Leitartikel
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Mit den Recherchen des ARD-Reporters Hajo Seppelt zum staatlich gestützten Doping in Russland hat es angefangen, mit dem (kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro veröffentlichten) McLaren-Report  hatte es einen ersten Höhepunkt und mit der Delegierung der Ausschluss-Entscheidung für russische Sportler an die einzelnen Fachverbände durch den IOC-Chef wurde es final bestätigt, das Doping-Chaos des IOC.
Dessen Chef Bach zeigte sich zwar entsetzt über das systematische, jahrelange Doping in Russland, wollte aber über Sanktionen nicht entscheiden und verhedderte sich bei Fragen zu der stets gepredigten „Null-Toleranz“ gegen Doping. Außerdem hat er viele Statments der Vergangenheit wohl einfach vergessen.

Deshalb haben wir in der olympischen Vita des Dr. Thomas Bach nach Aussagen zum Thema „Umgang mit Dopern und deren Helfern und Unterstützern“ gesucht und fanden jenen Thomas Bach, der, ähnlich dem seinerzeitigen brutalstmöglichen Aufklärer in Hessen, härteste Strafen und Null-Toleranz für Dopingsünder und deren Helfer forderte.

Lesen Sie einige Kostproben in zeitlich loser Folge: (Weiterlesen…)


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Seit dem 5. August bestimmen die olympischen Spiele in Rio die Schlagzeilen in allen Medien. Und während die Funktionäre des IOC, allen voran dessen deutscher Präsident Dr. Thomas Bach, der Welt die „olympischen Idee“ mit Worten wie diesen erklären wollen,

„In dieser olympischen Welt gibt es nur ein weltumspannendes Recht für jedermann, in dieser olympischen Welt sind wir alle gleich. In dieser olympischen Welt können wir erkennen, dass die Werte für alle Menschen stärker sind als die Kräfte, die uns zu spalten trachten.“

wird Julia Stepanowa, die Kronzeugin für die Aufklärung des größten Dopingskandals in der Geschichte des Sports, für die Spiele gesperrt, weil sie, so die Saubermänner des IOC nicht die „ethischen Anforderungen“ für einen Rio-Start erfüllt.

Wie es um die „olympische Idee“ und die „olympischen Werte“ tatsächlich bestellt ist, das hat der evangelische Pastor Alfred Buß in seinem von der ARD ausgestrahlten „Wort zum Sonntag“ treffend zusammengefasst.

Ob diese Worte Männer wie den Präsidenten des IOC je erreichen? Und wenn, ob sie sie verstehen werden? (Weiterlesen…)


Aktuell
Quelle: Homepage hahnertwins
Quelle: Homepage hahnertwins

Die Empörung über die Zwillingsschwestern Anna und Lisa Hahner in Deutschland scheint schier grenzenlos. Warum?

Weil die beiden beim olympsichen Marathon in Rio de Janeiro nach 42,195 Hand in Hand über die Ziellinie gelaufen sind!

Anstatt den Beiden zu diesem gelungenen Coup zu gratulieren ist Deutschland empört.

Wir halten es für angebracht dazu einige Gedanken anzuregen: (Weiterlesen…)


Am 13. Juli 2016 hatten wir den Kanzleramtsminister Peter Altmaier über abgeordnetenwatch gefragt, wie es denn um die Einsetzung des Gremiums stünde, das zukünftig der Bundesregierung die Empfehlungen für eine evtl. zu verhängende Karenzzeit liefern soll, wenn ehemalige oder amtierende Regierungsmitglieder und parlamentarische Staatssekretäre im Anschluss an ihre Arbeit im öffentlichen Dienst in die Industrie wechseln.

Unsere Anfrage basierte auf einer Meldung der Frankfurter Rundschau vom 12. 7. 2016, wonach so eine Meldung des Kanzleramtes „die erforderlichen Gespräche sich bedauerlicherweise in die Länge gezogen hätten“.

Das ließ uns aufhorchen, denn das heraufziehende Wahljahr 2017 könnte die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft wieder ganz schön „ins Drehen“ bringen. Ein eingestimmtes und funktionierendes Gremium für die Ermittlung der erforderlichen Karenzzeiten dürfte als sehr wichtig werden.

Diese Antwort erhielten wir am 1. August 2016 aus dem Kanzleramt:

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 13. Juli 2016.
Die Namen für dieses Gremium wurden vor wenigen Tagen vom Kabinett beschlossen.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Altmaier, MdB
Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben

Kein Hinweis auf eine Pressemitteilung, eine Internetseite oder eine andere Quelle mit Hinweis auf die Mitglieder des zu bildenden Gremiums.

Geht die Bürger wohl nichts an?!?

Wir fragen weiter.

Quelle: pixelio; Foto: Nico Lubaczowski
Quelle: pixelio; Foto: Nico Lubaczowski

Es gab mal eine Zeit, da wurden Betriebe die Märkte und Einzelhandel mit Hühnern, Enten, Gänsen und anderem Geflügel belieferten als Geflügelzüchter bezeichnet. Diese Zeit ist lange vorbei. Heute wird Geflügel produziert und oberstes Ziel ist es, einer tiefstpreisorientierten Kundschaft möglichst viel Fleisch zum kleinst möglichen Preis anzubieten.
Einige Beispiele vom Montag, 23. Mai 2016:
2,5 kg Hähnchenschenkel bei real 5,99 Euro, bei LIDL 1000g Hähnchen-Grillplatte 2,99 Euro und schließlich bei Netto 600 Gramm Hähnchen-Brustfilets  3,19 Euro! Diese Preise haben ihren Preis – und den zahlen die Tiere.
In der vergangenen Woche lieferte das  Oberverwaltungsgericht Münster ein deutliches Beispiel dafür, dass auf der Jagd nach der billigsten Fleischproduktion der Profit über der Ethik steht. Das Urteil erlaubt das Töten (schreddern und ersticken) von Tieren, wenn dafür „ein vernünftiger Grund“ vorliegt. Der vernünftige Grund zum massenhaften Töten männlicher Eintagsküken ist die Tatsache, dass diese keine Eier legen und nur sehr, sehr langsam Fleisch ansetzen. (Weiterlesen…)

Quelle: INKOTA
Quelle: INKOTA

Der Welterschöpfungstag, auch Erdüberlastungstag genannt, soll uns daran erinnern, dass wir alle über unsere Verhältnisse leben. An diesem Tag, dem 8. August 2016, sind – rein rechnerisch – die gesamten natürlichen und erneuerbaren Ressourcen (Wasser, Brennmaterial, Bausholz und Getreide) für das Jahr 2016 aufgebraucht – die Welt lebt auf Pump!

Dazu schreibt der WWF u.a.:

„Wir nehmen mehr von unserem Planeten, als eigentlich vorhanden ist. Und wir nehmen immer mehr, immer schneller. Wir verbrauchen zu viele Rohstoffe, verschmutzen zu viel Wasser, fangen zu viele Fische, essen zu viel Fleisch, schlagen zu viel Holz, produzieren viel zu viel Kohlendioxid. Wir erschöpfen die Reserven der Erde. Und das viel zu schnell! Der Tag, an dem die natürlichen Ressourcen für das ganze Jahr aufgebraucht sind, ist der Welterschöpfungstag – oder Earth Overshoot Day. Dieser liegt jedes Jahr früher.

Alarmierend: In den letzten Jahren waren die Ressourcen unserer Erde regelmäßig bereits im August aufgebraucht, vier Monate vor Ablauf des Jahres. Schlimmer noch, jedes Jahr ist der Welterschöpfungstag etwas früher – unsere Schulden an der Erde wachsen. Diese Schulden sind sichtbar. Sie zeigen sich im Klimawandel, Artensterben, Wassermangel und im Kollaps der Fischbestände. Wir können unsere Welt nicht unendlich ausbeuten. Die Verantwortung dafür tragen wir alle. Gerade im Westen verbrauchen wir viel zu viel – die Folgen tragen aber vor allem die armen Länder.

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In Zeiten des weltweiten Terrors wird, wenn es um die Gründe für die Radikalisierung, besonders junger Menschen geht, häufig davon gesprochen welche Bedeutung – neben eindrucksvollen Bildern – der Sprache zukommt. Da ist es umso verwunderlicher, dass, mit Ausnahme von Frankreich, in den Medien der europäischen Länder meist vom „IS“, dem „sogenannten islamischen Staat“ oder von „ISIS“ gesprochen wird und so gut wie nie (Ausnahme DunjaHayali im ZDF Morgenmagazin) vom „Daesh“ (im Deutschen gesprochen Da-esch) kommt vom Akronym von „Al-daula al-Islamija fi-l-Iraq wa-l-Scham“, DAIISH oder Da’ish)), dem arabischen Begriff für „IS“. Das Akronym wird abwertend verwendet für Begriffe wie „Zwietracht säen“ oder „zertreten“.

Bevor wir einen Blick auf die Geschichte der Terrorgruppe „Daesh“ werfen, wollen wir die in der Überschrift enthaltene Frage beantworten:
Es ist falsch von einem „Islamischen Staat“ zu sprechen, weil es (in diesem Zusammenhang!) keinen solchen gibt. Es gibt lediglich „von Terroristen besetzte Gebiete“ und in diesen Gebieten „zertreten“ die Anhänger dieser Gruppierung Menschenrechte und freies Denken und in der übrigen Welt versuchen sie „Zwietracht zu säen“.
Wenn wir verhindern wollen, dass noch mehr junge Menschen sich von den Prasen der Terroristen blenden lassen, dann sollten wir endlich die Kraft der Sprache nutzen um dem vorzubeugen.

Dann gibt es keinen „Islamischen Staat“ mehr (auch keinen sogenannten) sondern nur noch „Daesh“! (Weiterlesen…)

Am Dienstag 16.8.2016 zeigt ARTE unter dem Titel „Bottled Life“ eine Dokumentation über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser.

Dazu sagt die Redaktion des Senders:

„Während die Weltbevölkerung rasant wächst, wird sauberes Wasser immer mehr zur Mangelware. „Bottled Life“ dokumentiert das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche und fokussiert dabei ganz auf den Leader der Branche: auf den Schweizer Nestlé-Konzern.

Nestlé besitzt weltweit über 70 verschiedene Wassermarken. Trotzdem ist Wasser eine Sparte, über die man bei Nestlé nicht gerne spricht. Das muss der Schweizer Journalist Res Gehriger erfahren. Die Nestlé-Manager verweigern Interviews. Aber Gehriger lässt nicht locker. Gemeinsam mit dem Regisseur Urs Schnell bricht er auf zu einer Entdeckungsreise, die ihn in die USA, nach Nigeria und Pakistan führt.
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