau davon spricht, dass sie Angst hat auf die Straße zu gehen, dann ist es höchste Zeit zum handeln.

Das gilt für uns alle, Bürger und Politiker. Es gilt dem Bündnis der Hass-Idioten aus Neo-Nazis, arabischen Extremisten und durchgeknallten “Linken” (Zitat Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau) eine “klare Kante” zu zeigen. Und es gilt Menschenrechte einzufordern – für Israelis und für Palästinenser. (Weiterlesen…)


Aktuell
Quelle: photocase;  ID: 5525049 Photo:carlitos
Quelle: photocase; ID: 5525049 Photo:carlitos

Während in Deutschland die Große Koalition unter der Führung der Minister für “Wirtschaft und Energie” und für “Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit“, Sigmar Gabriel und Barbara Hendricks, den Weg für bundesweites Fracking freimachen will, nehmen in den USA die Widerstände gegen die neue, dort aber bereits seit Jahren praktizierte “unkonventionelle” Art der Gasförderung zu.

Eine der wesentlichen Stimmen des öffentlichen Protests sind die Journalisten der Organisation ProPublica, einer NGO, die im Jahr 2007 von Paul Steiger, dem ehemaligen Chefredakteur des Wall Street Journal gegründet wurde. Ziel der vierzig für ProPublica arbeitenden Journalisten ist es, in Fällen unklarer (oder eindeutiger) Interessenlagen einen Beitrag zur unabhängigen und sachlichen Information der Öffentlichkeit zu leisten. Einer Öffentlichkeit, die ansonsten zunehmend “Meinungen” ausgesetzt wird und dabei immer weniger über die diesen Meinungen zugrunde liegenden Fakten erfährt.

Zum Thema Fracking liefert ProPublica eine Fülle von Informationen, Studien und Berichten. Um die offensive Haltung der Bundesregierung qualifiziert in Frage zu stellen, dürften besonders die Ergebnisse der  letzten Gesundheitsstudien zu den Auswirkungen des Fracking wichtig und hilfreich sein. Unter der Überschrift “Bohren nach Sicherheit: Das Neueste aus Fracking-Gesundheitsstudien” veröffentlicht ProPublica aktuelle Informationen über wissenschaftlich belegte Folgen des Hydro Fracking. (Weiterlesen…)


Quelle campact
Quelle campact

Aufgrund der aktuellen Ereignisse – US-Spionage im NSA-Untersuchungsausschuss, US-Spionage im Bundesnachrichtendienst, US-Spionage im Bundesverteidigungsministerium und erste Ausweisung eines US-Bürgers – müssten wohl auch die letzten Zweifel an der dringenden Notwendigkeit einer ausführlichen Anhörung von Edward Snowden beseitigt sein. Die Furcht vor einer Störung der deutsch-amerikanischen Freundschaft wirkt vor diesem Hintergrund schon beinahe lächerlich.

Wir unterstützen deshalb nachdrücklich die campact-Kampagne “Schutz für Edward Snowden in Deutschland“!

Unterschreiben Sie jetzt!

bla-bla-in-sprechblase

“Es geht darum, Arbeitsplatzstandards für unsere Zulieferer zu schaffen und sie beim Einhalten fairer, sicherer und gesunder Bedingungen in ihren Fabriken zu unterstützen.”

So heißt es ziemlich zu des Abschnitts “Leistung, Leidenschaft, Integrität, Vielfalt” in der Nachhaltigkeitserklärung des Adidas Konzerns.

Wenn man das gelesen hat, dann erstaunt es doch sehr, dass adidas seinem südchinesischen Zulieferer Yue Yuen Zulieferungsaufträge entzogen hat, als dessen Mitarbeiter wegen – über Jahrzehnte! – nicht eingehaltener Zusagen (vertraglich vereinbarte Wohnungszuschüsse und Zahlungen an Sozialfonds) in den Streik gegangen waren.

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Mehr Ertrag und weniger Pestizide, so lautet das große Versprechen von Monsanto und Co. Und was ist dran an diesem Versprechen?
Nichts!
Sagt eine Studie des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA)! Wie die USDA nachweist, steigen die Erträge nicht zwangsläufig und das Saatgut ist 50 Prozent teurer. Ausserdem zwingen neue Resistenzen bei Pflanzen und Tieren (eine Folge des jahrelangen Gentech-Anbaus) die amerikanischen Farmer immer wieder einmal mehr statt weniger Pestizide einzusetzen. (Weiterlesen…)

wolke

Dieser Spruch ist mir – leider – als erster eingefallen, als darum ging Jan Philipp Albrechts Buch Finger weg von unseren Daten zu besprechen. Denn was Albrecht auf den 187 Seiten seines kleinen, fast unscheinbaren Buches zusammenfasst (die schmerzhafte Erkenntnis wird auch durch die zweieinhalb zusätzlichen Seiten einer nach Hoffnung auf Besserung klingende Nachbemerkung nicht gelindert), zeigt geradezu erschreckend klar wo wir heute stehen, wenn es um Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung geht: Auf (scheinbar) verlorenem Posten! (Weiterlesen…)

Noch keine 72 Stunden alt ist die Bekanntgabe eines neuen Projekts der Krautreporter und schon gibt’s die schnelle Kritik aus allen Ecken der Republik. Das hat zumindest eine für sich: Es schafft Öffentlichkeit. Und das brauchen die Jungs. Um was geht’s?

Mit der zunehmenden Bedeuteung des Internets als – bisher fast immer kostenloses – Medium für Information und Nachrichten und den daraus folgenden, veränderten Lesegewohnheiten besonders der jüngeren Generationen, sind die Printmedien unter einen enormen Kostendruck geraten. Ein Kostendruck der auch auf die Gehälter der Journalisten durchschlägt und in vielen Bereichen (mangelhafte Recherche, ungeprüfte Übernahme von Fremdartikeln mit all ihren Fehlern) zu Lasten der Qualität geht.

Dem wollen die Krautjournalisten mit einer Selbsthilfeaktion begegnen. Mittels einer Crowdfundingkampagne wollen sie die Finanzierung ihres online-Magazins Krautreporter auf die Beine stellen. Dafür bieten sie ihren Finanziers (60 Euro p.P.) und künftigen Abonnenten einen Journalismus alter Qualität. Mit sorgfältiger Recherche und Quellenprüfung oder, wie sie selbst sagen:

“Mit gutem Journalismus: Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücken – jeden Tag! Wir wissen, von was wir reden: weil wir uns mit dem auskennen, über das wir schreiben. Mit der notwendigen Zeit, die es braucht, um eine gute Geschichte zu erzählen. Und den Fakten, die nötig sind, um zu verstehen, was auf der Welt passiert. Ganz in Ruhe.”

Mit diesem kurzen Beitrag möchten wir das Projekt unterstützen und ihm, im Rahmen unserer Möglichkeiten, weitere Öffentlichkeit verschaffen.