Leitartikel
txm / photocase.com
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Es ist noch keine 14 Tage her, da hat eine Internet-Aktion gezeigt, wie wir Bürger den Lauf der Dinge beeinflussen können. Seit längerem berichten Medien aller Länder über das Massensterben von Honigbienen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Menschen. Mitverantwortlich gemacht für das Bienensterben werden – ebenfalls seit Langem – einige der in der Landwirtschaft großflächig eingesetzten Pestizide.

Eine von Avaaz-Mitgliedern gestartete Aktion brachte innerhalb kürzester Zeit 2.644.775 Unterschriften unter eine Petition für ein Verbot von Pestiziden. Zwei Millionen sechshundervierundvierzigtausend siebenhundertfünfundsiebzig Menschen haben “den Arsch hochgekriegt” und es geschafft aus ihrem heimischen Sessel die mindestens die Bundesregierung zu einer Änderung des Abstimmungsverhaltens zu bewegen.

Da sage noch einer “das Internet kann nichts bewegen”! Das Gegenteil ist der Fall, das Internet hat sogar Frau Aigner bewegt!
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Susann Städter / photocase.com

Es ist passiert: Ein Säulenheiliger ist vom Sockel gefallen – oder wurde er gefallen? Oder  Und Mediendeutschland ist bestürzt, entsetzt, ratlos. Ethik-Experten ergreifen das Wort, Finanzkritiker und auch die katholische Tagespost nimmt Stellung zur Causa Hoeneß. Aber mal langsam, was ist denn wirklich passiert? Da hat einer etwas getan, das zu Zeiten von FJS (Erklärung für die jungen Leser dieser Seite: FJS = Franz-Josef Strauß) normaler Alltag war: Wer ein Amt hatte, der schaffte was auf die Seite. Und über die Jahre gab es viele “Hoeneß” und sie haben alle “dont’s” bedient, über die sich – in steter Einheit – Bürger, Medien, gegnerische Politiker und gefragte und nicht gefragte Experten empörten: Steuerhinterziehung, Schmiergeld, allgemeine Vorteilsnahme.

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Aktuell
Was passiert mit meinem Schrottfernseher? Quelle:Krautreporter
Was passiert mit meinem Schrottfernseher? Quelle:Krautreporter

Da sage noch einer “Qualitätsjournalismus findet sich nur in den klassischen Medien”.
Schluss mit diesem Vorurteil gegen den Internetjournalismus!

Die Aktionen der Krautreporter beweisen das genaue Gegenteil und zeigen gleichzeitig eines der größten, vielleicht das größte Problem der “Klassischen” auf: Fehlende Mittel zu wenig Geld! Welcher freie Journalist kann das Risiko einer langen und aufwändigen Recherche eingehen, wenn er nicht einigermaßen sicher sein kann, dass er sein “Produkt” am Ende auch an eine Redaktion verkaufen kann?

Die Krautreporter  beweisen mit Ihrem Projekt “Was passiert mit meinem Schrottfernseher” wie man mit Ideen und Engagement neue Finanzierungswege eröffnen kann und unabhängig von Verlagen und redaktionellen Eitelkeiten wird.
Ganz im Sinne von Philipp Riederle “Wer wir sind und was wir wollen“.
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Quelle: digitalcourage e.V.

Vom seriösen Einzelhändler bis zum wilden Zocker, von der Deutschen Bank bis zum Hersteller von Holzdildos im Odenwald, sie alle wollen die Geldmaschine Internet zur Steigerung ihrer Gewinne nutzen. Nicht immer werden bei diesem Ringen um das Geld in IHRER Tasche die Regeln der Fairness und des Datenschutzes eingehalten.

Mit Formulierungstricks und Ausnahmebestimmungen soll bestehendes Schutzrecht unterlaufen werden, mit massivster Lobbyarbeit eine Weiterentwicklung im Interesse der Verbraucher verhindert werden. Mit der Initiative “Wir fordern starken Datenschutz für Europa” will digitalcourage (ehemals FoeBuD) jetzt Druck auf unsere Politiker aufbauen, damit diese in Brüssel für ein starkes europäisches Datenschutzrecht kämpfen und verhindern, dass das bestehende deutsche Datenschutzrecht ausgehebelt wird.

Es ist Wahljahr, da reagiert sogar Herr Friedrich! Deshalb: Machen Sie mit!

Unterzeichnen Sie den offenen Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich

 

Ein neue Generation von Hochschulabsolventen will gesellschaftliche Probleme lösen. Ein hohes Gehalt ist ihr nicht so wichtig. Vier Geschäftsideen. Von Johannes Pennekamp

Teil 4: Soap-Opera mit Hauptschülern

Ines Bauermeister lebt in der Welt der Töne und Klänge. Sie ist Expertin für Soundtracks und die Geräusche, mit denen Filme unterlegt werden. Wenn die Potsdamerin im Herbst ihre letzte Prüfung bestanden hat, darf sie sich “Diplom-Tonmeisterin” nennen.

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Logo der Internationalen Wasserkooperation
Logo der Internationalen Wasserkooperation

Am 22.März ist Weltwassertag!
Fast 90 Prozent der Menschen haben Zugang  zu sauberem, frischem Wasser. Aber immer noch 783 Millionen Menschen haben diesen Zugang nicht und nahezu 2,5 Billionen Menschen verfügen nicht über adäquate Sanitäranlagen. Jährlich sterben etwa 6 bis 8 Millionen Menschen an den Folgen von wasserbedingten Krankheiten und Mängeln. Wenn alles nach dem Motto “business as usual” weiterlaufen sollte, dann sagen unterschiedliche Studien voraus, dass etwa “3,5 Planeten Erde” benötigt werden, um allen Menschen den Lebensstandard eines Europäers oder Nord-Amerikaners zu ermöglichen.
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Die weltweit bekannteste Bestätigung dafür, dass in unseren Tagen Bürger die Politik ihres Landes verändern können konnten wir beim sogenannten “arabischen Frühling” erleben. Das Internet und durch und mit ihm Twitter, Facebook und You Tube, haben die Revolutionen in Ägypten und Tunesien befördert und halten jetzt die Welt auf dem Laufenden über die Ereignisse in Syrien.

Aber nicht nur dort, sondern auch in Deutschland beginnt das Internet die politische Landschaft zu beeinflussen und zu verändern. Es ist noch nicht lange her, da weigerte sich die Mehrzahl  deutscher Politiker mit dem Internetportal abgeordnetenwatch.de zusammenzuarbeiten. Inzwischen ist die Zahl der hartnäckigen Verweigerer, die keine Bürgerfragen bei abgeordnetenwatch beantworten, geschrumpft und zu einer Minderheit – zu der u.a. der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gehört – geworden.

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Da ist ein “negativer Befund” ein erfreuliches Ergebnis und ein “positiver Befund” so ziemlich das Schlimmste, was einem Menschen nach einer ärztlichen Untersuchung passieren kann. Wie das? Es geht bei diesen Formulierungen um einen Verdacht, der sich im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung eingestellt hat, und der im ersten Fall nicht bestätigt wird, im zweiten Fall leider zur Tatsache wird. Während sich dieser Zusammenhang noch relativ leicht erklären läßt, wird es, selbst bei einfacheren Befunden, für einen medizinischen Laien schnell unverständlich.

Dieses Problem haben drei Studenten aus Dresden erkannt und 2011 die Internetplattform “was hab’ ich?” gegründet. Hier erhalten Patienten kostenlos Übersetzungen ihrer Arztbefunde geliefert.
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